Ortenberg

Teilumfahrung in Ortenberg wurde eröffnet

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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02. Juni 2017

Schnipp, schnapp: Bürgermeister Markus Vollmer, Alt-Bürgermeister Hermann Litterst, der Landtagsabgeordnete Thomas Marwein, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Staatssekretär Volker Schebesta (von links) schneiden das symbolische Band durch. ©Volker Gegg

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat am Freitag die 1,5 Kilometer lange Teilortsumfahrung Ortenberg freigegeben. Ab 14.25 Uhr konnte der Verkehr dort endlich fließen. 9,4 Millionen Euro wurden in die Trasse investiert, die Ortenberg vom Durchgangsverkehr entlasten soll. 

Das Medieninteresse, aber auch das Interesse der Bevölkerung Ortenbergs war am Freitag am frühen Nachmittag groß, als die einst viel diskutierte Teilortsumfahrung von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, Bürgermeister Markus Vollmer und zahlreicher Politprominenz eingeweiht wurde. Von einer »Zäsur für Ortenberg« sprach Bürgermeister Vollmer in seiner Begrüßungsrede. »Wir, und da meine ich die ganze Bevölkerung, werden von einer Last befreit.« 

Im März 1970 wurde zum ersten Mal eine Ortsumgehung im Gemeinderat diskutiert. »Da war ich gerade mal ein gutes Vierteljahr Bürgermeister«, erinnerte sich Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Hermann Litterst, der gestern ebenfalls anwesend war. Damals brausten rund 5000 Fahrzeuge täglich durch die Gemeinde, aktuell rechnet man mit dem vierfachen Verkehrsaufkommen. 

»Bedeutende Maßnahme«

»Die Teilortsumfahrung ist eine bedeutende Maßnahme für Ortenberg und Baden-Württemberg«, hob Vollmer weiter hervor. Der heutige Staatssekretär Volker Schebesta sowie auch der ebenfalls gestern anwesende Landtagsabgeordnete Thomas Marwein (Grüne), hätten die Finanzierung und die Durchführung massgeblich begleitet, so Vollmer weiter. 

Vor sieben Jahren wurde der Spatenstich für das 9,4-Millionen-Euro-Projekt vom damaligen Regierungspräsidenten Julian Würtenberger vollzogen. 260 Grundstücke und Teile davon mussten in dieser Zeit erworben, Hunderte von Grundstücksverkaufsgesprächen geführt werden. »Und manche Ortenberger hätten sich auch gerne eine andere Streckenführung gewünscht«, erinnerte sich der Bürgermeister. 

Ein gutes Ende

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»Es war eine lange Geschichte, die jetzt gut zu Ende geht«, bilanzierte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. »Der ländliche Raum braucht Entwicklungspotential, dazu gehört auch die Mobilität«, betonte sie. 106 Millionen Euro seien allein in den vergangenen Jahren ins Straßennetz investiert worden, gerade in Schwachstellen, so Schäfer. »Und das hier war eine Schwachstelle im Regierungsbezirk«, machte sie deutlich.

Schäfer schätzt die Entlastung des Verkehrsaufkommen im nördlichen Bereich der Ortsdurchfahrt bis zum Kronen-Kreisel auf 80 Prozent, während im südlichen Bereich rund 60 Prozent weniger Fahrzeuge zu sehen und zu hören sein werden.  Die Regierungspräsidentin lobte die Gemeinde, dass sie ihre Hausaufgaben in Sachen Landessanierungsprogramm bereits schon aktiv angegangen sei. »Seit 2015 ist Ortenberg im Förderprogramm, nutzen Sie die Gelegenheit, ihre Ortsdurchfahrt neu zu gestalten.«

 

 

Vollmer als Chauffeur

Nach dem obligatorischen Durchschneiden des Absperrbands spielte Vollmer mit seinem in den Landesfarben gehaltenen Oldtimer-VW-Käfer gerne für Schäfer, Schebesta und Marwein Chauffeur, um zum ersten Mal und noch vor der eigentlichen Verkehrsfreigabe die 1,5 Kilometer lange Strecke abzufahren. 

Info

Das wird noch gemacht

Die Umfahrung beginnt am Kreisel zwischen Ortenberg und Offenburg im Bereich der Einmündung des Südrings. Sie führt dann entlang der Schwarzwaldbahn und wird mit einem Kreisel an die Kreisstraße nach Elgersweier angebunden. Um die Anwohner vom Lärm zu entlasten, werden eine 200 Meter lange Lärmschutzwand bei »Obere Steine« und ein 350 Meter langer Lärmschutzwall zwischen Bruchstraße und Uhlgraben gebaut.

Sobald diese Wände fertig sind, kann der Verbindungsast zwischen Kreisstraße und Ortenberg freigegeben werden, teilt das Regierungspräsidium (RP) mit. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind die Bepflanzung der Straßenböschungen und Streuobstwiesen vorgesehen. Restarbeiten wie der Abbruch der alten Bahnbrücke und die Fertigstellung des Geh- und Radwegs werden noch bis zu den Sommerferien andauern.

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