Bürgergemeinschaft Offenburg Nord-Ost wird 50 Jahre alt

Überraschung bei der Jubiläums-Gala der Bono

Autor: 
Ursula Groß
Lesezeit 4 Minuten
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10. Juni 2018

(Bild 1/2) Staatssekretär Volker Schebesta (von links) verlieh an Bono-Vorsitzenden Roland Köhler, der von seiner Partnerin Cordula Hoferer begleitet wurde, die Silberne Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. ©Ulrich Marx

Mit einer festlichen Jubiläums-Gala feierte am vergangenen Freitag die Bürgergemeinschaft Offenburg Nord-Ost (Bono) ihr 50-jähriges Bestehen im Schillersaal. Im Programm gab es eine große Überraschung. 

Bewegend, überraschend und von einem beispielhaften Gemeinschaftssinn geprägt, feierte die Bürgergemeinschaft Offenburg Nord-Ost (Bono) am Freitag ihr 50-jähriges Bestehen im Schillersaal mit einem Galaabend.  Bewegend waren die Gratulationsofferten an die Bürgergemeinschaft, die seit einem halben Jahrhundert konstant ehrenamtliches Engagement für ihren Stadtteil erbringt. 

Vorstandsvorsitzender Roland Köhler und Moderator des Abends, richtete zu Beginn sein Grußwort an die illustre Gästeschar: Prominenz aus der lokalen Politik, Vorstände aller Bürgervereinigungen und dem örtlichen Gemeinwesen sowie an die zahlreichen Bürger, Helfer der Bono und natürlich an seine Mitglieder. 

Unter letzteren waren noch Menschen, die das Gründungsjahr 1968 miterlebt hatten. Sozialbürgermeister Hans-Peter Kopp hatte in launiger Ansprache zuerst versichert, dass man ihn angesichts des umfangreichen Abendprogramms angehalten habe, seine Rede im »Minirock-Format« zu halten, aber er es sich doch nicht nehmen lasse, zu gratulieren und anzuerkennen, »dass die Bürgergemeinschaft Offenburg Nord-Ost eine zentrale Position im städtischen Leben einnimmt«. 

Gerade der historische Schillersaal sei ein Beispiel für gelungenes bürgerschaftliches Engagement. Die Bono hatte sich damals für dessen Erhalt stark gemacht. Zusammenhalt ist der Schlüsselbegriff, den die Bono mit Gemeinschaftserlebnissen fördert und weckt. Das schaffe Identität für die Bürger, so Kopp. Er dankte auch im Namen von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner allen, die sich im Laufe des halben Jahrhunderts eingebracht haben.  Das kleine, feine Wortspiel: »Bono heißt die Gute.« 

»Eine Leistung«

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»50 Jahre lang eine Gemeinschaft am Leben zu erhalten, das ist eine Leistung«, würdigte Robert Schulz, Vorstandsvorsitzender der Bürgervereinigung Offenburg-Uffhofen, im Namen des Arbeitskreises Bürgergemeinschaften. 
Völlig überraschend kam dann eine hohe Ehrung von Staatssekretär Volker Schebesta (CDU). Roland Köhler, seit dem Jahr 1992 einer der Leistungsträger der Bono und seit 2001 ihr Vorsitzender, wurde mit der Silbernen Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Schebesta zitierte ein Zitat aus der Festschrift der Bono: »Gegen die Entpersönlichung des Menschen«, wirke die Gemeinschaft und der Zusammenhalt. 

»Durch die Bono können Menschen Heimat erleben.« Ein sichtlich überraschter und gerührter Roland Köhler, dem seine Partnerin Cordula Hoferer auf der Bühne zu Seite stand, gab den Dank umgehend an seine Mannschaft zurück. Ohne die Mitglieder, Aktiven im Vorstand, die vielen Helfer, Freunde, Sponsoren, und vor allem ohne die Frauen der Gemeinschaft, wäre eine solche ehrenamtliche und langjährige Herausforderung nicht zu stemmen. 

Denn die Bono zählt mit zu den großen Bürgergemeinschaften – viele Feste, Unternehmungen und Angebote sind in ihrem Jahresprogramm für die Bevölkerung weit über die Oststadt hinaus beinhaltet. Welchen Stellenwert eine langjährige Treue zur Gemeinschaft hat, zeigte die Ehrung der Gründungsmitglieder. Darunter befinden sich Marga Wolber und Walter Wolber, der seit 50 Jahren als Schatzmeister fungiert. Geehrt wurden auch die Mitglieder, die seit Beginn an dabei sind: Familien Benz, Bächle, Bürkelbach, Erika Donner, Eli Fehrenbach, Familie Manfred Führer, Elsbeth Hasenfratz, Edeltraud Hoferer, Else Hug, Eberhard Kilius, Reinhard Männle, Michael Nitze, Hans-Peter Busam und natürlich der stets aktive Hans-Peter Rappenecker. 

Entwickelt sich weiter

Im Rückblick, den Roland Köhler moderierte, wurde an die Gründungsväter der Bono, unter anderen Ferdinand Enz, Kilian Schenkel und Bruno Rössner, erinnert. Die Bono steht seit 50 Jahren auf festen Füßen, ist aus dem Stadtteil nicht wegzudenken und entwickelt sich stetig weiter. Das zeigte nicht zuletzt das moderne und ansprechende Gala-Abend-Programm am Freitag. 

Ein schickes Buffet, eine stilvolle Saaldekoration und die charmante musikalische Unterhaltung durch das Salonorchester Ortenau bot den zahlreichen Gästen einen gelungenen Abend. Die Festschrift »50 Jahre Bürgergemeinschaft Offenburg Nord-Ost« in einer Auflage von 5000 Exemplaren wird demnächst an alle Haushalte verteilt.
 

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