Gewitter mit Hagel wütete über Biberach und Zell

Strom weg und nasse Störche

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10. Juni 2021
Das Wasser vom Hang suchte sich während des Unwetters am Mittwoch im Zeller Wohngebiet „Zum Reutacker“ auf der Straße seine eigene Spur.

(Bild 1/2) Das Wasser vom Hang suchte sich während des Unwetters am Mittwoch im Zeller Wohngebiet „Zum Reutacker“ auf der Straße seine eigene Spur. ©Christian Wagner

Das Gewitter vom Mittwoch mit Hagel und Regen wütete vor allem in Zell und Biberach, wo Bäume umstürzten, ein Hang abrutschte und Keller unter Wasser standen. Feuerwehren im Einsatz.

Am späteren Mittwochnachmittag begann das Trommelfeuer: Haselnussgroße Hagelkörner prasselten lautstark auf Dächer und Straßen im Harmersbachtal, begleitet von Blitz und Donner. Nach rund einer halben Stunde war der Spuk wieder vorbei, nicht ohne Spuren zu hinterlassen. Auf den Straßen konnte das Wasser nicht schnell genug abfließen und suchte sich seinen Weg in manch einen Keller, in Hanglagen hinterließ der starke Regen eine eigene, braune Wasserstraße, die Feuerwehren in Zell und Biberach mussten ausrücken.

Am deutlichsten machte sich das Gewitter in Biberach bemerkbar. Hier fiel um 16.26 Uhr in der Gemeinde komplett der Strom aus. Bereits nach wenigen Minuten konnten einzelne Ortsbereiche und nach weiteren rund 20 Minuten alle betroffenen Kunden in der Gemeinde durch Zuschaltung wieder sicher mit Strom versorgt werden. „Die Monteure des Überlandwerk Mittelbaden waren noch am Mittwoch im Einsatz, um wenige, noch nicht versorgte Höfe im Bereich Biberach-Erzbach wieder mit Strom versorgen zu können“, berichtet Anthea Götz von der Pressestelle des E-Werks Mittelbaden. Was genau den Stromausfall bewirkt hatte, stand gestern nicht fest. Tatsache ist, dass die Sicherheitssysteme reagiert hatten und die Stromzufuhr unterbrachen. Dafür könnte ein Blitz verantwortlich sein oder ein in die Leitungen gewehter Ast.

Zwei Bäume umgestürzt

Auch die Feuerwehr Biberach und die Abteilung Prinzbach wurden zu Einsätzen alarmiert. In eine hangseitig gelegene Garage sowie den darunter liegenden Keller war Wasser gelaufen. Mithilfe des Wassersaugers sowie Schwämmen konnte schnell Abhilfe geschaffen und das Wasser aufgenommen werden.
Nicht weit entfernt waren zeitgleich weitere 14 Einsatzkräfte der Feuerwehr Biberach und Prinzbach mit drei Fahrzeugen im Einsatz. Grund war ein umgestürzter Baum, der die Straße von Biberach in Richtung Bruch blockierte. Der Baum wurde zersägt und zur Seite geräumt.

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Im Ortsteil Bruch selbst war ebenfalls ein Baum umgestürzt, der in eine Stromleitung fiel. Der Stromfluss wurde durch den Betreiber der privaten Stromleitung abgestellt, sodass die Feuerwehren den Baum zersägen und wegschaffen und die abgetrennte Stromleitung von der Straße entfernen konnte.

Größter Einsatz der Feuerwehr in Zell war ein kleiner Erdrutsch in Unterharmersbach-Grün. Das Erdreich blockierte die L 94 im Bereich der Michaelskapelle. Ansonsten musste in einigen Kellern Wasser abgepumpt werden. Im Hinblick auf zurückliegende Starkregen-Ereignisse lief das Unwetter unterm Strich also glimpflich ab.

Das werden Zells Störche auf der Alten Kanzlei wohl anders sehen. Hagel und Regen setzten den Tieren arg zu, das Gefieder war regelrecht zerzaust. „Sie zitterten wie Espenlaub“, berichtet Zells Bürgermeister Günter Pfundstein, der das Nest auf dem Nachbargebäude des Rathauses während des Unwetters mitleidig im Blick hatte.

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