Begeisternde Variete-Show

Taschendieb-König in der Reithalle: Am Ende war die Uhr weg

Autor: 
Ursula Groß
Lesezeit 3 Minuten
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27. März 2018

(Bild 1/2) ©Iris Rothe

Spannend-spektakuläre Unterhaltung bot das »True Colors Varieté« mit dem Taschendieb-König Christian Lindemann am Wochenende bei fünf Aufführungen in der Reithalle. Zauber und Magie und ein bisschen Angst um die Geldbörse waren angesagt.
 

Spektakuläres­ Las-Vegas-Flair hatte das »True Colors Varieté« am Freitag auf die Bretter der Reithalle gezaubert. Es war der Premieren-Abend der Schau aus vielen unterhaltsamen Elementen. Rasant und atemberaubend folgten Tanz, Zauberei, Jonglage, Akrobatik und Taschenspielertricks. Allerdings schienen die rund 300 Gäste ein wenig angespannt auf ihren Sitzen. »Habe ich meine Geldbörse noch?«, denn als Top-Act war der Auftritt des »Königs der Taschendiebe« alias Christian Lindemann angekündigt. Manche duckten sich förmlich in ihre Sitze, hoffentlich kommt der nicht bis in die letzten Reihen hoch, flüsterten sich einige zu. 

Doch Christian Lindemann, »The King of the Pickpocket«, hatte ein gewisses Lächeln, so verschmitzt und nahezu diabolisch, dass man Unheil ahnen musste. Und warum mussten Robert und Inge in der ersten Reihe Ponchos tragen? Es schneite in der Reithalle, einer von vielen unglaublichen Zaubertricks von Christian Lindemann.  Und dann war auch noch Mitmachen angesagt, so die Ankündigung von Moderator Sebastian Rosenbaum. Keine Frage, die Stimmung der rund 300 Zuschauer, darunter waren viele Kinder, war sofort auf dem Punkt. Beifallsstufe drei, so die Anmoderation, also lautes Klatschen und Zurufen, musste nicht eigens eingeübt werden. 

Ziemlich entspannend waren dann zunächst die hübschen Tanznummern der Show-Girls und eines Tänzers im Stil der 50er-Jahre. Und auch der Star des Abends, der Taschendieb, kam mit etwas nostalgischem, erst mal gemütlichem Charme auf die Bühne. So harmlos war er dann doch nicht. Er sei in seinem Fach weltweit führend. Hatte als einziger Deutscher eine Starrolle im berühmten »Cirque du Soleil«. Doch die Zwischenteile des Programms hatten auch ihren Charme, sie waren in keinem Fall nur Füller. Am schwarzen Flügel intonierte Marc Zander »One million dollar…«. Auf Spitzenniveau präsentierte der Magier und Illusionist Jay Niemi seine Nummer. Da flatterten zur Überraschung des Publikums weiße Tauben und bunte Papageien durch die Reithalle. Eleganz und moderne Zauberkunst, das waren die großartigen Stilmittel seiner Schau.

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Riesigen Beifall gab es für die Ball-Jonglage von Dustin Huesca. Die Hula-Hoop-Nummer der jungen Uliana Khavrona, und die Handstand-Equilibristik (Christopher Togni), ließen ein wenig an den Weihnachtscircus erinnern. Die Offenburger sind eben zirkuserfahren, und konnten die hochwertigen Darbietungen in diesem Bereich mit echter Anerkennung würdigen. 

Ein wunderschön zelebrierter Tanz (Samuel Delvaux) folgte – dieser und das alles zusammen im Programm machten die »True Colors«-Show tatsächlich romantisch, lebendig und sehr unterhaltsam. Ein völlig unbeschwerter Abend gestaltete sich, mit Staunen und Lachen. 

Es ist nichts passiert, schien es. Alle Gäste waren noch im Besitz ihrer Handys, Schlüssel oder Brieftaschen. »Ich war schon vor Beginn der Veranstaltung im Foyer«, lachte der Taschendieb-König. »Ja, meine Lieben«, öffnete er sein Jackett, und da hingen sie hübsch aufgereiht in der Futterseite: die vielen, vielen Armbanduhren. Dass Lindemann auch völlig unbemerkt manchen Gürtel, die ein oder andere Krawatte oder gar eine Unterhose geklaut hatte, das löste verblüffte Lachstürme im bestens gelaunten Publikum aus.

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