Gedenktag zum 9. November

Tagebücher von Victor Klemperer: Zeugnis der Verfolgung

Autor: 
red/flo
Lesezeit 2 Minuten
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07. November 2017

Victor Klemperer hat den Holocaust eindrücklich geschildert. ©dpa

Die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht am Donnerstag, 9. November, um 20 Uhr im Salmen beschäftigt sich mit den Tagebüchern von Victor Klemperer. »Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten« lautet der Titel der szenischen Lesung.
 

In der Nacht des 9. November 1938 wurden in Deutschland fast alle Synagogen in Brand gesetzt, Tausende jüdische Wohnungen und Geschäfte wurden verwüstet. Juden wurden verhaftet, misshandelt und getötet. In Offenburg zerstörten die Nationalsozialisten die damalige Synagoge im Salmen, zerschlugen die Einrichtung jüdischer Wohnungen und Läden und verschleppten zahlreiche jüdische Männer. Jährlich gedenkt die Stadt Offenburg am 9. November dieser Ereignisse.

Dieses Jahr stehen die Tagebücher von Victor Klemperer und das Überleben im Faschismus im Mittelpunkt. Der jüdische Literaturwissenschaftler Victor Klemperer durchsteht von 1933 bis zum Kriegsende zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Eva zunehmende Isolierung, Schikanen, Demütigung und ein Leben in immerwährender Angst vor Haussuchung und Deportation. Sein Tagebuch wird für Klemperer zur »Balancierstange, ohne die ich hundert Mal abgestürzt wäre«.

Die Tagebücher wurden zu einem einmaligen Zeugnis über den Alltag der Judenverfolgung. »Tausend Mückenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf. Ich beobachte, notiere die Mückenstiche«, lautet ein Zitat daraus. 
 

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Bezug zur Gegenwart

Kontrastiert werden diese Notizen aus Dresden mit audiovisuellen Beispielen aus der unmittelbaren Gegenwart. Es lesen Bärbel Krehl, Edgar Common und Dieter Neuhaus. Die audiovisuellen Beiträge kommen von Leonard Küßner, Jonathan Rieder und Christian Kessler.

Veranstalter ist der Arbeitskreis 9. November in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg.
 

INFO: Der Eintritt ist frei. Da die Besucherzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten – entweder per E-Mail an fb.kultur@offenburg.de oder telefonisch unter • 07 81 / 82 22 98.

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