Mehrere Einsätze der Feuerwehr

Stromausfall: Das war in der Offenburger Innenstadt los

Autor: 
Moritz Litterst
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juli 2020

Aufgrund des Stromausfalls ging die Ampel am Stadtbuckel nicht. ©Christian Wagner

Am Dienstag waren ab 9.30 Uhr Ampelsysteme, Bildschirme, Kassen und vieles mehr in der Stadt lahmgelegt. Erst flackerten die Lichter, dann war für eine Stunde der Strom weg.

Pünktlich zur Öffnung der Geschäfte und zum Arbeitsbeginn in den Firmen wunderten sich viele Offenburger am Dienstagmorgen über schwarze Bildschirme, dunkle Büros und Läden. Auch Ampelanlagen wie jene am Offenburger Stadtbuckel gingen nicht. Der Verkehr musste ohne die üblichen elektrischen Hilfsmittel laufen und die Verkehrsteilnehmer achtsamer sein. Das gelang nicht immer, wie am gelegentlichen Hupen abzulesen war. 

Auf der Hauptstraße konnte man in viele verwirrte Gesichter blicken. Vor den Geschäften standen telefonierende und gestikulierende Ladenbetreiber. Auslöser der Szenerie war ein Stromausfall, der die Stadt ab 9.30 Uhr heimsuchte und viele Bürger auf Trab hielt. Denn nicht nur der übliche Kaffee am Vormittag musste ausfallen, auch Geschäfte und Lebensmittelläden hatten mit dem Stromausfall zu kämpfen.

Einige Läden schlossen für kurze Zeit, da es drinnen dunkel war oder die Kassensysteme nicht mehr funktionierten. Nur der dienstägliche Markt lief nahezu ohne Einschränkungen weiter, da die meisten Beschicker mit Handkassen oder batteriebetriebenen Waagen arbeiten.

Weshalb es zu dem großräumigen Stromausfall kam, ist noch nicht bekannt. Neben der Innenstadt waren auch die Ortsteile Zell-Weierbach und Rammersweier sowie die Gemeinde Schutterwald betroffen. Dies verkündete das E-Werk Mittelbaden am Dienstagmittag in einer Pressemitteilung. Durch Umschaltungen konnten einige betroffene Teile der Stadt wieder versorgt werden. Im Süden der Innenstadt und in den Ortsteilen Rammersweier und Zell-Weierbach stellte das E-Werk Notstromaggregate bereit.

Person im Aufzug

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Aufgrund des Stromausfalls kam es auch für die Feuerwehr zu mehreren Einsätzen. Gegen 10 Uhr wurde es rund um das Offenburger Rathaus laut. Eine im Aufzug feststeckende Person musste dort von der Feuerwehr befreit werden, weshalb zwei Fahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn angerast kamen. Einige Menschen hielten vor dem Rathaus und sorgten sich um die Mitarbeiter.

Nicht nur im historischen Rathaus war Hektik angesagt, auch das Bürgerbüro war vom Stromausfall betroffen. Es konnten keine Dienstleistungen erfolgen, da das komplette System lahmlag. Auch hier waren alle froh, als der Strom wieder da war und die Anliegen der Bürger bearbeitet werden konnten. 

Außer der Feuerwehr war auch die Polizei gefordert. Im Kaufhaus Müller wurde die Situation offensichtlich ausgenutzt und es kam zu einem Diebstahl. 
Auch andere Dienstleister wie Friseurläden mussten ihre Arbeit kurze Zeit unterbrechen, da weder Licht funktionierte noch ein Fön eingesetzt werden konnte. In den umliegenden Cafés wurden die Gäste teilweise enttäuscht, da weder Kasse noch Kaffeemaschine funktionierten.

Lebensmittel verdorben

Auch die Metzgerei in der Steinstraße hätte auf den Stromausfall gerne verzichten können. Wie eine Mitarbeiterin sagte, müsse man nun den Inhalt von zwei großen Kühlräumen entsorgen und diese neu befüllen. 
Nach gut einer Stunde war es für die meisten in der Innenstadt ausgestanden: Der Strom war wieder da.

Info

Ursache ist laut E-Werk Mittelbaden noch ungeklärt

In der Offenburger Innenstadt lief der Strom bis zum Nachmittag zwar wieder, doch in Zell-Weierbach warteten die Menschen gegen 17 Uhr immer noch vergeblich auf den Strom. In einer Pressemitteilung hat das E-Werk Mittelbaden über den Stromausfall informiert und mitgeteilt, dass es wohl in der Innenstadt als auch in den Ortsteilen Rammersweier und Zell-Weierbach sowie der Gemeinde Schutterwald gegen zirka 9.30 Uhr zur Stromunterbrechung kam. Die Ursache des Ausfalls sei bislang noch ungeklärt.

Alle betroffenen Kunden in der Gemeinde Schutterwald konnten laut Pressemitteilung durch Umschaltungen bis zirka 13 Uhr wieder mit Strom versorgt werden. Infolge weiterer Umschaltungen seien auch Teile der Stadt Offenburg zu diesem Zeitpunkt wieder mit Strom versorgt worden. 

Die noch nicht versorgten Kunden im Süden der Innenstadt und in den Ortsteilen Rammersweier und Zell-Weierbach sollten mit Notstromaggregaten versorgt werden, was teilweise funktionierte. 

Vor Ort waren Monteure des Überlandwerk Mittelbaden im Einsatz, um die Fehlerstellen mit dem Kabelmesswagen einzugrenezen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

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