Ortenau-Klinikum äußert sich zur Kündigung

Therapiezentrum darf bis Februar bleiben

Autor: 
Redaktion
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03. August 2019

Das Ortenau-Klinikum Offenburg hat den Mietvertrag für die Räume des Therapiezentrums gekündigt. ©Ulrich Marx

Sascha Gawlitzek, Geschäftsführer des BDH-Therapiezentrums, hat am Donnerstag Alarm geschlagen, weil das Ortenau-Klinikum Offenburg den Mietvertrag für die Räume der Einrichtung am Ebertplatz aufgrund von Eigenbedarf gekündigt hat. Nun hat sich das Klinikum gemeldet und alternative Räume im Krankenhaus Oberkirch angeboten – für Gawlitzek allerdings keine Alternative.

Nachdem das Ortenau-Klinikum Offenburg am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, versandte die Einrichtung gestern eine Pressemitteilung zur Kündigung des BDH-Therapiezentrums. Letzteres ist schon seit 15 Jahren Mieter auf dem Klinikareal am Ebertplatz und nutzt aktuell 570 Quadratmeter im Personalhaus.

Schon 2018 informiert

Die räumliche Situation am Ortenau-Klinikum Offenburg Ebertplatz sei seit Jahren beengt, heißt es in der Pressemitteilung. Dies gehe­ auch mit einem erhöhten Raumbedarf durch die strukturelle Weiterentwicklung des Ortenau-Klinikums einher.­ Daher habe die Verwaltungsdirektion bereits am 10. August 2018 Kontakt mit der Geschäftsführung des am Ebertplatz ansässigen BDH aufgenommen, um rechtzeitig auf den anstehenden Eigenbedarf des Ortenau-Klinikums an der Betriebsstelle Offenburg-Ebertplatz hinzuweisen. Im Nachgang dazu sei am 26. Juni 2019 offiziell gegenüber der Geschäftsführung des BDH die notwendige Kündigung fristgerecht zum 31. Dezember 2019 ausgesprochen worden.

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Das BDH-Therapiezentrum sei seit 17 Jahren ein vom Ortenau-Klinikum hochgeschätzter Partner in der ambulanten Versorgung von neurologisch erkrankten Patienten. Zu einer Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau gehöre auch die Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Daher sei es für das Ortenau-Klinikum von höchstem Interesse, die multi­professionale Behandlung, die das BDH-Therapiezentrum seinen Patienten biete, partnerschaftlich fortzusetzen. 

Aus diesem Grund hätten die Geschäftsführung des Ortenau-Klinikums sowie die Verwaltungsdirektion der Betriebsstelle Offenburg-Ebertplatz am 23. Juli das persönliche Gespräch mit dem Bundesvorstand des Bundesverbands Rehabilitation (BDH) geführt. Geschäftsführer Christian Keller habe ergänzend das Angebot unterbreitet, die Räumlichkeiten am Ebertplatz über den ursprünglich vereinbarten Kündigungstermin hinaus bis einschließlich 29. Februar 2020 im Sinne einer gesicherten Patientenversorgung zu nutzen. 

Bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten habe die Geschäftsführung des Ortenau-Klinikums dem BDH ebenso Hilfe angeboten. So könnten im nahegelegenen Ortenau-Klinikum Oberkirch zu fairen Konditionen adäquate und modern ausgestattete Therapieräume zum gewünschten Zeitpunkt angemietet werden. Mit einem Umzug in das nahegelegene Oberkirch biete das Ortenau-Klinikum dem BDH die Möglichkeit, weiterhin eng zusammenzuarbeiten und gemeinsam für die Menschen in der Ortenau da zu sein. 

BDH-Geschäftsführer Sascha Gawlitzek hatte allerdings gestern gegenüber dem OT betont, dass Oberkirch keine Alternative sei, da 250 der 350 Patienten aus dem Raum Offenburg kämen. Deshalb suche er händeringend 500 bis 600 barrierefreie Quadratmeter in Offenburg

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