Rammersweierer/Zell-Weierbacher Orchester brilliert

Toller musikalischer Neuanfang für Akkordeonspielring

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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24. März 2019

Das Orchester des Akkordeonspielrings Rammersweier/Zell-Weierbach mit Dirigent Patric Jockers bot ein überzeugendes Konzert. ©Regina Heilig

Mit einem außergewöhnlichen Doppelkonzert meldete sich der Akkordeonspielring Rammersweier/Zell-Weierbach nach zwei Jahren zurück. Der neue Dirigent Patric Jockers hatte aus Kehl-Kork das Harmonika-Orchester Jockers mitgebracht.
 

Es war ein mitreißendes und hochklassiges Konzert, das in der voll besetzten Festhalle Rammersweier die Zuhörerinnen und Zuhörer begeisterte. Gleichzeitig schwang eine leise Trauer mit: Das Orchester verneigte sich musikalisch vor den beiden Verstorbenen des letzten Jahres, Marita Eschbach und Jürgen Schmieder. 

Mit der Ouvertüre »Alcazar« von Llano, einem der Pseudonyme des bekannten Komponisten Kees Vlak, machte das Orchester des Akkordeonspielrings Rammersweier/Zell-Weierbach einen abwechslungsreichen Auftakt. Flott und leichtfüßig, dann wieder getragen und nachdenklich, spürt das Werk spanischen Weisen nach. Eine alte indianische Melodie, schwebend und feierlich, stand Pate für Teile von »Dakota« von Jacob de Haan. »Von – und heute Abend für Jürgen Schmieder«, wie Moderatorin Anja Hugle ansagte, spielte das Orchester dann die »Black Forest Travel«, die Reise durch den Schwarzwald einschließlich tickender Kuckucksuhren und der »Mühle im Schwarzwäldertal«. Marco Dufner und Nathalie Eschbach überzeugten mit Solo-Einlagen. Atemlos im Tempo, rauschhaft im Melodienreigen das Allegretto aus dem ersten Satz aus »Palladio« von Karl Jenkins. 

Mit dem ausdrucksvollen »Duofieber« stellte das Nachwuchs-Duo Anne Schebesta und Anja Altmann seine Könnerschaft am Akkordeon vor.

Eines ihrer Lieblingsstücke, nämlich das wunderschöne »Choco Flanel« von der »Grande Dame der Akkordeonmusik« Lydie Auvary, erklang als Andenken an Marita Eschbach, bevor die tolle »Tarantella arrabiata« von Hans-Günther Kölz und die umjubelte Zugabe »Eloise« den ersten Teil beendeten. 

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Meisterstück

Mit einem Rondo-Veneziano-Stück, das den reichen, satten Klang der Akkordeons bestens zur Geltung bringt, begann das Harmonika-Orchester Jockers nach der Pause. Mit dem Meisterstück »Music for a never made Movie« von Wolfgang Ruß-Plötz wird das Orchester des neuen Dirigenten des Akkordeonspielrings sogar in Kürze bei einem renommierten Wettbewerb antreten. Die wunderschöne Melodie von »Gabriel’s Oboe« gab dem Solisten Branco Kersic die Gelegenheit, mit seinem Können zu brillieren. Nicht nur das bekannte furiose Finale, sondern alle Melodiestränge der Filmmusik zu »Fluch der Karibik« lotet das Arrangement von Ronny Fugmann aus. Wie auch beim sich anschließenden »Tango Appasionado« zeigte das Harmonika–Orchester Jockers hier höchste Präzision und perfekt austariertes Zusammenspiel. Die rasante moderne Polka »Balkan-Fieber“ machte den Abschluss, bevor sich beide Orchester zu den Zugaben »Tico-Tico« (herausragend: Nicholas Jockers am Xylophon) und »MacArturs Park« zusammenfanden. 

Rauschender Applaus

Das Publikum bedankte sich mit rauschendem Applaus für das tolle Konzert und beglückwünschte den Akkordeonspielring zu einem würdigen musikalischen Neuanfang unter neuer Leitung.

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