Offenburg

Turnvater-Jahn-Staub ist längst abgelegt

Autor: 
Burkhard Ritter
Lesezeit 3 Minuten
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28. März 2001
In den 90 Jahren seines Bestehens hat sich der TuS Rammersweier von einer kleinen Gemeinschaft zu einem modernen Verein mit annähernd 800 Mitgliedern gemausert, der Sportinteressierten ein breites Spektrum an Freizeitbeschäftigungen bietet.
Offenburg-Rammersweier. Wie viele anderen Vereine hat auch der TuS Rammersweier eine wechselvolle Geschichte erlebt. Als sich 1911 junge Männer zusammenfanden, um den Turn- und Sportverein ins Leben zu rufen, taten sie es weniger, um Wettkämpfe auszutragen, sondern vielmehr aus Freude an der Bewegung und aus dem Wunsch heraus, sich innerhalb der sportlichen Gemeinschaft zu entspannen. Anfang der 30er Jahre wurde die erste Frauenriege unter der Leitung von Josef Ruf gebildet. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unterbrach die Aufwärtsentwicklung, und die Vereinarbeit ruhte bis 1946. 21 Jahre Ära Busam Die Wiedergründung des TuS fand am 16. Dezember 1950 im damaligen Vereinslokal »Kühler Krug« statt. 1953 wurde Bernhard Busam zum Vorsitzenden gewählt; er stand dem Verein dann bis 1974 vor. Von ihm, dem heutigen Ehrenvorsitzenden, gingen entscheidende Impulse aus. Unter seiner Vereinsführung wurden zum Beispiel im Jahr 1964 freundschaftliche Bande mit dem französischen Verein Etoile sportive aus Héry in Nordburgund geknüpft, die bis heute Bestand haben. 1969 war das Gründungsjahr für die Abteilungen Faustball und Gymnastik. Damals galt es, mehr sportliche Aktivitäten für die gestiegenen Freizeitansprüche anzubieten. 1971 folgte die Abteilung Tischtennis und 1976 die Seniorengymnastik. Mit dem Bau der Turn- und Festhalle 1972 konnte der TuS endlich einen geregelten Sportbetrieb aufnehmen. In jenes Jahr fällt auch die Gründung der Jedermann-Gruppe. In den 80er Jahren wurde das sportliche Angebot laufend erweitert. 1983 gründete sich die Abteilung Volleyball, und seit 1984 gibt es beim TuS eine Leichtathletikgruppe mit dem Ziel, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen. Konform mit dem Zeitgeist 1990 trennten sich die Abteilungen Fußball und Faustball vom TuS, um einen eigenständigen Verein zu gründen. Seit 1992 wird vom TuS auch »Gesundheitssport« offeriert. Zur Wirbelsäulengymnastik gesellte sich vor zwei Jahren die Walking-Gruppe, und seit Beginn dieses Jahres gibt es Kurse mit Übungen zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Die Abteilung Gymnastik wurde 1999 mit Aerobic erweitert, und im vergangenen Jahr wurden erstmals Inliner-Kurse für Erwachsene gestartet. Die TuS-Vorsitzende Carola Röck, die den knapp 800 Mitglieder zählenden Verein leitet, versteht es seit mehr als 16 Jahren, den Turn- und Sportverein zukunftsorientiert zu führen und ihm immer wieder neue Impulse zu geben. Sie und ihr Vorstandsteam sind sich sicher, dass mit dem Bau des neuen Vereinsheimes, der in Kürze in Angriff genommen wird, eine neue Ära in der 90-jährigen Vereinsgeschichte beginnt.

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