Preise sind explodiert

Unmut in Biberach übers Kostengrab Feuerwehrfahrzeuge

Von Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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23. Februar 2024
Die Feuerwehr Biberach möchte einen MTW, wie er ähnlich auf diesem Symbolfoto zu sehen ist. Die Kosten dafür sind allerdings deutlich höher als zuvor angesetzt. 

Die Feuerwehr Biberach möchte einen MTW, wie er ähnlich auf diesem Symbolfoto zu sehen ist. Die Kosten dafür sind allerdings deutlich höher als zuvor angesetzt.  ©Archiv

Biberach ärgert sich über steigende, hohe Preise bei der Beschaffung notwendiger Einsatzfahrzeuge für die Feuerwehr. Der neue Mannschaftstransportwagen könnte deshalb gebraucht gekauft werden.

 Die Neubeschaffungen von Fahrzeugen für die Feuerwehr Biberach bleibt aus Sicht der Kommune ein regelrechter Alptraum. Bereits der Weg hin zu einem neuen LF20KatS, das nach jetzigem Stand Ende 2025 ausgeliefert werden soll, erweist sich als lang und steinig. Aufgrund der engen Anbieter-Situation steigerten sich die Kosten dafür gegenüber dem ursprünglichen Ausgangspunkt auf rund 530.000 Euro. Der Auftrag konnte unlängst aber immerhin erteilt werden, wie Fachbereichsleiter Mathias Becker in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verlauten ließ.

Zur nicht enden wollenden Geschichte entwickelt sich ein ebenfalls angedachter Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Wehr. Dazu hatte die Verwaltung keine allzu ermutigenden Neuigkeiten im Gepäck. Vergangenen Dezember war der Beschluss zur Anschaffung abgesetzt worden, weil die Angebotsprüfungen durch die beauftragte Agentur Wieseke noch nicht abgeschlossen waren.

Nun wurde mitgeteilt, dass das Ergebnis der beschränkten Ausschreibung in den Losen Fahrgestell und Aufbau über 50 Prozent oberhalb des ermittelten Kostenrahmens von 65.000 Euro liegt. In einem ersten Schritt wurde daher auf Initiative der Verwaltung hin in Absprache mit dem Bieter die Bindefrist für beide Lose bis April verlängert. Bindefrist bedeutet, der Anbieter garantiert bis zum vereinbarten Zeitpunkt, sein bestehendes Angebot in gleicher Höhe aufrecht zu erhalten.

Unmut im Gemeinderat

Im Rat machte sich – einmal mehr bei dieser Thematik – Empörung breit. Hans-Peter Fautz (FWB) wurde wütend: „Es ist unvorstellbar, was in diesem Metier passiert, wenn man sich die Marktsituation betrachtet.“

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Auch Bürgermeister Jonas Breig konnte die Entwicklung angesichts einer vergleichsweise „kleinen“ Maßnahme, einem Bus in „einfacher Ausführung“, nicht nachvollziehen.

Alternativ werden seitens der Gemeindeverwaltung nun auch zwei weitere Wege eingeschlagen.

Zum einen wird für den späteren Neuausbau die Beschaffung eines gebrauchten Fahrgestells eruiert. Zweite Alternative ist die aufgenommene Suche zur Beschaffung eines gebrauchten, fertig ausgebauten MTW. In letzterem Kontext wies die Verwaltung auf zu berücksichtigende Fördersummen hin. Bei einem gebrauchten Fahrzeug, das bis zu maximal fünf Jahre alt sei, würden anteilig 4.400 Euro gefördert, im Falle eines Vorführfahrzeugs bis zu 90 Prozent der maximalen Förderung, nämlich 11.700 Euro.

Zum weiteren Vorgehen ließ Bürgermeister Breig zum Ende dieses informellen Tagesordnungspunkts unmissverständlich anklingen. Sollte sich die Sachlage binnen der kommenden zwei Monate kostentechnisch nicht darstellbarer aus Biberacher Sicht entwickeln, werde dennoch definitiv vorgegangen. „Im April wird eine Entscheidung zum MTW fallen“, so Breig eindeutig.

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