Lerngang "Mein Heimatort"

Viertklässler entdecken Zell-Weierbach anders

Autor: 
Redaktion
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01. Dezember 2021
Die Klasse 4a der Weingartenschule Zell-Weierbach startete einen Unterrichtsgang in die Ortsgeschichte.

Die Klasse 4a der Weingartenschule Zell-Weierbach startete einen Unterrichtsgang in die Ortsgeschichte. ©Schule

Historischer Rundgang im Sachkundeunterricht der Weingartenschule

Binnen zweier Wochen hat die Klasse 4a der Weingartenschule Zell-Weierbach im Sach-
unterricht drei Lerngänge unternommen. Alle drei Lern- oder Unterrichtsgänge waren Bestandteil der thematischen Einheit „Mein Heimatort Zell-Weierbach“. Ziel ist es dabei, Schülerinnen und Schülern verschiedene Aspekte rund um das heimatliche Dorf vor Augen zu führen, Interesse zu wecken sowie die Neugierde, sich mit Nuancen der Vergangenheit zu beschäftigen, die zum Teil bis heute im dörflichen Alltag eine Rolle spielen.

Die jeweils außerhalb des Schulgebäudes stattfindenden „Expeditionen“ begannen zunächst mit einem Rundgang durch den Ort. Als Begleiter für die Klasse 4a, Klassenlehrerin Kathrin Ruppender und Schulhund „Elvis“ fungierte Alfons End, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV).

Bereits das Wegkreuz unter dem Lindenbaum in der Schulstraße wurde unter die Lupe genommen. „Die Kinder gehen täglich an dem Kreuz vorbei, oft, ohne es wahrzunehmen“, so Ruppender.
Dabei besaß der Ort in früheren Zeiten durchaus tragende Bedeutung, wie Alfons End informierte. „Hier wurde einst Gericht gehalten, über das Wohl und Wehe menschlicher Schicksale beraten und entschieden“, verdeutlichte End. Der Weg setzte sich durch die Schulstraße fort hin zum nicht weit entfernten Rathausplatz. Hier findet sich unter anderem das sogenannte Taglöhnerhaus.

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Das historische Gebäudestand bis 1987 im Nachbarort Fessenbach. Bewohnt wurde es von Tagelöhner Kosmas End (1847 bis 1903) und Familie. Anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Zell-Weierbach“ wurde das Haus 1988 in Fessenbach ab- und am jetzigen Standort wieder aufgebaut. Das geschah ausschließlich in Eigenleistung durch die Bürgerschaft.

Die jugendlichen Besucher zeigten sich neben diesen Fakten durch die Gegebenheiten im Gebäude beeindruckt. „Ein Schrank für die ganze Familie? Kein fließend Wasser? Toilette draußen? Wohnen, Essen und Schlafen in einem Raum? Das geht doch gar nicht“, lauteten die ungläubigen Reaktionen. Der Rundgang setzte sich über Lad-schari-Platz, Stierbuckel und die Halle fort.

Alfons End stellte den Besuchern im Rahmen des zweiten „Expeditionstags“ das Schulmuseum samt historischen Schätzen vor. Den Abschluss bildete eine Schulstunde wie vor 100 Jahren, hier fungierte End in der Rolle des „gestrengen“ Schulmeisters. Abgerundet wurden die Unterrichtsgänge mit einem Besuch im Zeller Rathaus. Hier gab Sieglinde Metzler, bis 2003 selbst als Lehrerin an der Weingartenschule und bis zuletzt als Gemeinde- und Ortschaftsrätin tätig, wertvolle Einblicke in das Element der demokratischen Lokalpolitik.

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