Neues Fahrzeug für die Bewohner im Haus Johannes

Vinzentiushaus Offenburg GmbH setzt auf E-Mobilität

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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25. Februar 2020
Bei der Fahrzeugweihe (von links): Marco Wappner (S&G Mercedes), Dirk Döbele (Geschäftsführer), Wilma Förster (Einrichtungsleiterin), Hubert Huber (Technischer Leiter Vinzentiushaus), Diakon Oliver Fingerhut, Fahrer Werner Zecha, Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte, Josef Seewald (TMS/Fotovoltaikanlage) und Jöran Bayer (S&G).

Bei der Fahrzeugweihe (von links): Marco Wappner (S&G Mercedes), Dirk Döbele (Geschäftsführer), Wilma Förster (Einrichtungsleiterin), Hubert Huber (Technischer Leiter Vinzentiushaus), Diakon Oliver Fingerhut, Fahrer Werner Zecha, Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte, Josef Seewald (TMS/Fotovoltaikanlage) und Jöran Bayer (S&G). ©Barbara Puppe

Die Vinzentiushaus Offenburg GmbH setzt auf Klimaneutralität und hat ihre Elektrofahrzeugflotte um einen E-Bus erweitert. Dieser  wird, wie auch die anderen E-Fahrzeuge der Sozialstation, künftig mit Sonnenstrom betrieben. Kürzlich bekam das Fahrzeug bei einer kleinen Feierstunde den kirchlichen Segen. 

Dirk Döbele, Geschäftsführer der Vinzentiushaus Offenburg GmbH, begrüßte neben Vertretern der Einrichtung, der Stadt und der beteiligten Firmen auch die Nutzer der Einrichtung, die künftig mit dem E-Vito „elektrisch, leise und gut beschützt“ unterwegs sein würden. Der neue Mercedes-Bus wird die Gäste der Tagespflege-Einrichtungen im Haus Johannes zuhause abholen und wieder zurückbringen. Das Haus Johannes in der Espenstraße ist neben der Tagespflege auch eine teilstationäre Nachtpflege-Einrichtung. Mit dem Fahrzeug werden auch die Gäste der Tagespflege-Einrichtungen am Marienhaus und im Vinzentiushaus gefahren.

Ende Februar werde auf dem Dach des Haus Johannes eine Fotovoltaikanlage installiert, sodass ab März dann zu 100 Prozent mit Sonnenstrom gefahren werden könne, hieß es. Acht Ladestationen stehen zur Verfügung. Die CO2-Ersparnis mit dem neuen Fahrzeug liegt bei etwa vier Tonnen pro Jahr. Mit der Beschaffung des E-Vito setze die Vinzentiushaus Offenburg GmbH einen weiteren Baustein zum Klimaschutz um, wie Döbele erklärte: „Die Bewahrung der Schöpfung liegt uns als Unternehmen der Kirche sehr am Herzen.“  

Bis 2030 klimaneutral

Die Erzdiözese Freiburg will bis 2030 klimaneutral werden, so könne die Institution in Offenburg einen Beitrag dazu leisten, indem sie auf Elektrofahrzeuge umsteige. Der ambulante Pflegedienst, die Sozialstation Sankt Ursula habe bereits im Jahr 2015 fünf Elektrofahrzeuge erhalten, mittlerweile verfüge sie mit dem neuen Bus über insgesamt 13 Elektrofahrzeuge. Auch bei Heizsystemen werde auf CO2-Einsparung gesetzt.  Im Dezember 2018 ging ein Blockheizkraftwerk (BHKW, Kraft-Wärme-Kopplung) im Vinzentiushaus in Betrieb, das eine CO2-Reduzierung von rund 93 Tonnen pro Jahr bringe. Mit dem Fernwärme-Netz beim Marienhaus, das mit einer Pelletsheizung betrieben wird, werde der CO2-Ausstoß bereits seit dem Jahr 2013 um rund 88 Tonnen reduziert.

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Große Anerkennung für den ganzheitlichen Ansatz gab es von Offenburgs Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte, die die katholische Einrichtung als Vorreiterin bezeichnete, die Vorbild für andere sein könne. E-Mobilität sei ein Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt. Diese versuche ihren Beitrag zu leisten und freue sich über jeden, der sich entscheide, Elektromobilität zum Einsatz zu bringen, wo es möglich sei.  

Die Anschaffungskosten des Vito lagen bei rund 50 000 Euro. Über den Caritasverband konnte ein Rabatt beim Erwerb des Fahrzeuges ausgehandelt werden, vom Förderverein der Sozialstation gab es einen Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro für die Beschaffung des Fahrzeugs. Weitere Zuschüsse kamen vom Bund (2000 Euro) und vom Land-Baden-Württemberg (3000 Euro) als Umweltbonus. 

Marco Wappner, Leiter Verkauf Transporter bei Mercedes S&G Automobil AG Offenburg, gratulierte  zum guten E-Start ins Jahr 2020. Nach der Markteinführung Mitte 2019 sei der Vito der erste E-Bus dieses Typs, der in der Ortenau von seiner  Firma verkauft wurde. Die Vinzentiushaus GmbH setze damit einen Meilenstein in der Elektromobilität, die sich wegen der begrenzten Reichweiten nur langsam durchsetze. Der Wagen fahre 150 Kilometer mit einer Aufladung und sei damit für den vorgesehen  Zweck hervorragend geeignet.  

„Wir hoffen, dass auf dem Auto Segen ruht und es die Menschen sicher ans Ziel bringt“, sprach Oliver Fingerhut, Vorsitzender des Fördervereins und Diakon der Kirchengemeinde, einen Segenspruch über das Fahrzeug, die Fahrer und die Menschen, die damit von A nach B gebracht werden. Gerne habe der Förderverein die Anschaffung unterstützt, er wolle  die Spielräume der Sozialstation erweitern und Anschaffungen möglich machen, die sonst nicht möglich seien.

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