Schutterwald

Warum es vermehrt "Brückentage" im Schutterwälder Bauhof gab

Von Otmar Hansert
Lesezeit 3 Minuten
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03. April 2024
Der Bauhof hat eine neue Holzbrücke gebaut, die den Endinger Kanal überspannt. Bei der Einweihung waren Thomas Wurth, Georg Zeil, Christian Westermann und Bürgermeister Martin Holschuh (von links) dabei.

Der Bauhof hat eine neue Holzbrücke gebaut, die den Endinger Kanal überspannt. Bei der Einweihung waren Thomas Wurth, Georg Zeil, Christian Westermann und Bürgermeister Martin Holschuh (von links) dabei. ©Otmar Hansert

Eine neue Holzbrücke überspannt den Endinger Kanal. Diese wurde in Eigenregie von Mitarbeitern des Schutterwälder Bauhofes mit Holz aus dem Gemeindewald gebaut.

Im Schutterwälder Bauhof gab es in den vergangenen Wochen vermehrt "Brückentage". Denn die Bauhofmitarbeiter Christian Westermann und Georg Zeil eine sechs Meter lange Holzbrücke mit Metallunterkontruktion gebaut, die über dem Endinger Kanal installiert wurde. Thomas Wurth, Leiter Bauhof und Gemeindewerke, informierte, dass es auf der Gemarkung Schutterwald sieben Holzbrücken gibt, die im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig überprüft werden. Bei diesen Überprüfungen kamen die Verantwortlichen zu dem Ergebnis, dass zwei kleine Holzbrücken aufgrund ihres maroden Zustandes ersetzt werden müssen.

Dies sind die Holzbrücke über den Endinger Kanal im Gewann "Die neuen Matten" und die Holzbrücke, die den Weg von den Schrebergärten zum alten Sportplatz überbrückt. Der Bauhof hatte sich dazu entschlossen, die beiden Brücken in Eigenregie zu bauen. Nach Rücksprache mit Förster Markus Gutmann und Forstmeister Josef Müller folgte die Zusage, das erforderliche Holz aus dem Schutterwälder Wald zur Verfügung zu stellen. In der Holzeinschlagsaison 2022/23 war eine kranke, etwa 150 Jahre alte deutsche Stieleiche gefällt worden, deren Stamm für die beiden Brücken reserviert wurde.

Nachdem die erforderlichen Konstruktionspläne vorlagen, wurde zunächst der Eichenstamm in einem Friesenheimer Sägewerk zu passenden Holzbohlen weiter verarbeitet. Im Schutterwälder Bauhof gingen dann im Frühjahr die Brückenarbeiten los. Der Metallfachmann Christian Westermann baute die tragfähige Unterkonstruktion, die hauptsächlich aus zwei mächtigen 300 Millimeter Stahlträgern besteht. "Das ist eine Konstruktion für die Ewigkeit", so Westermann.

Anschließend war Schreiner Georg Zeil am Werk. Mitte März war das verbindende Bauwerk fertiggestellt und konnte an seinen Bestimmungsort transportiert werden. Auf dem Lastwagen der Firma Alexander Sütterlin wurde die Brücke an ihren neuen Standort gebracht, um den Endinger Kanal zu überspannen.

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Mit schweren Gerät hievte Philipp Sütterlin die alte Brücke nach oben weg und setzte sie auf der Seite ab. Schon bald danach wurde die neue, Tonnen schwere Brücke punktgenau auf den Fundamenten abgesetzt.

Kosten: 6000 Euro

Thomas Wurth freute sich, als er auf der neuen Brücke stand. "Es ist ein tolles Gefühl, wenn aus einer deutschen Eiche, die im Schutterwälder Wald über Jahrzehnte gewachsen war, ein so schönes Bauwerk erschaffen werden konnte. Zwei tolle Handwerker ließen diese Brücke entstehen." Die neue Fußbrücke hat etwa 6000 Euro gekostet, dank der Eigenleistung sei der Haushaltsansatz erheblich reduziert worden.

Zur offiziellen Einweihung kam auch Bürgermeister Martin Holschuh. Er hob hervor, dass das Bauwerk eine wertvolle Einrichtung ist, um zum Naherholungsgebiet Wald zu kommen. Auch er lobte die beiden Bauhofmitarbeiter: "Es freut mich, solche Handwerker im Bauhof zu haben. Die Brücke ist für die Infrastruktur im Dorf wichtig."

Die nächste Brücke "Schrebergarten" wird nach Ostern angegangen. Interessant ist, dass man in Schutterwald über "sieben Holzbrücken" gehen kann, aber nicht muss.

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