Rat gibt grünes Licht für ein besonders gestaltetes Feld

Urnengräber für Windschläg

Autor: 
Karl Joggerst
Lesezeit 2 Minuten
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09. September 2018

Skizze des geplanten neuen Grabfeldes. ©Ortsverwaltung Windschläg

Einstimmig sprachen sich die Ortschaftsräte für ein weiteres Urnengrabfeld aus – mit historischen Grabkreuzen darin.

Die Ortsverwaltung wird auf einer Freifläche auf dem Friedhof ein weiteres Urnengrabfeld mit cirka 22 Plätzen anlegen, in diesem sollen auch historische Grabkreuze integriert werden. Mit dem Anlegen dieses geplanten Grabfeldes soll an das frühere Aussehen des Friedhofes erinnert und der Wandel dokumentiert werden, so Ortsvorsteher Ludwig Gütle in der Sitzung des Ortschaftsrats am Mittwoch.

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Bereits beraten

Schon im Juli hatte man erstmals darüber beraten, dabei kristallisierten sich einige gestalterische Vorschläge heraus. In der jüngsten Sitzung wurde ein überarbeiteter Gestaltungsplan einstimmig verabschiedet. Das Grabfeld soll in der Nähe des Friedhofkreuzes, hinter der Reihe der Pfarrergräber und den Gräbern der Luftangriffsopfer vom 27. November 1944 angelegt werden, die Pflegekosten der Grabanlage übernimmt die Ortsverwaltung.
Bei der neuen Grabanlage handelt es sich um eine für Angehörige »pflegefreie Grab­art«, die Fläche wird mit Rasen überwachsen. Ähnlich wie bei der Baumbestattungsfläche soll pro Grab eine Steinplatte mit Namen und Lebens-Daten tief genug in den Rasen eingelassen werden, so dass dieser problemlos gemäht werden kann. Von den ursprünglich geplanten cirka 70 Zentimeter hohen »Totenbrettern« aus Holz, die im Aussehen an historische Grabkreuze angelehnt waren, hat man aus pflegerischen Gründen Abstand genommen.
Die Ablage von Blumen- und Grabschmuck sowie eine individuelle Bepflanzung ist nicht gestattet. Ortsvorsteher Ludwig Gütle zeigte allerdings Verständnis, dass Angehörige »gelegentlich Blumen oder Gegenstände am Grab ablegen die beim Mähen beiseitegelegt werden«. Des weiteren sollen nur biologisch abbaubare Urnen verwendet werden, die in Gräbern mit einer Laufzeit von 20 Jahren beigesetzt werden.
Die historischen Holzkreuze werden längs eines Weges derart aufgestellt, dass die Namen gut lesbar sind. Derzeit werden die alten Holzkreuze, die von Windschläger Familien zur Verfügung gestellt wurden, restauriert. In dem für das Urnengrabfeld vorgesehen Fläche liegt auch ein »erhaltenswertes Grab«. Es handelt sich dabei um die Ruhestätte des 1974 verstorbenen Unternehmers Herbert Oehler.
Die TBO legt die Erstanlage an und übernimmt die anfallenden Kosten. Eine Eibenhecke trennt das neue Grabfeld ab, integriert werden zwei Bäume – die Baumart wird noch festgelegt – sowie eine Sitzbank. Die Zugangswege werden eine wassergebundene Wegedecke erhalten. Begonnen werden soll noch in diesem Herbst.

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