20 Jahre Städtepartnerschaft mit Olsztyn

Stadtpräsident Piotr Grzymowicz freut sich auf das Fest

Autor: 
red/bek
Lesezeit 4 Minuten
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15. Mai 2019

Olsztyns Stadtpräsident Piotr Grzymowicz freut sich über die dynamische Entwicklung der Hauptstadt des Ermlands und Masuren. ©Stadt Olsztyn

Eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Olsztyn besucht ab Freitag Offenburg: Anlass ist der 20. Geburtstag dieser deutsch-polnischen Städtepartnerschaft. Stadtpräsident Piotr Grzymowicz leitet die Delegation an und freut sich auf den neuen Bürgermeister und das Europäische Fest.

Olsztyns Stadtpräsident Piotr Grzymowicz freut sich auf Offenburg: Ab Freitag wird er mit einer Delegation die Zusammenarbeit der Städte feiern, die seit 20 Jahren besteht. »Aber noch viel mehr als der formale Akt zählt unsere Freundschaft«, sagte er in einem Interview mit der Stadt Offenburg. »Den Grundstein dafür legten Georg und Maria Dietrich, die in der Geschichte von Olsztyn, insbesondere in der dunklen Zeit des Sozialismus, eine wunderschöne Initiative in Gang setzten«, sagt Grzymo­wicz. Er erinnert an die karitative Arbeit in den 1980er-Jahren, durch die sich die Beziehungen gefestigt haben. Er sei froh, dass die Beziehungen zu den Offenburger Freunden »längst über das Niveau der formalen Kontakte hinausgehen«

Ein Vorbild sein

Die Städtepartnerschaft ist ihm wichtig, weil sie zeige, »dass Freundschaft, auch zwischen Städten und Nationen, keine Grenzen kennt«. Im Laufe der Jahre sei man durch die Kultur und Bräuche, Geschichte und Tradition näher zusammengekommen. »Man lernte sich kennen auf der Suche nach dem, was uns verbinden kann«, resümiert er. Dadurch könne die Städtepartnerschaft »als Vorbild für andere dienen«. Denn generell sollten die deutsch-polnischen Beziehungen so gut funktionieren wie bei Offenburg und Olsztyn. 

»Ich glaube, dass wir bei unserer Mission als Partnerstädte gut abschneiden«, freut sich Grzymowicz darauf, ab Freitag Freunde zu treffen. Es sei zwar nicht sein erster Aufenthalt in Offenburg, aber Neues gebe es immer wieder zu entdecken. 

Die Kultur zeigen

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Dieses Mal freut sich der 2018 im Amt betätigte Stadtpräsident »besonders auf das Treffen mit dem neuen Oberbürgermeister Marco Steffens«. In Offenburg wird auch die Delegation »ein Stück schöner und herzlicher polnischer Kultur zeigen«, verspricht er. Zudem sei das Programm der Jubiläumsfeierlichkeiten sehr interessant und er beabsichtige, »das Angebot voll auszuschöpfen«.

Die Teilnahme am Europa-Fest von Pulse of Europe am Sonntagnachmittag ist für ihn mehr ein Statement als Pflichtprogramm. »Ich betone immer wieder, dass ich ein Europa-Enthusiast bin!«, sagt Grzymowicz. Seit Polen in der Europäischen Union ist, seien diese Wahlen von großer Bedeutung für die Entwicklung des Landes und damit Olsztyns. »Bisher haben wir die Hilfe der Europäischen Union intensiv genutzt, und die Entwicklungserfolge unserer Stadt sind eindeutig damit verbunden«, sagt Grzymowicz. Er will sich dafür einsetzten, dass die Europäische Union stark bleibt und im Gedächtnis der Menschen ist. »Es ist nicht ohne Bedeutung, wer die Wahlen gewinnt – Euroskeptiker oder Euro-Enthusiasten«, erklärt er.

Er hoffe, dass sich diese sehr positive Haltung gegenüber der Europäischen Union im gesamten vereinten Europa durchsetzen wird. Er selbst sei ein Beispiel, was die Offenheit bewirke: »In meiner beruflichen Laufbahn etwa hat Deutschland eine wichtige Rolle gespielt.«

Natürlich lädt er auch zum Besuch in seiner Heimatstadt ein. Olsztyn habe sich deutlich verändert und sei noch immer einem dynamischen Entwicklungsprozess unterworfen. Vor allem der öffentliche Raum habe sich gewandelt: »Wir haben nicht nur fast alle Parks und Plätze der Stadt wiederbelebt, sondern auch neue, freundliche Plätze gebaut.« Dabei habe man sich auf die natürliche Umgebung mit viel Wasser konzentriert und das Profil der Stadt entsprechend geschärft. Besonders beeindruckend sei der Kai des größten Sees in Olsztyn, Ukiel, mit einem städtischen Schwimmbad, einem Kanuzentrum sowie einem ganzjährigen Wasser- und Wintersegelzentrum. Am Ufer des Flusses Łyna sei eine schöne Promenade entstanden. 

Straßen modernisiert

Ein weiterer Grund, stolz zu sein, ist, »dass die Straßen von Olsztyn nach 50 Jahren wieder modern und ansehnlich sind«. Wenn früher jemand sagte, dass die Hauptstadt des Ermlands und Masuren schön sei, betrachtete er das als höfliches Kompliment. »Heute weiß ich, dass er es mit Überzeugung sagt, denn es ist die Wahrheit«, so Stadtpräsident Grzymowicz.

Hintergrund

Am Sonntag steigt das Europa-Fest

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 20 Jahre Städtepartnerschaft Offenburg– Olsztyn nimmt die Delegation aus Ermland/Masuren beim Europa-Fest teil: Es findet am Sonntag, 19. Mai, ab 14 Uhr auf dem Offenburger Marktplatz statt.
Die Gäste werden das Programm mit einem Auftritt ihrer Folkloregruppe bereichern und ihre Heimatstadt noch durch weitere Beiträge präsentieren.
Bereits am Vormittag werden sie an einem Museumsbesuch teilnehmen.
Am Samstagabend ab 18 Uhr findet der Festakt mit Bankett im Salmen statt. Vormittags steht für die Delegation eine »Marktzeit« sowie um 12 Uhr der Besuch der Hochschule Offenburg an. Dort wird es neben dem Empfang eine Führung geben; die Hochschulen bieten mehrere gemeinsame Masterstudiengänge an.

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