Auf Wachstum programmiert

Volksbank in der Ortenau legte die Zahlen 2016 vor

Autor: 
Stefanie Müller
Lesezeit 3 Minuten
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06. November 2017

Vorstandsvorsitzender Markus Dauber (von links) und Vorstand Andreas Herz standen Moderator Markus Knoll Rede und Antwort. ©Stefanie Müller

Allen Krisen zum Trotz: der Volksbank in der Ortenau geht es prächtig. Dies erfuhren am Donnerstag die Besucher des Mitglieder- und Kundenforums in der Mörburghalle.

Bürgermeister Martin Holschuh hatte es geahnt. »Ich gehe davon aus, dass viele gute Zahlen präsentiert werden«, sagte er zu Beginn des Mitglieder- und Kundenforums der Volksbank in der Ortenau. Er sollte Recht behalten. Die rund 800 Besucher der Veranstaltung bekamen nur Gutes zu hören. 

Schwierige Zeiten

Brexit, Katalonien-Konflikt, Zins-Tief und niedrige Inflationsrate – eigentlich herrschen momentan für Banken unsichere Zeiten. Im Dialog mit Moderator Markus Knoll blickten Vorstandsvorsitzender Markus Dauber und Vorstand Andreas Herz jedoch positiv auf das vergangene Jahr zurück. »Die Ortenau ist eine Insel der Glückseligen«, war sich Dauber sicher. Er verkündete Wachstum in sämtlichen Bereichen. So wuchs das Kreditgeschäft um zehn Prozent auf rund zwei Milliarden Euro an. »Andere Volksbanken liegen im Schnitt bei rund 2,5 Prozent und Sparkassen bei 1,7 Prozent«, verdeutlichte er. Ein Plus gab es auch im Bereich Händlerkundengeschäft. 
Ein Tochterunternehmen der Bank ermöglicht hierbei den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Rund 150 Millionen Kartentransaktionen mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro wurden ermöglicht. Dies entspricht seit 2011 eine Steigerung von 70 Prozent bei den Transaktionen und 50 Prozent beim Volumen. Mit diesem Angebot wolle man sich unabhängig von den Zinsen machen, so Dauber. »Das ist fast unheimlich. Wo ist der Haken?«, fragte Markus Knoll nach. »Wir haben den Kostenapparat im Griff, wir leben in einer stabilen Region, die Kunden haben eine gute Bonität und die Mitarbeiter sind motiviert«, begründete Andreas Herz.
Dass man sich auf diesen Erfolgen nicht ausruhen darf, war klar. Ein wichtiger Schritt war deshalb die Fusion zwischen den Volksbanken Offenburg und Achern vor einem Jahr. »Alle unsere Erwartungen haben sich erfüllt«, zog Dauber Fazit. 
Dadurch wurden Synergien frei, die man für die Digitalisierung einsetzen wolle. Welche Wege man hier schon geht, stellten Thomas Huber, Direktor Privatkunden, und Sandra Wörter, Bereichsleiterin Omnikanal, vor. Persönliche Beratung ist mittlerweile auch über digitale Kommunikationswege möglich. Service werde außerdem an den SB-Standorten angeboten. Es ist aber auch eine rein technikbasierte Interaktion, etwa über das Internet, möglich. Ganz neu ist die Sprachassistentin Alexa. 
Das traditionelle Filialgeschäft bleibt laut Markus Dauber weiterhin wichtig. Auch wenn einige Filialen geschlossen werden, sei das Netz immer noch dicht. »Es gibt doppelt so viele Volksbank-Filialen wie Apotheken«, machte er deutlich. 245 Mitarbeiter, das ist die Hälfte der Belegschaft, arbeitet in den Geschäftsstellen. 
Die Volksbank engagiert sich au0erdem sozial. So verleiht sie den Preis »Herzenssache« für soziales Engagement, auch die Mitarbeiter packen regelmäßig für soziale Zwecke an.
Reise-Fotograf Bernd Römmelt zeigte zum Schluss die Reportage »Sagenhafte Alpen«.

Hintergrund

Höchststand bei Kundeneinlagen

Weitere Ergebnisse aus dem zurückliegenden Jahr: Bei der Baufinanzierung legte man durch die niedrigen Zinsen um 11,2 Prozent zu. Trotz faktischer Nullverzinsung wuchsen die privaten Kundeneinlagen um 1,8 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Ein historischer Höchststand. Im Depotbereich verzeichnet die Bank ein Plus von vier Prozent und auch bei den Fondssparplänen gab es über 2700 neue Abschlüsse.

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