"O du fröhliche" (2)

Was der Advent für VHS-Leiterin Constanze Armbrecht bedeutet

Autor: 
Redaktion
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02. Dezember 2019

©Privat

Die Adventszeit ist für viele Menschen eine besondere Zeit. In unserer täglichen Adventsserie „O du fröhliche“ verraten Offenburger, was für sie das Besondere am Advent und an Weihnachten ist und was sie in dieser Zeit gerne machen. Und sie nennen ihren Weihnachtswunsch. Heute erzählt Constanze Armbrecht (39), Leiterin der Volkshochschule Offenburg, warum wir wieder lernen müssen, richtig zu wünschen. 

◼ Weihnachten ist für mich... zu Hause sein: in der Geborgenheit eines liebevoll dekorierten warmen, duftenden Hauses und in den kleinen, herzlichen Geschenken unter Kollegen. Aber auch in unserem Breitengrad, in dieser Landschaft, die im Winter ganz karg und klar wird. Wo die Natur nach innen geht, wo ich das Licht in den dunklen Tagen wieder besonders wahrnehme und unter der vermeintlichen Starre und Kälte der nächste Frühling träumt. 

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◼ Ich liebe es, in der Adventszeit... die kleinen Momente zu genießen, wenn abends die Lichterdekorationen die Dunkelheit magisch machen, die Wärme meiner Wohnung mich grüßt, wenn ich aus der Kälte nach drinnen komme, Zimt und Kardamom duften. 
Und ich spüre die Geborgenheit, wenn ich sonntags die Kerzen auf dem Adventskranz anzünde, die Zeit kurz weich und leise wird, und mich alles einlädt in die Stille und das warme Licht. 

◼ Mein Weihnachtswunsch ist... dass wir das Wünschen wieder „richtig“ machen. Immer noch kommt mir im Alltag zum Beispiel ein „Gute Reise“ oder „alles Gute zu…“ leger über die Lippen. Und oft wünsche ich mir noch halbherzig und durcheinander unterschiedliche Dinge. Zu wissen, was ich wünschen will, und dann mit jeder Faser dazu „ja“ zu sagen, das ist für mich auch der Geist von Weihnachten. 
Keine schale Höflichkeit und kein Wunschgedankenkarussell, sondern in jedem Moment das Bewusstsein: das ist mein Wunsch, meine Vision, meine Intention für mich, für uns. Ich vertraue in die Kraft der Worte aus denen Taten werden und schließlich „Schicksal“ entsteht, wie Gandhi es nannte. An die Wunder, die passieren, wenn wir aus klaren Gedanken bewusste Wünsche formulieren. Also wünsche ich uns zu Weihnachten: so richtig gutes Wünschen.

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