Gäste aus Lichtenstein mit besonderer Show in Fessenbach

Unterhaltsamer Brauchtumsabend mit vielen Beiträgen

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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12. Februar 2019
Die Reblandzünfte beim Finale, vorne Zunftmeister Uli Litterst.

Die Reblandzünfte beim Finale, vorne Zunftmeister Uli Litterst. ©Ursula Haß

Unterhaltung mit Show, Gesang und ganz vielen Tanzbeiträgen gab es beim Brauchtumsabend der Reblandzünfte. 130 Akteure brachten Narretei, Komödie und viel Spaß in die Reblandhalle. Ein großer Zuspruch herrschte auch bei der  Rebland-Narren-Party in den Zelten.

Mit einem perfekten Auftritt der sechs Reblandzünfte mit den Eseln, Teufeln, Kropfjoggeln, Wadeklopfern, Winschlotzern, Burgunder- und Feuerhexen, Wildsauen, Zigeunern,  Wölfen und natürlich den Rebknörpli und Krottestechern begann der Einmarsch in die Reblandhalle, die vollbesetzt war. Doch nicht der obligatorische Fanfarenzug Zell-Weierbach zog mit Getöse in die Halle, sondern die Schottenkapelle »Zulutt« aus Ebersweier. Und Zunftmeister Uli Litterst, der unter anderem alle Präsidenten, Zunftmeister und Stellvertreter sowie die Ortsvorsteher und Bürgermeister aus den Reblandorten, willkommen hieß, klärte die Sachlage auf. 

»Verschnupfte« Zeller

»Sie sind noch etwas verschnupft wegen der ›Maibaum-Geschichte‹«, erklärte der Zunftmeister die Abwesenheit des Zeller Fanfarenzugs und des Ortsvorstehers. Gar nicht verschnupft präsentierten sich dagegen die »Rebland-Rapper«, Moritz und Ina Litterst (»Ohne Litterscht geht’s nit widdersch«), die lustig durchs Programm führten. 

Los ging es mit den Tanzformationen, zunächst den »Knörpli-Kids« unter  der Leitung von Lotta Bürkle, gefolgt von den Zeller »NB-Kids« mit Melanie Lampert. Mit tollem Tempo, sehr sexy angehaucht, war dann der Auftritt der Tanzgruppe »Ratuna« mit acht Mädels und Marcus Dürrmaier aus Rammersweier (Leitung Saskia Uhl). Als ultimative »Kischderocker« entpuppten sich auch die »Wildsaue vom Klingelberg« (Leitung Franziska Lux), die über die Bühne rockten. Es flogen die Kisten, allerdings ohne Inhalt. 

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Natürlich durften die »Wanderer aus dem Rebland« (Uli Litterst und Beni alias Moritz Litterst) nicht fehlen. Denn sie glossierten wieder aufs Trefflichste lustige und schaurige Reblandgeschichten, so den »Maibaum-Kriminaltango«,  die »jüngsten« Zunftmeisterwechsel und den Auszug der Fessenbacher Vinothek, die als »Swingerclub« infrage käme. Aber auch die Ortsvorsteher bekamen ihr Fett weg, so Horst Zentner mit seinen Hühnern, Trudpert Hurst mit dem »Dächle« über dem Wolfsbrunnen. Und Paul Litterst sei jetzt auch dank seines Interviews in Amerika »very« bekannt.  

Dass Andreas König nun auch selbst »vergnügungssteuerpflichtig« sei, beruht auf der neu eingeführten Vergnügungssteuer in Durbach. Da kamen die drei Kropfjoggel-Mädels aus Eberschwier, Karin und Lisa Schwartz sowie Melanie End gerade richtig, denn sie verarzteten kompetent die malträtierten Zunftmeister und Ortsvorsteher ob ihrer »Blessuren« mit Rührei oder falschen Tabletten. 

Nach einer Pause mit »Felix & Bernie«, die für die musikalische Stimmung am Abend sorgten, ging es Schlag auf Schlag weiter.  Ein absoluter Hingucker war die »Sprech-Gesang-Mini-Play-Back-Show-Rebland« aus Zell-Weierbach, die 13 Mädels begeisterten. Dann war das NCE-Ballett Ebersweier unter der Leitung von Lea Morgenthaler an der Reihe – es war Spitze, was die 22 Mädels auf der Bühne absolvierten. Eine rockige Parodie präsentierten »Die Dubel« aus Durbach (Tino Ziegelmaier), die Rammersweierer glänzten mit einem »Hupfdohlen-Westerntanz« (Leitung Heidrun Pinow).  Eine Augenweide waren auch die Zeller NB-Girls mit Lena Köther und die Knörpli-Girls aus Fessenbach mit Lotta Bürkle und Jana Hugle, die den Abschluss bildeten. 

130 Akteure gemeinsam

Zum Finale versammelten sich 130 Akteure auf der Bühne und erhielten viel Beifall. Dann präsentierte die »Guggamusik Plünderhüüsler« aus dem liechtensteinischen Schaan 
ihre mitternächtliche Show »Methoda 2019«: Es gab kämpferische Musik, starke Krieger und Helden mit gruseligen Masken. Auch bei der Narren-Party auf dem Parkplatz und im Schulhof beim Musikverein, den Schlagerfreunden und der Feuerwehr ging die Post ab. 

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