Tourismusverein zog Bilanz

Übernachtungen: Durbach liegt weiter auf Platz drei im Kreis

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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16. Juli 2020
Die Übernachtungszahlen in Durbach sind im Jahr 2019 erneut gestiegen. Zur Attraktivität der Gemeinde tragen auch die Premiumwanderwege bei.

Die Übernachtungszahlen in Durbach sind im Jahr 2019 erneut gestiegen. Zur Attraktivität der Gemeinde tragen auch die Premiumwanderwege bei. ©Volker Gegg

Die Gemeinde Durbach hat auch 2019 bei den Übernachtungszahlen zugelegt – zum zwölften Mal in Folge. 220 255 Übernachtungen wurden gezählt. Und Durbach will noch an Attraktivität zulegen.

2019, das Jahr vor Corona, war für das goldene Weindorf Durbach in Sachen Tourismus ein durchaus erfolgreiches Jahr, wie Simon Vollmer, Geschäftsführer des Durbacher Tourismusvereins, am Dienstagabend in der Hauptversammlung in der Steinberghalle bilanzierte. In allen Unterkunftskategorien, von den Hotels bis hin zum Wohnmobilstellplatz, konnte gegenüber dem Vorjahr ein sattes Plus verbucht werden. 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 220 255 Übernachtungen gezählt – ein Zuwachs von 3,32 Prozent gegenüber dem Vorjahr (213 165 Übernachtungen). Mit einem Plus von 6,04 Prozent wurden mit 23 039 Übernachtungen die Ferienwohnungen besonders stark nachgefragt. Darüber hinaus erbrachten die beiden Wohnmobilplätze mit 3153 Übernachtungen einen Zuwachs von 5,77 Prozent gegenüber 2018. Es wurden dort 59 955 Gäste gezählt –  2,26 Prozent mehr als noch im Vorjahr.  Bei den gewerblichen Übernachtungen (mindestens zehn Betten) wurden im vergangenen Jahr 200 813 Übernachtungen registriert. 

Damit steht Durbach im Ortenaukreis nach Rust (1,3 Millionen) und Kehl (264 918) nach wie vor auf Platz drei im Landkreis. Offenburg liegt mit 183 861 Übernachtungen auf Rang fünf. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,9 Tagen bleiben die Gäste in Durbach übrigens 1,3 Tage länger als im gesamten mittleren Schwarzwald. 

„Das bedeutet auch, dass wir im zwölften Jahr in Folge bei den Übernachtungszahlen und Gästezahlen zulegen konnten“, freute sich der Vorsitzende, Bürgermeister Andreas König. Und Vollmer ergänzte: „Für dieses Jahr müssen wir allerdings sehen. Nach den Beschränkungen sind die Buchungen wieder angelaufen. Die Ferienwohnungen sind sehr gut belegt und auch in den Hotels sieht es derzeit wieder gut bis sehr gut aus.“ 

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König dankte für die Wegeunterhaltung und für neue Ideen ausdrücklich seinem Stellvertreter Karl Werner sowie Alfons Schmiederer, die im Ehrenamt die Wege freihalten, Schilder erneuern und auch das Mobiliar ständig auf Vordermann bringen. Dafür erhielten Schmiederer und Werner vom Vorstand einen Essensgutschein überreicht. Darüber hinaus hat Franz Kopf aus dem Sendelbach auf seinem Grundstück entlang des Premiumwanderwegs für die Nutzer einen gemütliche Wanderpavillon errichtet. 
Mit dem Beschilderungswirrwarr im Ortskern soll laut Vollmer bald Schluss sein. Bereits der Gemeinderat entschied sich für eine einheitliche Beschilderung an zentralen Orten. So soll auf dem Festplatz eine zentrale Informationsstele aufgebaut werden. 

Tourist-Info ins Clubheim

Mittelfristig ist vorgesehen, die Tourist-Info im Wein- und Heimatmuseum in das heutige Clubheim am Graf-Metternich-Stadion zu verlegen. Vorteil: Vom zentralen Parkplatz wäre die Infostelle direkt zu erreichen. „Darüber hinaus haben wir von der Tourist-Info auch mehr Raum zur Verfügung, zum Beispiel für einen Besprechungsraum“, erläuterte Vollmer. Mit dem Beitritt in die Nationalparkregion erhofft er sich Synergieeffekte durch gemeinsame Werbemaßnahmen und Messeauftritte. 

Einen Fokus in ihrer Arbeit möchte die Tourist-Info zukünftig auf die Radfahrer und E-Bike-Nutzer legen. So soll laut Vollmer eine aktuelle Radfahrkarte erstellt werden. 

Darüber hinaus plant der Kreis mit dem Sagenrundweg „Melusine“ auf Durbacher Gemarkung einen neuen Rundweg. „Die Beschilderung ist schon da, muss eigentlich nur noch angebracht werden“, verriet der Geschäftsführer. Darüber hinaus sei eine neue Wanderkarte „Renchtal-Durbach“ im Auftrag der Nationalparkregion in Arbeit. 
 

Info

Wahlen

Josef Werner, Vorsitzender des Wein- und Heimatmuseums, zollte den Vereinsmitgliedern großes Lob. Bei den Wahlen wurden sämtliche bisherigen Positionen einstimmig bestätigt. So bleibt Bürgermeister König, seit sechs Jahren im Amt, weiterhin Vorsitzender des Tourismus Durbach e.V. und Karl Werner sowie Stephan Danner seine Stellvertreter. Als Beisitzer fungieren Christian Huber, Cathrin Moen, Rita Halter, Wulf Meueler, Simone Huber, Sabine Albert und, neu im Amt, Christine Schanz. Kraft Amtes vertritt Gemeinderätin Sabine Dogor-Franz den Rat im Verein. 
 

Hintergrund

Besuchermagnete und Investitionen

Als Besuchermagnete erweisen sich die drei zertifizierten Premiumwanderwege, wie Geschäftsführer Simon Vollmer berichtete. Alleine das Feedback über Bewertungsplattformen und über die Social-Media-Kanäle sei „überwältigend“ und reiche von „Dieser Weg ist eine Offenbarung“ bis zu „Mein absoluter Favorit unter den Genießerpfaden“. 

Besonders der „Durbacher Weitblick“ und der „Sieben-Höfe-Weg“ hätten es den Nutzern angetan. Die Hofbesitzer und der Verein hätten dafür einiges getan. Die Hofbesitzer machten den Wanderern ein breites Angebot, „und auch vieles Mobiliar wurde entlang der Strecke ergänzt oder neu gestaltet“. So könnten Wanderer seit Neuestem auch eine Himmelsschaukel unterhalb des Heidenknies zum Ausruhen nutzen. 

Das Jahr 2019 war für den Durbacher Tourismusverein auch ein finanziell erfolgreiches Jahr, in dem deutlich schwarze Zahlen geschrieben werden konnten, wie Simon Vollmer bei der Vorstellung des Geschäftsberichts bilanzierte. 
Auch für 2020 hofft der Verein auf ein positives Ergebnis, da keine größeren Investitionen vorgesehen sind. Investitionen sind allerdings im Zusammenhang mit dem Thema „Open Data“ vorgesehen. 

Damit sollen Homepage und Social-Media-Informationen kompatibel gemacht werden für sämtliche Suchmaschinen und Informationsplattformen. Auch die gewerblichen Zimmervermieter und Anbieter in Durbach sollten laut Vollmer ihre Daten auf das neue Format umstellen, um digital auf dem Laufenden zu sein. 

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