Schutterwald/Hohberg/Neuried

Unsere Botschaft ist noch wichtig

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20. September 2019

Verena Sester ergänzt als neue Pastoralreferentin das Team der Seelsorgeeinheit. ©privat

Die Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried hat Verstärkung bekommen: Verena Sester wird morgen, Sonntag, als neue Pastoralreferentin ins Amt eingeführt. Wir sprachen mit ihr über Gott, die Kirche, die Seelsorgeeinheit und die Ökumene.

 Frau Sester, schildern Sie unseren Leserinnen und Lesern doch bitte, was Sie als Pastoralreferentin so machen?

Verena Sester: Meine konkreten Aufgabenfelder in der Seelsorgeeinheit Schutterwald-Hohberg-Neuried werden in den kommenden Wochen in Absprache mit meinem Team erst noch festgelegt. Ein Teil meiner wöchentlichen Arbeitszeit verbringe ich in der Realschule Neuried, wo ich sechs Stunden die Woche Religion unterrichte. 
Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl möglicher Aufgabenbereiche für Pastoralreferentinnen und -referenten – wie Jugendarbeit, Firmkatechese, Erwachsenenbildung, Gottesdienste vorbereiten und feiern, Beerdigungsdienst, Gremienarbeit, Erarbeitung neuer Konzepte und dergleichen mehr.  

 War Pastotalreferentin  immer schon Ihr Berufswunsch?

Sester: Ich hatte auch mal andere Ideen, etwa Buchhändlerin oder Psychologin. Irgendwann im Jugendalter kam der Beruf der Pastoralreferentin dann zu meinen Optionen dazu – nach dem Abitur hat sich das dann verfestigt. 

Welche Ziele haben Sie sich als Pastoralreferentin gesetzt?

Sester: Jetzt möchte ich erst mal richtig hier ankommen und die Menschen in der Umgebung kennenlernen. Ich habe Gott ganz lebendig erfahren und möchte anderen diese Erfahrung auch ermöglichen. Mir ist es wichtig, dabei auch immer wieder die eigene Komfortzone zu verlassen und besonders diejenigen in den Blick zu nehmen, die zunehmend an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. 

Wie würden Sie Ihre Beziehung zum lieben Gott bezeichnen?

Sester: Gott ist der Grund, auf dem ich stehe, er ist jemand, dem ich mich persönlich anvertrauen kann. Er ist immer da.

Wie oft beten Sie am Tag?

Sester: Das ist nicht so einfach zu sagen. Es gibt für mich eine kurze Zeit am Abend, etwa zehn Minuten, in denen ich innehalte und den Tag – das Gute und das Schlechte – mit Gott anschaue und es in seine Hand lege. Aber ich bin den Tag über immer wieder in Kontakt mit ihm, versuche mich innerlich auf ihn auszurichten, mich ihm zu öffnen. Das ein oder andere Stoßgebet ist auch dabei.

Was entgegen Sie jemandem, der nicht an Gott glaubt?

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Sester: Ich würde nichts entgegnen, sondern nachfragen und zuhören. Und wen es interessiert, dem erzähle ich gerne, warum ich glaube.

Die Lage der großen christlichen Kirchen ist schwierig – wie motivieren Sie sich für Ihre Arbeit?

Sester: Mir geht es nicht darum, die Kirche um ihrer selbst Willen zu erhalten, sondern ich glaube, dass unsere Botschaft und das, was wir erleben, immer noch wichtig für die Menschen, für unsere Gesellschaft, ist.

Und wie motivieren Sie Ihre Gemeinde, sich in die Kirche einzubringen?

Sester: Ganz viele sind ja sehr motiviert! Wichtig ist, dass die Menschen in ihrem Potenzial gefördert werden, sich entfalten können und das, was sie tun als sinnstiftend erleben. 

Die Gemeinden einer Seelsorgeeinheit sind manchmal schwer unter einen Hut zu bringen – wie gelingt das?

Sester: Hier in der Seelsorgeeinheit gibt es ein gemeinsames Leitbild (»Gott begegnen. Vielfalt leben«) unter dem es genug Raum gibt, in dem jede Gemeinde ihre Schwerpunkte setzen kann. Das Gemeindeleben vor Ort wird hier gefördert.

Alle drei SE-Gemeinden haben starke evangelische Gemeinden – wie kann Ökumene fruchtbar sein?

Sester: Gegenseitige Wertschätzung und echtes Interesse aneinander sind wichtig. Wir haben so viel Wesentliches, das uns eint! Letztlich lebt Ökumene von gelingenden Beziehungen zwischen Menschen. 

Ist Ihr Engagement befristet? Will heißen: Werden Sie irgendwann wieder abgerufen?

Sester: Die Stelle ist für länger ausgerichtet. 

Sonntag ist um 10.45 Uhr feierlicher Gottesdienst mit Verena Sesters Einführung als Pastoralrefereentin in der Pfarrkirche in Ichenheim.

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