Offenburg

Ursula-Tag am 21. Oktober beginnt mit Feier in Andreaskirche

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 4 Minuten
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13. Oktober 2019

Am Montag, 21. Oktober, wird der Ursula-Tag gefeiert. Den Anfang macht eine Feier in der Andreaskirche. ©Barbara Puppe

Die Gedenkfeier für die Stadtpatronin, die Heilige Ursula, soll bei den Bürgern wieder stärker präsent sein. Am Ursula-Tag am Montag, 21. Oktober, gibt es deshalb morgens eine Feier in der Andreaskirche. Das Gebet an der Ursulasäule ist natürlich auch gesetzt.
 

Die katholische Kirchengemeinde Offenburg Sankt Ursula will den Ursula-Tag am 21. Oktober neu beleben. Eine Gedenkfeier für die Stadtpatronin ist an dem Tag um acht Uhr in der Andreaskirche geplant.
1632 – Offenburg war belagert von französischen und schwedischen Truppen – gelobte der Rat der Stadt, wenn diese durch die Fürsprache der Heiligen Ursula vor der Einnahme durch die Schweden und Franzosen bewahrt würde, auf ewig das Fest der heiligen Ursula, des heiligen Gangolfs und des heiligen Bischofs Aper jährlich am 21. Oktober zu feiern. 

Dieses Gelöbnis wurde nicht vergessen. Dekan Matthias Bürkle erinnert sich: „Als ich vor 13 Jahren die Pfarrei übernommen habe, habe ich die Tradition vorgefunden, dass am Ursula-Tag die heilige Messe zu Ehren der Heiligen gefeiert wird und sich eine kleine  Gruppe vor dem Rathaus zum Gebet trifft.“ In den vergangenen Jahren habe sich diese  Tradition etwas verflüchtigt, jetzt will die Kirchengemeinde mit dem Morgenimpuls am Montag, 21. Oktober, in der Andreaskirche einen neuen Anfang starten und das Gebet an der Ursulasäule mit der alljährlichen Niederlegung eines Blumengebindes durch die Stadt verbinden.

 
„Als Märtyrerin hat Ursula  alles auf eine Karte gesetzt, und die heißt Jesus Christus“, so Bürkle. Ihr Vorbild könne die Gläubigen auch in der Gesellschaft von heute und im  Dialog mit anderen Religionen bestärken. Die heilige Märtyrerin Ursula wird in Köln hoch verehrt und wurde auch die Stadtpatronin von Offenburg.  Als vor vier Jahren die drei Offenburger Seelsorgeeinheiten zu einer einzigen zusammengelegt wurden, wurde diese unter das Patronat der Heiligen gestellt. Das Obdachlosenheim trägt ihren Namen, ebenso die Sozialstation, bis vor wenigen Jahren war die Ursulahütte im Besitz der Kirchengemeinde. 

Um das einstige Gelöbnis  der Stadt hat sich im Laufe der Jahre die Legende von der Erscheinung der heiligen Ursula auf der Stadtmauer gerankt. Ursula soll die fromme Tochter eines britannischen Königs im vierten Jahrhundert gewesen sein. Der König von England, von ihrer Schönheit beeindruckt, wollte sie mit seinem Sohn verheiraten. Ursula aber erbat sich eine Frist, in der sie auf Pilgerfahrt nach Rom gehen wollte, begleitet von elf Jungfrauen. 

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Auf der Rückreise wurden die Frauen vor Köln von einer Horde barbarischer Hunnen überfallen und getötet. Ursula selbst wurde zunächst verschont, als sie sich aber weigerte, die Frau des Hunnenkönigs  Attila zu werden, ließ dieser sie mit einem Pfeil töten. Die Ursulaverehrung nahm ihren Lauf und verbreitete sich rasch. Im zwölften Jahrhundert fand man bei Köln eine Gräberstätte, von der man annahm, es sei die der Heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen. Zusammen mit ihnen ist sie im Kölner Stadtwappen dargestellt. 

Senator stiftete Säule

Auch in Offenburg kam der Gedanke auf, der beliebten Heiligen ein Denkmal zu setzen. Auf dem Platz vor dem Rathaus stand das Francis-Drake-Denkmal, des elsässischen Bildhauers André Friedrich. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde es von den Nationalsozialisten zerstört. Auf diesem Platz stiftete Senator Franz Burda im Jahr 1960 die Ursulasäule, ein Werk des gebürtigen Offenburger Bildhauers Emil Sutor. 

Am 21. Oktober 1961 wurde die etwa 2,50 Meter hohe Bronzefigur eingeweiht. Sie steht auf einem Obelisken aus rotem Granit und breitet grüßend und segnend ihre Arme aus über die Offenburger und alle Gäste, die die Stadt besuchen.
Zum Gedenktag der Stadtpatronin am 21. Oktober bietet das Citypastoral um acht Uhr einen Impuls in der Sankt Andreaskirche mit anschließendem Gang zur Ursulasäule an, hinterher wird zu Kaffee, Tee und Croissants eingeladen. Um 18.30 wird im Kloster Unserer Lieben Frau  die Werktagsmesse zu Ehren der heiligen Ursula gefeiert

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