TBO weitet Einsatzgebiet aus

Verkehrsausschuss befürwortet Pläne für Winterdienst

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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21. Mai 2019

Die TBO sollen künftig auch für den Winterdienst in Griesheim, Bohlsbach und Bühl verantwortlich sein. ©Archivfoto

Beim Winterdienst weniger Salz benötigen ist das Ziel. Laut Votum des Verkehrsausschusses sollen in naher Zukunft auch die Straßen von Bohlsbach, Griesheim und Bühl vom TBO-Winterdienst profitieren, der die salzsparende Sole-Technik gewährleistet.

Es ist zwar noch ein paar Monate Zeit, aber der nächste Winter kommt bestimmt und damit auch der nötige Winterdienst, um Straßen, Fahrradwege und Gehwege sicher zu halten. In der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses vergangene Woche im Technischen Rathaus stand der Sachstandsbericht zum Winterdienst 2020 auf der Tagesordnung. Zu viel Salz auf den winterlichen Straßen beschert der Fahrbahn nicht nur eine helle Schicht, sondern schadet auch der Umwelt. 

Seit dem Jahr 2011 wurde der komplette Fuhrpark der TBO nach und nach modifiziert. Zum einen wurden die Fahrzeuge erneuert, zum anderen wurde der Standard bezüglich der Streutechnik (FS 30 – Sole) aufgerüstet. In naher  Zukunft sollen die TBO auch für den Winterdienst in den Ortsteilen Bühl, Griesheim und Bohlsbach verantwortlich sein. Dann sollen auch dort die winterlichen Straßen mit einer Salzsole – dosiert nach den jeweiligen Anforderungen – behandelt werden. 

Noch externe Anbieter

Bühl, Griesheim und Bohlsbach werden beim Winterdienst derzeit noch von externen Anbietern betreut. Ab dem Winter 2020/2021 sollen die drei Ortsteile laut Verwaltungsvorschlag von den TBO betreut werden. Grund dafür: Die externen Anbieter haben nicht die Technik und nicht die Möglichkeit, die winterlichen Straßen differenziert mit Sole zu behandeln. »Und mit dieser Technik und mit der Salz-Sole sparen wir über 70 Prozent an Salz«, sagte Bernhard Mußler, städtischer Abteilungsleiter Straßen und Brücken, vor den Ausschussmitgliedern. 

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»Auch Haftungsgründe«

»Es sind aber auch Haftungsgründe, die uns bewogen haben, den Winterdienst in die Hände der TBO zu geben«, sagte Baubürgermeister Oliver Martini. Nicht ändern wird sich aber, wie Mussler betonte, der Winterdienst der örtlichen Bauhöfe. In Rammersweier, Zell-Weierbach, Fessenbach und Zunsweier werden weiterhin die Bauhöfe der Ortsverwaltungen für den Winterdienst verantwortlich sein. Zu deren Arbeit gehört der Winterdienst, wo die TBO mit ihren Straßenräumfahrzeugen nicht hinkommen. »Der Winterdienst hat sich bisher bewährt, auch wenn im Rebland gerade bei stärkeren Steigungen auch noch Split verwendet werden muss«, lobte Zell-Weierbachs Ortsvorsteher Willi Wunsch (CDU). Wunsch stellte gleich noch einen Antrag – eine Ersatzbeschaffung für den in die Jahre gekommenen Ladog, der in Zell-Weierbach auch für den Winterdienst benötigt wird, »am besten so ein Fahrzeug wie in Fessenbach, der hat eine bessere Leistung«, so Wunsch. 

»Ich finde es gut, dass dank ausgereifter Technik nur so viel Salz benötigt wird wie unbedingt nötig«, sagte SPD-Stadtrat Heinz Hättig während Ingo Eisenbeiß, Fraktionssprecher der Grünen, hervorhob, dass die digitale Dokumentationspflicht sowie die GPS-Ortung dazu führt, weiter Salz beim Winterdienst einzusparen. 

Angi Morstadt von den Freien Wählern regte dagegen an, statt einer Fahrzeug-Neubeschaffung in Zell-Weierbach eine Kooperation mit Fessenbach einzugehen. »Geht leider nicht. Wie gesagt, beide Ortsverwaltungen benötigen ihr Fahrzeug auch außerhalb des Winterdienstes. Und auch im Winterdienst wäre ein Fahrzeug für beide Ortsteile zu wenig, weil die jeweils vorgegebenen Zeiten, in denen die Straßen freigehalten werden müssen, vorgeschrieben sind«, antwortete Martini auf den Freie-Wähler-Vorschlag. 

Silvano Zampolli (FDP) konnte ebenfalls mit dem Verwaltungsvorschlag mitgehen, da bereits die bisher beauftragten Winterdienst-Unternehmen in Bühl, Griesheim und Bohlsbach über die Vorgehensweise schon informiert wurden, wie Baubürgermeister Oliver Martini bestätigte. 

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