Gengenbach

Stefan Feld wird neuer Direktor

Autor: 
Marc Faltin
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2014

Zwei glückliche Gesichter: Verena Kopp-Kast und ihr Nachfolger Stefan Feld im Direktionsbüro des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums. ©Marc Faltin

Nun ist es amtlich: Stefan Feld, seit sieben Jahren stellvertretender Direktor, übernimmt die Leitung des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums. Verena Kopp-Kast, die am Donnerstag nach 16 Jahren als Direktorin in die Ruhestand verabschiedet wird, zeigte sich gestern »glücklich über diese ideale Lösung.«

Gengenbach. Als Verena Kast im Februar 1998 die Nachfolge von Kurt Grießer auf dem Chefsessel der Schule übernahm, lernten dort 360 Schüler fürs Leben, unterrichtet von 46 Lehrern. Aktuell sind es 820 Schüler und 78 Lehrer. Mit einer solch imposanten Entwicklung konnte die Direktorin bei ihrem Start »natürlich nicht rechnen«. Die Zukunftssicherung der Schule war das eine Ziel, das Betriebsklima indes mindestens genauso bedeutend. »Die Menschen, die zu uns kommen – neben Lehrern und Schülern auch die Eltern – sollen sich hier wohlfühlen«, betont Verena Kopp-Kast und freut sich, das dem so sei. »Darauf einwirken zu können und Einfluss zu nehmen«, sei erfüllend, »zudem haben wir ein Top-Kollegium, das kreativ und flexibel neue Wege beschreitet.«
Dieses »ganz besondere Schulklima« weiß auch Stefan Feld zu schätzen, seit sieben Jahren als stellvertretender Direktor eine wichtige Stütze und mit allen relevanten Bereichen vertraut. Neben dem fließenden Übergang an der Spitze des MSG habe für Feld ein weiteres schwerwiegendes Argument eine Rolle für seine Bewerbung gespielt: »Ich möchte die Super-Arbeit von Frau Kast und die Linie in unserer Schule weiterführen.« Und dies sei bei einem Nachfolger von außerhalb nicht garantiert gewesen.
»Ich freue mich, dass Stefan Feld sich beworben und nun auch die Bestellung erhalten hat«, sagt Verena Kopp-Kast auch mit Blick auf etliche Gymnasien im Land mit Vakanzen in der Direktion. Längst müsse ein Schulchef nebenher Experte für Verwaltung, Finanzen, Schulausbau und andere Management-Aufgaben sein. Das schrecke schon ab. »Das Anforderungsprofil ist deutlich erweitert worden«, unterstreicht Feld, »mit der Verrechtlichung unserer Gesellschaft und dem Formalismus hat sich außerdem die Verantwortung erhöht.«
Noch mehr Verantwortung
Obwohl das MSG als Vorzeigemodell in einigen Bereichen der Schullandschaft gilt und sich generell äußerst erfolgreich entwickelt hat, gab es offenbar keinen weiteren Bewerber neben dem 43-jährigen Karlsruher, der mit 1,99 Metern Körperlänge eine auffällige Erscheinung ist, nach seinem Referendariat 1999/2000 im Gengenbacher Gymnasium entschied, dort zu bleiben, und nur einen weiten Steinwurf entfernt im Marta-Schanzenbach-Weg wohnt. Neben Unterricht in Physik und Sport kümmert er sich als stellvertretender Direktor vor allem um Organisation und Stundenpläne. »Ich bin ein grundzufriedener Mensch«, sagt der Familienvater eines Sohnes, der in der MSG-Schauspielgruppe »Martas Mimen« seine schauspielerischen Talente für den Förderverein einsetzt und als Entwickler von anspruchsvollen Brettspielen besondere Erfolge aufweist. »Ich kann relaxed gehen«, lächelt Verena Kopp-Kast, auch wenn es nicht leicht falle.

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