»Liederkranz« freute sich über tollen Zuspruch

Warum das Backhieslifest für den Gesangverein perfekt war

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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17. September 2019
Das Brot stand im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes. Rolf Schmidle (links) und Martina Litterst (rechts) überreichten den Mitwirkenden Ruth Scholz, Dirk Schmid-Hornisch sowie Silvia Müller (von links) vom Kinderhospizdienst einen frisch gebackenen Laib.

Das Brot stand im Mittelpunkt des ökumenischen Gottesdienstes. Rolf Schmidle (links) und Martina Litterst (rechts) überreichten den Mitwirkenden Ruth Scholz, Dirk Schmid-Hornisch sowie Silvia Müller (von links) vom Kinderhospizdienst einen frisch gebackenen Laib. ©Ursula Haß

Rekordbesuch, Rekordkollekte: Das 28. Backhieslifest des Gesangvereins »Liederkranz« in Fessenbach am Wochenende war ein voller Erfolg.

Auch in diesem Jahr hatten die Sänger des Gesangvereins »Liederkranz« wieder schönstes Festwetter bestellt. Und so war dem Backhieslifest auch ein voller Erfolg an beiden Tagen beschieden, es kamen so viele Besucher wie noch nie. Zusätzliche Bänke mussten aufgestellt werden, wie der Vorsitzende Rolf Schmidle berichtete. Auch die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes erbrachte in diesem Jahr eine Rekordsumme von 500 Euro für den Ortenauer Kinder- und Jugendhospizdienst. 

Traditionell wurde das Backhieslifest am alten Rathaus um 17 Uhr mit dem Gottesdienst eröffnet, zu dem Ruth Scholz neben vielen Besuchern auch die Bläsergruppe des Musikvereins begrüßen konnte. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das »Brot«, das eine wichtige Lebensgrundlage darstellt. In der Antike war Brot genauso wichtig wie Wasser, und die ersten Christen lebten eigentlich vegetarisch, erzählte Pfarrer Dirk Schmid-Hornisch. Sie ernährten sich hauptsächlich von Brot, Gemüse und sonstigen Erzeugnissen, die im eigenen Garten wuchsen. Fleisch war für die Oberschicht reserviert. 

Allein 300-mal werde das Brot in der Bibel erwähnt, wie Martina Kempf-Litterst, stellvertretende Vorsitzende des Gesangvereins, informierte. Sie erinnerte gleichzeitig daran, dass das Backhiesli durch Peter Basler mit vielen Helfern zur 750-Jahr-Feier 1992 aufgestellt wurde und seither viel Gutes bewirkt hat, denn 28-mal konnte das Fest nun gefeiert werden und trug so auch wesentlich zu den Einnahmen des Gesangvereins bei. 

Acht Kinder ernährt

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Peter Basler, der »Bäckermeister« aus dem Ries, wurde durch seine Mutter geprägt, die Brot in größeren Mengen für die Woche gebacken hat, denn es waren acht Kinder zu ernähren, so Martina Litterst weiter. Und so fasziniert ihn bis heute das Herstellen und Backen des Brotes, aber auch die Flammen- und Brotkuchen, die es an einem solchen Brotbacktag früher gab, bei dem auch die Nachbarskinder mitverköstigt wurden. Und so hält Peter Basler die alte Tradition des Brotbackens seiner Mutter in Fessenbach fest, jeden Monat gibt es auch beim Heimatverein die Brotbackaktionen. 

Auch Ruth Scholz erinnerte daran, dass wir in unseren Breitengraden bis jetzt noch keinen Hunger leiden müssen, aber im Zug des Klimawandels könne dies anders werden, wenn das Getreide knapp werde. Und deshalb verdiene das Brot auch Wertschätzung, aber auch Liebe und Geborgenheit sei kostbar wie ein Stück Brot. 

Dann gab es natürlich auch kein Halten mehr bei den Besuchern, und es bildeten sich wie jedes Jahr lange Schlangen an den Kassen und Ausgabestellen, denn jeder wollte dem leckeren Flammenkuchen, dem neuen Wein und weiteren Köstlichkeiten zusprechen. 

Breites Repertoire

Am Sonntag ging es musikalisch mit einem Frühschoppenkonzert weiter, bei dem der Musikverein mit einem breiten Repertoire die Festbesucher wieder einmal bestens zur Mittagszeit unterhielt. Auch dem Mittagstisch wurde gut zugesprochen. Und so war noch lange nicht Schluss, denn erst am Abend ging das 28. Backhieslefest wieder erfolgreich zu Ende.

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