Außerdem: Wer ins „Rée-Carré“ zieht

Stadtgeflüster: Offenburg - das badische Hollywood! - prev

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17. Mai 2021
Standuhr im wahrsten Sinne des Wortes: gesehen an der Auffahrt an der Messe zur Kinzigbrücke. 

(Bild 1/2) Standuhr im wahrsten Sinne des Wortes: gesehen an der Auffahrt an der Messe zur Kinzigbrücke.  ©Christian Wagner

Um Oscarverdächtiges aus dem Rathaus, eine Standuhr, die ihrem Namen alle Ehre macht, ein Offenburger Alleinstellungsmerkmal und eine Verlegerin, die definitiv nicht schüchtern war, geht es unter anderem im Offenburger Stadtgeflüster.

Sonntag, 9. Mai, und dann noch prognostizierte 28 Grad! Was fällt da auf? Richtig! Das wäre doch normalerweise der Termin gewesen, an dem die Freibäder der Region den Saisonstart eingeläutet hätten. Aber vielleicht müssen wir ja gar nicht mehr so lange auf den Badespaß warten, denn der Inzidenzwert ist konstant im Sinkflug und nimmt auch in der Ortenau Kurs auf unter 100.
Bleibt der Wert fünf Tage unter der magischen Grenze, können auch die Außengastronomien bald öffnen und die Herren der Schöpfung sich mit etwas Glück am nächsten Donnerstag ein Vatertagsbier im Biergarten ihres Vertrauens genehmigen. Nicht nur das: Sich mittags endlich mal wieder auf eine der schönen Terrassen der Lokale und Cafés in der Offenburger Innenstadt setzen zu können – das ist doch eine geradezu traumhafte Aussicht! Schön, dass die Normalität langsam zum Greifen nah ist!

Ein Gastro-Lichtblick in diesen trüben Pandemie-Wochen war die kleine Kaffeebude von Joel Goedtler und Gerd Schuh vor dem „Engel“. Wie eine Oase wurde sie von den Passanten in der verwaisten Innenstadt angesteuert. Seit einigen Tagen ist sie verschwunden. Aber ein Comeback ist in Sicht! Goedtler und Schuh machen aus ihrer mobilen Hütte wegen des großen Erfolges eine stationäre Einrichtung und ziehen ins „Rée-Carré“ – aus der Kaffebude wird im Juni die „Eisbox“. Viel Erfolg!

Für OT-Leser Hermann Fuchs ist es ein Ritual: Wenn er von Neuried nach Offenburg fährt, wirft er an der Auffahrt bei der Messe zur Kinzigbrücke einen Blick auf die dortige Standuhr. Im Sommer 2020 wurde das gute Stück jedoch abgebaut und seither von Fuchs schmerzlich vermisst. Seit einigen Tagen ist die Standuhr gegenüber der Oberrheinhalle jedoch wieder zurück, berichtet Fuchs – seine Freude ist aber getrübt. Die Standuhr mache ihrem Namen nämlich alle Ehre – sie steht still. Ob dies nun ein Symbol dafür ist, dass Offenburg seiner Zeit voraus ist oder ihr hinterherhinkt, ist Interpretationssache. Am liebsten wäre uns, dass Offenburg am Puls der Zeit ist. Deswegen wäre es schön, wenn die neue Uhr flott aktiviert wird. Das würde nicht nur Hermann Fuchs freuen. Sonst behaupten böse Zungen womöglich noch, im Oberzentrum herrscht Stillstand!

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Dabei schickt sich die Stadt doch immer mehr an, ein badisches Hollywood zu werden! Nach dem von vielen verkannten Premierenfilm „Offenburg ­l(i)ebt dich!“ gibt es nun ein neues Meisterwerk aus der Rathaus-Ideenschmiede. Ab heute ist auf der städtischen Internetseite in einem Film zu sehen, was 50 Jahre Städtebauförderung in Offenburg Positives bewirkt haben. War OB Marco Steffens im Neujahrsfilm omnipräsent wie Tom Hanks in „Cast away“, teilt er sich diesmal selbstlos die Hauptrolle mit seinen Vorgängern Edith Schreiner, Wolfgang Bruder und Martin Grüber. „And the Oscar goes to“? Wir sind gespannt, wie das Publikum entscheidet. Es wird diesmal bestimmt ein enges Rennen.

Bei Filmen gibt es häufig Logikfehler, bei Kunstaktionen manchmal auch. So will Ellinor Amini mit ihrem Projekt „Hidden Sheroes“ auf verborgene Heldinnen und deren „Unsichtbarmachung“ in der Geschichtsschreibung aufmerksam machen (siehe Artikel rechts). Sie hat dafür auch Aenne Burda ausgewählt. Aber wir wissen natürlich: Aenne Burda war bestimmt keine „verborgene Heldin“. Sie wusste wie keine Zweite, auf sich aufmerksam zu machen, und die Gefahr, dass sie in Vergessenheit gerät, besteht definitiv nicht. Dennoch eine schöne Aktion der Künstlerin!

Zum Schluss erwähnen wir noch ein Offenburger Alleinstellungsmerkmal: den Fahrradweg, der direkt ins Herz des Bahnhofs führt (siehe Bild unten). Welche Stadt hat das schon!
Schönes Wochenende!

Wenn Sie uns was flüs­tern wollen: • 07 81 / 504 - 35 31 oder per
Mail: lokales.offenburg@reiff.de

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