"Tanzen pur": Mehr als 200 Akteure überzeugten

Autor: 
Rosa Harmuth
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juli 2017
Actionreich wie hier, aber auch ruhiger ging es bei der Tanzshow in der Reithalle zu.

Am Wochenende hat Julia Kircher die Tanzshow des Tanz- und Ballettstudios Marcus Wegel in der Reithalle präsentiert. Darsteller sämtlicher Altersklassen, Schwierigkeitsstufen und Stilrichtungen bewiesen mit einem vielseitigen Programm ihre großen Tanzkünste. 
 

Lebensfreude, Konzentration und Leidenschaft der mehr als 200 Akteure zogen am Samstag und Sonntag bei »Tanzen pur« in der Reithalle das Publikum in ihren Bann. Die Zuschauer ließen sich durch die Tanzshow der Tanzschule Wegel verzaubern von Choreografien mit ausgefallenen Kostümen und ausgewählten Requisiten. Das Schautanzen mit akrobatischen Elementen war anspruchsvoll. Romantisch, aber auch kraftvoll, steckte es voller Überraschungen.

Kinder der tänzerischen Früherziehung vollzogen eine reizvolle Verwandlung von der prallen 26-beinigen Raupe zum flatternden Schmetterling. Süß anmutende »Sahnetörtchen« tänzelten leichtfüßig zur »lieben kleinen Schwarzwaldmarie«. Der Song »Twist again« von Chubby Checker weckte die Schlafmützen aus ihren rot-weiß getupften Träumen. Szenenapplaus bestärkte die Jüngsten. Schon Sechs- bis Neunjährige beherrschten anspruchsvolle Handfassungen, boten ernsthaftes Ballett mit raschen Wechseln verschiedener Paare und Gruppen.

Weiter Spannungsbogen
Marsch, Polka, Walzer und Twist interpretierten die Tänzer ebenso eigenwillig wie Kompositionen von Jacques Offenbach, Gabriel Fauré, David Garrett und Yann Tiersen.Raffinierte Licht- und Tontechnik verband die Bilder auf der Großleinwand mit Figuren und Gegenständen. Unter dem weiten Spannungsbogen der Gegensätze trafen sich Stepp- und Jazztänzer im französischen Straßencafé. Seifenblasen schufen eine verträumte Atmosphäre vor dem Eifelturm.

Bei mystisch anmutenden Klängen, schaurigen Geräuschen und Nebelschwaden versank die Bühne kurz darauf im Vollmondlicht. Wie eine verschworene Gemeinschaft wirkte die Ballettgruppe zu »Coraline« von Bruno Coulais. Es gab russische Saitenmusik, einen rasend schnellen »Zorba’s Dance«, skurrile Landschaften und flirrende Lichtspiele auf der Tribüne. Wandernde Leuchtkreise versinnbildlichten Sandaufschüttungen vor unendlicher Wüste. Mit tänzerischer Ausdruckskraft zeigten die Akteure mit Gesten und Tanzbewegungen im Wechsel eine zerbrechliche und starke Seite, gefühlvoll und dann wieder völlig verloren.

Der zweite Teil war gekennzeichnet durch Tempo, Angriffslust und Spannung. Die Jazztanzchoreografie beinhaltete stark akzentuierte Rhythmen, Sprünge und Drehungen. Gleißendes Licht, Schatten, Dunkelheit und heftige Soundtracks entsprachen dem Lebensgefühl der Jugendlichen. Hip-Hop- und Jazztänzerinnen zeigten ein Feuerwerk von Bewegungsmöglichkeiten und eigentümlichen Aufstellungen: Sie schlugen Purzelbäume in blau-grauem Nebel, sprangen und rollten sich über den Boden, bevor die Körperhaltungen einfroren und sich wieder lösten. Weiße Blitze, dröhnende Musik und Sirengeheul mündeten in kreischenden Zurufen des Publikums für die rasante Vorstellung.

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Lieblingsstück am Ende
Über 40 Teilnehmer aus allen Gruppen tanzten das Finale zur Lieblingsmusik von Julia Kircher, im Kontrast von Schwarz und Weiß. Mit ausgeklügelter Technik entwarf Lichttechniker Reinhard Hug eine Art Luftspiegelung, passend zur mitreißenden Musik »Sher« (The Cracow Klezmer Band). In den gemischten Gruppen kam ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl zum Ausdruck. Neu war die Begleitung des Flamenco-Auftritts durch Steffen Roth am Cajon. Der Percussionist gab auch dem Finale einen besonderen Klang.

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