Traditionelles Cäcilienkonzert erfüllte alle Erwartungen

Stadtkapelle Zell bot beste Unterhaltung zum Advent

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 3 Minuten
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03. Dezember 2019

Die Stadtkapelle Zell begeisterte einmal mehr das Publikum beim Cäcilienkonzert in der vorweihnachtlich dekorierten Ritter-von-Buß-Halle. ©Hans Weide

Mit einem musikalischen Adventkalender stimmte die Stadtkapelle Zell beim traditionellen Cäcilienkonzert auf die Weihnachtszeit ein. Die Erwartungen des Publikums waren hoch – das Blasorchester erfüllte sie und wurde mit lang­anhaltendem Beifall belohnt. Das gemeinsam gesungene „O du fröhliche“ war ein emotionaler Schlusspunkt des Abends.

Für die Beteiligten, ob Vereinsvorstand mit seinen vielen Helferinnen und Helfern, aber vor allen Dingen für die 60 Musikerinnen und Musiker des Orchesters ist es immer wieder schön, wenn sie von vorneherein von einem vollen Haus bei ihrem Konzert ausgehen können. Das volle Haus war in diesem Fall die Ritter-von-Buß-Halle in Zell und die Veranstaltung das traditionelle Cäcilienkonzert der Stadtkapelle Zell am Samstag des ersten Adventswochenendes. 

Die rund 500 Besucher waren aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren auch diesmal wieder mit hohen Erwartungen gekommen, denn das Orchester bewegt sich schon seit Jahren auf einem sehr hohen Level. Sie wurden auch diesmal nicht enttäuscht; man fragt sich sogar, haben sich die Aktiven nochmals gesteigert? 

Für jeden etwas

Auf jeden Fall hatten sich Dirigent Stefan Polap und sein Orchester wieder anspruchsvolle Stücke herausgesucht, die durchweg im Schwierigkeitsgrad zur Oberstufe oderHöchststufe („Between two worlds“, „Minor Alterations“) gehören. Aber nicht nur der Schwierigkeitsgrad macht ein gutes Konzert aus, sondern es kommt insbesondere auch auf die Auswahl und die Zusammenstellung der Stücke an. Auch das gelang den Zellern wieder hervorragend, denn unter dem Motto „Musikalischer Adventskalender“ dürfte man den Geschmack der Zuhörer im Sinne „für jeden etwas“ (es war allerdings nicht nur etwas), getroffen haben.

Eröffnet wurde der Abend mit der Erkennungsmelodie aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“, wobei im Hintergrund der Inhalt des Märchens vorgelesen wurde. Traditionsgemäß folgte die Begrüßung durch den Vorstand des Vereins, die Sebastian Grillich vorgenommen hatte. Unter anderem konnte er dabei Bürgermeister Günter Pfundstein und seinen Vorgänger Hans-Martin Moll sowie zahlreiche Mitglieder des Zeller Stadtrats und Ortschaftsräte willkommen heißen.

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Darüber hinaus nahm er die Gelegenheit wahr, die im Rahmen der Mitgliederversammlung geehrten Mitglieder des Orchesters sowie die Debütanten des Abends zu nennen. 15 Jahre dabei ist Franziska Gutmann, 25 Jahre Mona Metzger, 25 Jahre Georg Heitzmann, 50 Jahre Achim Denner und Achim Willmann. Debütanten waren am Samstag Annabell Ette, Salome Schmieder, Roman Armbruster.

Große Bandbreite

Die Bannbreite des Konzerts ging von moderner Klassik wie „Romantische Ouvertüre in B-Dur“ (Stephan Jaeggi), „Farandole aus L‘Arlesienne Suite No. 2“ (Georges Bizet), „Die Schlittschuhläufer“ (Emil Waldteufel), bis zu bekannten Hits der klassischen Unterhaltungsmusik wie „Between two worlds“ (Otto M. Schwarz), „Portrait of Freedom“ (Steven Reinecke)“New York Ouvertüre“ (Kees Vlak), „The Polar­express“ (Alan Silvestri & Glen Ballard) und „Minor Alterations“ (David Lovrien). 
Als Solistin am Horn bewies Amelie­ Dreher Virtuosität, was nicht nur das Publikum, sondern auch ihren Opa Günther Lehmann besonders erfreute, der seit 65 Jahren im Orchester unter anderem das F-Horn spielt. Das größte Instrument des Abends spielte Achim Denner beim Alphornsolo in der gleichnamigen Ballade von Berthold Schick.

Für eine besondere Einlage sorgten sechs Mitglieder des Orchesters, die mit unterschiedliche großen Kunststoffröhren (je nach Tonhöhe) den Klassiker „Jinglebells“ intonierten, wobei sie die Melodie durch Klopfen auf ihre Mitspieler erzeugten. Hintergrundwissen über die jeweiligen Stücke vermittelten Anne Lehmann und Max Totzke, die gekonnt durch das Programm führten.

Nicht enden wollender Beifall war der Lohn für die Aktiven für ihr großartiges Konzert. Deshalb gab es noch drei Zugaben, wobei das zum Abschluss gemeinsam gesungene „O du fröhliche“ einen weiteren Höhepunkt des Abends bedeutete.

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