Schutterwald

Straßennamen: Es bleibt bei Meierbündt im Meierbündt

Klaus Krüger
Lesezeit 3 Minuten
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29. September 2017

Hier soll das neue Baugebiet »Obere Meierbündt« entstehen. Nun legte der Rat die Straßennamen fest. ©Klaus Krüger

Die beiden Straßen im neuen Langhurster Baugebiet »Obere Meierbündt« sollen »Obere Meierbündt« und »Untere Meierbündt« heißen. Das beschloss der Gemeinderat mehrheitlich in seiner Sitzung am Mittwoch.

Der Schutterwälder Gemeinderat hatte drei Dinge zu beschließen. Erstens: Ob es eine oder zwei Straßen im neuen Langhurster Baugebiet »Obere Meierbündt« geben soll – obwohl die Straße im Wesentlichen als Ringstraße angelegt ist. Mit 10:7 Stimmen fiel die Entscheidung auf zwei Straßen. Zweitens entschlossen sie sich dafür, den unteren und den oberen Teil der Ringstraße mit jeweils einem anderen Namen zu versehen. Ergebnis hier: 15:2. Und drittens – die Namen.  Hier sprachen sich 9:7 Gemeinderäte für »Obere Meierbündt« und »Untere Meierbündt« aus. Das war einer der Vorschläge der FWU. 
Der andere: Tannenweg/Fichtenweg. Die CDU hatte nur »Obere Meierbündt« vorgeschlagen – für alles.
Andere Namen fielen durch: Sophie-Scholl-Straße und Dietrich-Bonhoeffer-Straße (die Vorschläge des NÖB bekamen 2:13 Stimmen bei vier Enthaltungen). Einen weiteren Vorschlag der FWU, GrafHugo-Weg (nach dem mittelalterlichen Besitzer des Gutes Langhurst) stellte der Rat auf Vorschlag von Bürgermeister Martin Holschuh zurück.

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Kontrovers diskutiert

Hauptamtsleiter Thomas Feger hatte zu Beginn die Fakten geschildert und die Namensvorschläge vorgestellt. Bürgermeister Holschuh berichtete, auch die Verwaltung habe kontrovers diskutiert. Wichtig sei, dass sich die Rettungskräfte in den neuen Straßen schnell zurechtfinden. 
Volker Schillinger (FWU)waren zwei Straßen wichtig, geteilt in einen oberen und unteren  Abschnitt. Er sagte, in Langhurst hätten Baumnamen für Straßen durchaus Tradition. Das sah Ralf Beathalter (FWU) ähnlich. Seine Fraktionskollegin Myriam Welde sagte, Rettungsdienste hätten heute alle Navigationsgeräte, die würden ihr Ziel finden. Bürgermeister Martin Holschuh erwiderte, er habe mit Thomas Standke gesprochen, dem Kommandanten der Feuerwehr. Die Rettungskräfte kämen wohl mit allen Varianten zurecht.
Zwei Straßen erschienen Maria Jung (SPD) besser – sonst sei in der Tat eine Nummerierung schwierig.
Ludwig Bindner (CDU) wandte ein: Wenn man die Straßen traditionell nach dem Gewann benenne, wie das hier angedacht sei, wäre »Untere Meierbündt« schwierig: »Die gibt es nämlich nicht.«
 Hans-Martin Rotert (NÖB) sagte, aus seiner Erfahrung wisse er:  Ein Navigationsgeräte im Rettungswagen nutze wenig, wenn die Leute ihre Straße falsch angeben. In der Nachbarschaft liege schon der Meierbündtweg – das sei gefährlich. Er machte sich für die Vorschläge seiner Fraktion stark: »Es gibt in Schutterwald keine Straße, die nach einer Frau benannt ist.« Mit Sophie Scholl könne man ein Zeichen setzen. Vor allem, weil man sich auch eine Hindenburgstraße leiste – ein Name, der historisch belastet sei.

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