Offenburg - Zell-Weierbach

Warum die Madagaskar-Hilfe ist weiter notwendig ist

Autor: 
Florian Pflüger
Lesezeit 3 Minuten
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27. April 2017
Sarah Krippl engagiert sich für ein Hilfsprojekt in Madagaskar. Das Foto entstand vor einigen Jahren beim Aufenthalt vor Ort.

Sarah Krippl engagiert sich für ein Hilfsprojekt in Madagaskar. Das Foto entstand vor einigen Jahren beim Aufenthalt vor Ort. ©privat

Die Kolpingfamilie Zell-Weierbach veranstaltet am, Freitag, 28. April, zusammen mit dem Verein »Zaza Faly« einen Vortragsabend über Hilfsprojekte in Madagaskar. Sarah Krippl war schon zweimal dort und sagt, warum die Hilfe weiterhin so wichtig ist.

Eher zufällig ist Sarah Krippl vor mehr als zehn Jahren auf den Verein »Zaza Faly« aufmerksam geworden. Beim Flohmarkt in der Offenburger Innenstadt, wo der deutschlandweit aktive Verein auch Sachen verkaufte, kam sie mit dem damaligen Leiter der Offenburger Gruppe, Bernd Bender, ins Gespräch. 2005 flog die heute 32-Jährige unmittelbar nach ihrer Ausbildung als Kinderkrankenschwester als Praktikantin nach Madagaskar, wo sich der Verein für Straßenkinder in der Hauptstadt Antananarivo engagiert.

Sie half neun Monate lang bei der ärztlichen Grundversorgung mit, aber auch im Unterricht und bei Kreativprogrammen, die dort für rund 200 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren angeboten werden. 2009 war Sarah Krippl noch einmal auf Madagaskar, wegen politischer Unruhen reiste sie damals schon nach vier Monaten wieder ab.

»Das Geld kommt an«
Auch wenn das Land dadurch zurückgeworfen worden sei, sei vieles »auf einem guten Weg«, ist die Zell-Weierbacherin allerdings überzeugt. »Ich kenne die Leute vor Ort und weiß, das Geld kommt an«, betont sie. Und das Projekt wachse stetig. So werde den Jugendlichen mittlerweile auch die Möglichkeit angeboten, eine Berufsausbildung zu machen, zum Beispiel als Automechaniker. 

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Das Wichtigste für die Kinder und Jugendlichen, die oft von ihren Eltern zum Betteln in die Stadt geschickt würden, sei die Schulausbildung, betont Sarah Krippl. »Und das kriegen sie.« Ohnehin seien die Kinder »total wissbegierig«. Langfristiges Ziel sei es, dass die Familien auf eigenen Füßen stehen können, auch durch die Vergabe von Mikrokrediten. 

Schon länger sei in Offenburg ein Bilder-Vortrag zu dem Hilfsprojekt geplant gewesen, um den Verein »Zaza Faly« (auf Deutsch: »zufriedenes Kind«) bekannter zu machen. Sarah Krippl ist sich sicher: »Bilder zu sehen ist viel wert.« Am Freitag, 28. April,  ist es nun so weit: Die Kolpingfamilie Zell-Weierbach lädt zusammen mit »Zaza Faly« um 19 Uhr in den kleinen Saal des Pfarrzentrums Weingarten in Zell-Weierbach ein. 
Neuste Eindrücke

Dort spricht das Ehepaar Thoma aus Titisee-Neustadt über die jüngsten Entwicklungen auf Madagaskar. Die beiden waren erst im vergangenen Jahr auf dem Inselstaat an der ostafrikanischen Küste und bringen viele Fotos mit.
Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei, es werden allerdings Spenden gesammelt.

HINWEIS: Weitere Informationen zu den Projekten von »Zaza Faly« und den Spendenmöglichkeiten finden sich auf der Internetseite des Vereins. Anlaufstelle in Offenburg ist außerdem Martin Mühl, Telefon 07 8 03 / 6753.

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