Zell-Weierbach bekommt neuen Hochbehälter mit Edelstahltanks

Voraussichtliche Kosten: 1,3 Millionen Euro.

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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19. Januar 2021
Symbolbild

Symbolbild ©Anna Teresa Agüera

Die Bauphase des neuen Hochbehälters in Zell-Weierbach wird nicht nur teuer, Einschränkungen im Talweg und der Weingartenstraße sind außerdem zu erwarten. 

Vertreter von Stadt Offenburg und bn-Netze haben im Zell-Weierbacher Ortschaftsrat über die Einzelheiten zum Neubau des Hochbehälters im Talweg 62 informiert. Der Hochbehälter fasst zwei Kammern (Speichervolumen: 250 Kubikmeter) und dient als Wasserspeicher für den Ortsteil. Außerdem ist er ein Zwischenspeicher, von dem aus der höher gelegene Hochbehälter im Talweg 80 gespeist wird. 

Wie Vanessa Sabo (Projektsteuerung bn-Netze) mitteilte, habe der seit 71 Jahren bestehende Hochbehälter altersbedingt seine Nutzungsdauer erreicht und sei daher „dringend sanierungsbedürftig“. Problematisch seien die veraltete Folienauskleidung, der heutigen Standards nicht mehr entsprechende Zugang zu den Wasserkammern, ebenso die sanierungsbedürftige Isolierung. Die Dichtigkeit des Hochbehälters sei jedoch nach wie vor gegeben. 

Nicht zukunftsfähig

Aufgrund dieser Ausgangslage wurde das bestmögliche und effizienteste Vorgehen überlegt, unter anderem anhand eines dreidimensionalen Modells. Schnell war man sich einig, dass das zur Verfügung stehende Volumen ebenfalls nicht mehr zukunftsfähig sei. Überlegt wurden verschiedene Ansätze, wobei für eine Sanierung im Bestand der Aufwand unverhältnismäßig hoch erschien. Ein Neubau an anderem Standort wurde ebenfalls verworfen aufgrund der bestehenden guten Netzanbindung. Daher wurde erwogen, am bestehenden Standort neu zu bauen. Entstehen soll dabei ein neuer Hochbehälter mit zwei Edelstahltanks, dank derer das Speichervolumen mit dann 450 Kubikmetern nahezu verdoppelt werden könne, legte Sabo dar.
Derzeit laufe die Planungsphase, im März oder April könnte der Bauantrag bei der Stadt eingereicht werden. Die Abriss- und dann folgenden Neubauarbeiten könnten im Frühjahr 2022 beginnen, geplant sei eine Gesamtzeit der Maßnahme zwischen 13 und 15 Monaten, also etwa bis Sommer 2023. Die voraussichtlichen Kosten bezifferte Sabo auf Nachfrage aus dem Ortschaftsrat auf 1,3 Millionen Euro. 

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Vanessa Sabo führte zur Planung aus, dass derzeit schon vorbereitende Maßnahmen im Gange seien. Falle der Hochbehälter weg, müsse während des Bauzeitraums anderweitig ein konstanter Druck innerhalb des Trinkwassernetzes sichergestellt werden. Dazu werde die Druckerhöhungsanlage (Weingartenstraße) ab diesem Frühjahr entsprechend aufgerüstet. Während der Umbindungsarbeiten könne es zu leichteren Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung kommen.
Verhehlt wurde nicht, dass es in der Bauphase zu Einschränkungen durch Baustellen-Verkehr im Talweg und der Weingartenstraße kommen werde, allein schon durch An- und Abtransport von Material. „Es wird mit halbseitiger, später auch teilweise ganzheitlicher Straßensperrung gearbeitet werden müssen. Einschränkungen werden sich auf jeden Fall ergeben, auch wenn sie möglichst minimal gehalten werden sollen“, so Sabo. 

Technisch notwendig

Informationen seien über die Homepage von bn-Netze verfügbar, Anwohner würden schriftlich und auch per Handzettel-Einwurf über die anstehenden Maßnahmen informiert. Alex Müller, Betriebsleiter der Technischen Betriebe Offenburg (TBO), bezeichnete die Maßnahme als „technische Notwendigkeit“. Beim Neubau werde darauf geachtet, dass sich die Dimensionierung des Bauwerks in die umgebende Nachbarschaft passend einfüge. 

Ortsvorsteher Willi Wunsch äußerte im Namen des Rats das unbedingte Anliegen, die Arbeiten zeitlich möglichst so zu koordinieren, dass sie sich nicht mit der ebenfalls für 2022 geplanten Verdolung des Talwegs (Bereich Weingartenstraße/Dorfplatz) überschneiden. Wunsch dachte dabei vor allem an ein ansonsten drohendes Verkehrschaos am Knotenpunkt von Weingarten- und Weinstraße sowie Talweg.
 

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