Offenburg - Zunsweier

Standing Ovations beim Kirchenkonzert in Zunsweier

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 3 Minuten
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13. April 2017

(Bild 1/2) Das Konzert »MVZ ClassiX« in St. Sixtus war ein Höhepunkt im Zunsweierer Kulturschaffen. ©Ursula Vetter

Unter dem Titel »MVZ ClassiX« bereitete die Musikkapelle am Sonntag den Besuchern in der Pfarrkirche St. Sixtus einen wunderschönen Nachmittag.
 

Großen Hörgenuss bot der MV Zunsweier, unterstützt von den Chören der Chorgemeinschaft und des MGV Berghaupten bei seinem Kirchenkonzert. Mit mehr als 60 Musikerinnen und Musikern sowie 60 Sängerinnen und Sängern füllte zeitweise ein gewaltiges Ensemble den Chor der Kirche und bot ein außerordentlich volles Klangbild. 
Dirigent Frank Hertweck hatte ein Programm mit den besten Komponisten und anspruchsvolle Arrangements gewählt, ein Konzept, das Lust auf mehr macht und hoffentlich bald wiederholt wird. Das Publikum ließ sich begeistern, und der tosende stehende Beifall zum Schluss war der Lohn.

»Heaven’s Light« machte als Auftakt Lust auf mehr. Das Holz begann zart, unterstützt vom leisen tiefen Blech. Das dezente An- und Abschwellen unterstützte die Wirkung. Marimba – vierhändig gespielt – und Klarinette übernahmen und übergaben an die Flöte. Es war eine tolle Leistung, exakt geleitet von Dirigent Frank Hertweck, der seine Kapelle toll im Griff hatte.

Die Instrumentalisten begannen »Panis Angelicus« feierlich, kräftig. Der Chor setzte ein und das Orchester nahm sich angenehm zurück. Ein kanonartiger Teil folgte im Chor, die Frauen und Männer sangen schön bis zum letzten Ton und der Chor glänzte mit seiner guten Stimmung und einem vollen, runden Sound. 
John Williams schrieb die »Hymne an die Gefallenen« aus dem Film der Soldat »James Ryan«, und man hörte förmlich, wie die Soldaten zur Marschtrommel marschierten. Die Kapelle zeigte sich stimmungsmäßig von ihrer besten Seite und verschmolz mit dem Chor zu einem herrlichen Klang. 

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Kongas und Pauken
»Dry Your Tears Africa« war dazu Kontrastprogramm. Ebenfalls aus der Feder von John Williams brachte es Rhythmik und Klangfarbe des Schwarzen Kontinents in die Pfarrkirche. Der Chor sang in der Originalsprache, setzte die Akkorde wunderbar um. Kongas und Pauken lieferten das mitreißende Gerüst, Chor und Kapelle überboten sich in Musikalität und Dynamik: Das war ganz große Musik, eine Klasse für sich – was der Beifall unterstrich.
Das Saxophon-Ensemble brachte eine ganz andere Klangfarbe ein. Es waren drei sehr bekannte Stücke der Weltliteratur, die die sieben Saxophonisten, unter anderem Frank Hertweck, spielten. Der »Scherzo« von Modest Mussorgski, das »Menuett« von Luigi Boccherini und »Amazing Grace« jazzig verfremdet.

Aus Wagners Lohengrin stammt »Elsas Zug zur Kathedrale«. Mit der ausgefeilten Dynamik verstand es die Hertweck-Truppe, Spannung in die Musik zu bringen, die bis zum kräftigen Ende anhielt. Wer kennt nicht den Weihnachtsfilm »Drei Nüsse für Aschenbrödel«? Das Orchester setzte die Musik glänzend um: die flotte, rhythmische Melodie der Titelheldin oder die bedrohlichen Töne der bösen Stiefmutter und schließlich die Tänze im Ballsaal waren allesamt Ohrwürmer, bei denen man am liebsten mitgesummt hätte. 

»Gabriella’s Song« beendete dann das Konzert. Varpu Savoleinen sang im schwedischen Originaltext. Die junge finnische Musikerin spielt zurzeit in der Zunsweierer Kapelle und kehrte unmittelbar nach dem Konzert in ihre Heimat zurück. Das Zusammenspiel von Kapelle und Sängerin war hervorragend. 
Die Sängerin wurde mit ihrer warmen, weichen Stimme dem Lied mehr als gerecht. Das Zuhören war eine ungetrübte Freude: die eindringlich schöne Melodie brannte sich in die Herzen der Kirchenbesucher. 

Standing Ovations
So steigerte sich der Beifall noch einmal, es hielt keinen mehr auf dem Sitz: die Standing Ovations wollten kein Ende nehmen. Mit der Zugabe »The Eighth Candle« gab es noch einmal ein anspruchsvolles und schönes Werk.

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