Oberharmersbach meldet "volles Haus"

Tausende Besucher: Reiz der Kilwi ist ungebrochen

Autor: 
Karl-August Lehmann
Lesezeit 3 Minuten
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03. September 2018

(Bild 1/2) Mal schieben, mal geschoben werden: Dicht gedrängt flanierten die Besucher der Markes zwischen den Ständen. ©Lehmann-Archiv

Der traditionelle Jahrmarkt der Kilwi Oberharmersbach zwischen Rathaus und Festzelt lockte am Sonntag Tausende von Besuchern an. Der Bummel zwischen den Ständen und ein Besuch im Festzelt scheinen für Einheimische und Gäste immer noch ein fest gebuchter Termin am ersten Septembersonntag zu sein.

Eingeladen zum Besuch der Oberharmersbacher Kilwi hatten in diesem Jahr der Gesangverein »Frohsinn« und die Miliz- und Trachtenkapelle. Die Musiker waren mit einer weiteren Aufgabe gefordert. Sie spielten am Sonntagmorgen zum Frühschoppenkonzert auf, das Alisa Jilg moderierte. 

Dass diese Unterhaltung ebenfalls wie ein Magnet der Oberharmersbacher ­Kilwi wirkt, zeigte der Zustrom nach dem Ende des sonntäglichen Gottesdienstes. Der reichlich gedeckte Mittagstisch im Festzelt lockte die Besucher in Scharen.
Derweil hatten die Musiker für eine ansprechende Atmosphäre gesorgt. »Marsch, Walzer, Polka, modern – eine bunte Unterhaltung« beschrieb Dirigent Siegfried Rappenecker seine musikalische Auswahl. Zum Abschluss seines Engagements in Oberharmersbach wollte er wohl noch einmal einen Teil des Repertoires aufführen, das in den vergangenen Jahrzehnten für die Erfolge seiner Musikerinnen und Musiker gestanden hatte.  

Gaumenschmaus

Bei diesen unterhaltsamen Weisen kam der Gaumenschmaus nicht zu kurz. Über 60 Helferinnen und Helfer vor und vor allem hinter der Theke hatten die Organisatoren aufgeboten, um den Andrang zu bewältigen. »Gastro-Jilg« zeichnete für den Mittagstisch verantwortlich, Hähnchen vom Grill und eine Curry-Wurst waren ebenfalls begehrt. 

Gerade das bunte Treiben zwischen den Ständen hat anscheinend nichts von seinem Reiz verloren. Über 100 Händler aus dem südwestdeutschen Raum haben sich um einen Platz beworben – genügend Gelegenheit also, um sich auf die Suche nach einem Schnäppchen zu machen. 

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Vom Ledergürtel über Schmierseifen und Tischdecken bis zu diversen Kleidungsstücken  oder dem Gemüsehobel und anspruchsvollen Küchenmessern reichte die bunte Palette der ausgelegten Waren.  
Nicht wenige Besucher waren mit der Bahn zum Fest gelangt, um nach dem Erlebnis der Kilwi in Oberharmersbach entspannt die Heimreise anzutreten. 

Derweil fand die musikalische Unterhaltung am Nachmittag mit »Polka satt« ihre Fortsetzung, um am Abend mit »Timo Kieske und seinen jungen Egerländern« einen gelungenen Abschluss zu finden. 
Bereits am Freitag und Samstag hieß es für viele Besucher: »Auf zur Kilwi!«.   Seit Jahren gehört der Rockabend zum Kilwiauftakt. »Mania«, das sind Manuel Hildebrandt und »Rockröhre« Sonja Himmelsbach, die Band »The Orfens« und »Red Hot«  sorgten für beste Musik und Stimmung.

Alpenrock kommt an

Einmal mehr hieß es am Samstagabend: Zelt ausverkauft! Über 1000 Besucher wollten nicht nur die »Bla-Bli-Bla-Blasmusik«, sondern auch »Volxrock« aus Südtirol hören. Den heimischen zehn Musikern  war der Part des »Warm up« zugedacht.  Diese Rolle wussten die Mannen um Sascha Huber stimmungsvoll zu besetzen. Ihre fetzige Unterhaltung trieb viele Besucher auf die Bänke, Dirndln und Lederhosen bestimmten das Bild. 

Diese Ausgelassenheit trug die Gäste aus dem Pustertal leichtfüßig ins Zelt. »Alpenrock« – dieses Schlagwort trifft wohl am besten das Programm von »Volxrock«, mit dem sie im Festzelt überzeugten. Ein kraftvolles musikalisches Auftreten, eine bunte Mischung aus solidem Rock und traditioneller Volksmusik: die Südtiroler Buben trafen den Geschmack des Publikums. 

Heute, Montag, klingt die Kilwi mit Kinderbelustigung, Handwerkervesper und Tanz mit »Cockpit« aus. 

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