Zwischen Ortenberg und Rammersweier

Kult-Status: Tausende beim Weinwandertag

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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03. September 2018
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Gut gelaunte Wanderer tummelten sich gestern auf dem Offenburger Weinwandertag und genossen ihren Spaziergang durch die herrlichen Reben im Offenburger Rebland. Manche Gruppe ließ es sich bei einem Picknick gut gehen. ©Ulrich Marx

Bei seiner 20. Auflage hat der Offenburger Weinwandertag wieder bewiesen, dass er Kult-Status hat. Tausende Weinliebhaber pilgerten entlang der 8,2 Kilometer langen Strecke zwischen Ortenberg und Rammersweier.

Wahrlich mit Kind und Kegel, teilweise ausgestattet mit Bollerwagen, haben gestern mehrere Tausende Weinfreunde die angenehmen, leicht herbstlich anmutenden Temperaturen zwischen 15 und 17 Grad Celsius sowie das umfassende Wein- und Speiseangebot an den sechs Ständen der Offenburger Weinbaubetriebe entlang der Wegstrecke genossen. Pünktlich um 11 Uhr ging OB Edith Schreiner mit ihrer mehrköpfigen Delegation mit vielen Ortsvorstehern und den Vertretern der Weinbaubetriebe in diesem Jahr nicht auf die Wegstrecke. Es war bereits 11.25 Uhr, als Gutsleiter Matthias Wolf den Startschuss für die 20. Auflage der Kult-Veranstaltung rund um den Wein gab. 

Zum Eröffnungsempfang mit einem 2014er Pinot-Sekt aus dem Hause Freiherr von und zu Franckenstein gesellten sich auch die Initiatoren des Offenburger Weinwandertags. »Ich ging damals zu OB Wolfgang Bruder und wir sprachen über das Image von Offenburg als Weinstadt. Neben dem Offenburger Weinfest und der Weinmesse gab es noch keine Veranstaltung,  die gerade die Offenburger Betriebe in den Fokus stellte«, betonte Hartmut Basler, damaliger Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Zell-Weierbach. Zusammen mit Hugo Haag vom Stadtmarketing, Winfried Köninger vom Weingut Schloss Ortenberg, Hubert Doll vom Weingut Freiherr von und zu Franckenstein und dem Geschäftsführer der WG Rammersweier, Gerhard Hurst, wurde 1999 der erste Weinwandertag auf die Beine gestellt. 

»Die Premiere war nicht der Hit, erst ab der dritten Auflage kamen die Besuchermassen«, erinnert sich Hurst. Heute steht bei jedem der sechs beteiligten Betriebe bereits die zweite Generation in der Verantwortung. 

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Publikum wird jünger

Kurz vor der Mittagszeit herrschte im Familienweingut Renner Hochbetrieb. Auch OB Schreiner ist mit Ehemann Bernhard und Bohlsbachs Ortsvorsteherin Nicole Kränkel-Schwarz vor Ort und genießt den von den Renners ausgebauten Gutswein. Die Besucher des Offenburger Weinwandertags sind in den vergangenen 20 Jahren deutlich jünger geworden. Gerade viele junge Erwachsene mit ihrem Freundeskreis genießen den Tag und die reichhaltige kulinarische Auswahl entlang der Wegstrecke. 
Bereits am Samstagabend feierten die Fessenbacher Winzer der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg einen Winzerhock. Auch gestern herrschte dort Hochbetrieb.  

Mit einem beeindruckenden Blick auf die Stadt werden die Wanderer auf dem Gelände Springmatt bei den Zeller Winzern der Weinmanufaktur begrüßt. Coque au Vin und Rinderbäckle stehen hier auf der Karte, genauso wie fair gehandelter Filterkaffee. Gegen 13 Uhr gab es am Stand des Weinguts Franckenstein unter dem weißen Kreuz in der Nähe der Wolfsgrube kaum noch ein Durchkommen. »Die müssten da fast eine Ampelregelung einführen«, scherzt Franziska Arnold aus Kehl. 

Die Besucher genießen den Tag und nehmen gern auch mal Wartezeiten von ein bis zwei Minuten in Kauf, um an ihren Lieblingswein zu kommen. »Wir sind mitten im Herbst. Bereits am Montag gehen wir an den Spätburgunder«, verrät Matthias Wolf vom Weingut Schloss Ortenberg. Auch bei den anderen Teilnehmern steht die Weinlese vor der Tür oder ist bereits in vollem Gange wie bei den Rammersweierer Genossenschaftswinzern. Auch hier, am nördlichsten Punkt des Offenburger Weinwanderwegs herrschte gestern großer Andrang. 

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