Kapuzinerbruder Jeremias

Von Zell ins spanische Leon ausgesandt

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juli 2020

Kapuziner-Provinzial Christophorus segnete Bruder Jeremias vor dessen neuer Aufgabe in Spanien. ©Gisela Albrecht

Der Kapuziner-Provinzial Bruder Christophorus verabschiedete in der Zeller Wallfahrtskirche Bruder Jeremias und segnete ihn für seine neue Aufgabe in der spanischen Stadt am Jakobusweg. Er leistet dort nicht nur Pilgerseelsorge.

Bruder Jeremias ist vielen Zellern von seiner Zeit als Vikar in der Seelsorgeeinheit Zell noch gut bekannt. Er wirkte hier von November 2003 bis Oktober 2010. Danach war er im Berufspastoral im Kapuzinerorden tätig. In Zell wurde er nach Spanien entstand.

Provinzial Bruder Christophorus begrüßte zu der Aussendungsfeier auch Bruder Norbert und Bruder Jakobus, die von der letzten Wirkungsstätte von Bruder Jeremias aus Altötting gekommen waren. „Wir senden Bruder Jeremias in die europäische Kapuzinerfraternität nach Spanien aus. Sein neuer Einsatzort liegt am Jakobusweg nach Santiago de Compostela und die Seelsorge für die Pilger ist ein Teil seines neuen Aufgabengebiets“, erklärte Bruder Christophorus.

„Elisabeth passt zu ihm“

In seiner Predigt stellte Bruder Christophorus die Tagesheilige Elisabeth vor: „Ihre Biografie passt zu Bruder Jeremias.“ Die heilige Elisabeth wurde in Spanien geboren, erhielt den Namen ihrer Nichte aus Thüringen und heiratete den König von Portugal. Als Witwe schloss sie sich dem Klarissenorden an und kümmerte sich um die Armen. „Das ist eine intereuropäische Biografie im 13. Jahrhundert“, meinte Bruder Christophorus.

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Danach zitierte er aus dem Tagesevangelium, in dem Jesus einen Glaubensgrundsatz formuliert: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Er stellte die Frage, was das Christentum auszeichnet und fand die Antwort in diesem Zitat: „Der Grundvollzug des Christentums ist der Dienst am Nächsten und die Begegnung mit den Mitmenschen.“

Franz von Assisi, der Ordensgründer der franziskanischen Orden, trug seinen Mitbrüdern auf, Frieden und Heil unter den Menschen zu bringen und verkünden, fuhr er fort. Bruder Christophorus wandte sich dann an Bruder Jeremias: „Lieber Jeremias, die letzten Jahre hast du in Altötting gelebt, einem frommen Ort. Der Dienst an den Flüchtlingen war die wichtig. Hier und da hast du den Laden ganz schön aufgemischt.“

„Mehr als Seelsorge“

Jeremias habe dazu beigetragen, dass Migranten und Flüchtlinge im Kloster Altötting beherbergt wurden. Nun gehe er wieder an einen frommen Ort, nach Leon in Spanien, an dem die Pilger nach Lebenssinn und Spiritualität suchen. Aber die neue Aufgabe sei mehr als Pilgerseelsorge. Der interkulturelle Dialog im Kapuzinerorden mit Austausch und sozialen Aspekten gehöre ebenfalls dazu. Abschließend sagte Br. Christophorus: „Du gehst an einen Ort mit reicher Geschichte, an dem neue Menschen auf dich warten und sich durch dein Dasein einiges entwickeln wird.“

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