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Offenburg

Stadt will 160 zusätzliche Kita-Plätze schaffen

Grund: Babyboom und Zuzug von Pendlern / Es braucht auch mehr Kita-Personal
17. Juli 2017
&copy Peter Heck

Offenburg will bis 2023 rund 160 Kita-Plätze zusätzlich schaffen. Rund 30 Millionen Euro sollen für den Kita-Berich investiert werden.

Offenburg hat schöne Sorgen: Geburtenzahlen steigen, ebenso die Attraktivität für Zuziehende. »Genau das wollten wir, müssen aber auch schauen, mit der Entwicklung Schritt zu halten«, bemerkte Bürgermeister Hans-Peter Kopp in der Sitzung des Ausschusses für Familie und Jugend. Über Jahre wurde die Betreuung für Kindergärten ausgebaut. Wie Kopp aber zeigte, mussten Prognosen bereits nach oben angeglichen werden. »Bis 2021 fehlen uns 146, bis 2023 160 Plätze«, so Kopp zur Bedarfsplanung. 

40 bis 65 Stellen mehr

Für Offenburg gelte es, entsprechende Lösungen zu finden. Da durch das Bereitstellen weiterer Plätze die Auslastung zunehmend gegen 100 Prozent strebe, müssten sich Eltern darauf einstellen, dass aufgrund des eng gesteckten Rahmens zur Betriebserlaubnis »eine Angebotsflexibilität wie vor fünf, sechs Jahren nicht mehr machbar ist«, betonte Kopp. Bis 31. Mai 2018 liegt die Prognose bei 2625 Plätzen (2001 im Ü3-, 624 im U3-Bereich). Mit jedem neuen Platz müsse auch der Personalschlüssel angepasst werden. Ein Mehr von 40 bis 65 Stellen sei erforderlich, wobei »der Markt an Bewerbern alles andere als dicht besetzt ist«, so der Bürgermeister.

Im Einzelnen wird die Kita am Mühlbach bereits 2018/19 um 44 Plätze erweitert. 20 weitere Plätze sollen 2018 in Waldkitas (jeweils zehn in Bohlsbach, zehn in Albersbösch) entstehen. Mitte/Ende 2018 ist in der Hansjakob-Schule eine Gruppe für zwölf Ü3-Kinder im Gespräch. Hier wäre Inklusionsarbeit möglich. Im »Kronenbräu-Areal« könnte als Außenstelle des Henry-Dunant-Kindergartens Ende 2019 eine Krippe mit 20 Plätzen in einem Wohngebäude entstehen. Gespräche mit Gremien der katholischen Kirche stehen an. Die Erweiterung der Kita Waltersweier um drei Gruppen (40 Plätze) könnte, auch im Zuge des anstehenden Neubaugebiets »Spitalbünd«, 2019/2020 realisiert werden. Ebenfalls 2020 ist im »Seidenfaden« als Außenstelle des SFZ Oststadt eine in ein Wohnhaus integrierte Krippe (20 Plätze) denkbar. Damit wären die bis 2021 fehlenden Plätze abgedeckt. 

Perspektivisch wird geprüft, ob in der Oststadt eine zunächst temporäre Lösung möglich ist. Eine Erweiterung der Kita am Waldbach wäre wie auch der ehemalige »Schlachthof« optional. Der Bürgermeister stellte ab 2019/20 eine Auslastung von 99 Prozent in Aussicht. Langfristig werden 95 Prozent angestrebt. Bis 2023 will die Stadt, vorbehaltlich Zustimmung des Gemeinderats, rund 30 Millionen im Kitabereich investieren. 

»Sorgsame Kalkulation«

Die Fraktionen befürworteten die Planung. Regina Heilig (CDU) fand es sinnvoll, »erst Projekte abzuschließen, als überall ein bisschen etwas zu machen«. Wichtig sei ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Geld. Jens-Uwe Folkens (SPD) bescheinigte der Verwaltung »eine sorgsame Kalkulation«. Dennoch sei der Grat schmal. »Wir wollten eine solche Entwicklung, jetzt dürfen wir nicht jammern«, so Folkens. Eva-Maria Reiner (Grüne) sah trotz hoher Investitionskosten die Pläne als sinnvoll an. Auch das Arbeiten mit Wartelisten sei temporär akzeptabel. Auch Stefan Konprecht (FWO) stimmte zu, wobei er besonders die temporären Lösungen als bedeutungsvoll sah. Nach ausführlicher Beratung unterstützte der Ausschuss bei einer Gegenstimme von Karin Jacobsen die Planungen. Der Gemeinderat entscheidet final am 24. Juli.

Autor:
Thorsten Mühl

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