Neuried - Ichenheim

Wasserbüffel finden wenig Freunde

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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26. Oktober 2020

Wie das Naturschutzgebiet Salmengrund aufgewertet werden soll, ist noch nicht klar. ©Ulrich Marx

Das Naturschutzgeniet Salmengrund soll ökologisch aufgewertet werden – vielen Ichenheimer Ortschaftsräten ist aber die maschinelle Bearbeitung lieber als die Büffel. Weitere Termine sind notwendig.

In der Ortschaftsratsitzung am 21. Mittwoch ging es vor allem um die Arbeiten des Landschaftsarchitekturbüros Bresch, Henne, Mühlinghaus im Naturschutzgebiet Salmengrund auf der Gemarkung Ichenheim. Jochen Bresch berichtete über die Verbesserungen in diesem Naturschutzgebiet.

Ältestes Gebiet

Das Naturschutzgebiet Salmengrund ist das älteste in ganz Baden-Württemberg. Nun möchte man mit bestimmten Maßnahmen wieder eine Aktivierung von bestimmten Pflanzen und auch Lebensräume für Tiere in diesem ökologisch wertvollen Gebiet erreichen. So geht es zum Beispiel um das Sumpfknabenkraut, das Torflandkraut und verschiedenen Orchideenarten sowie die Aktivierung der Riedwiesen in diesen Bereichen. 
Dazu müssen etwa Grauweiden abgesägt und andere Pflanzen und Hecken entfernt werden. Hier soll auch bei der Entfernung auf natürliche Hilfsmaßnahmen zurückgegriffen werden. Angedacht ist die Beweidung bestimmter Flächen mit Wasserbüffeln oder auch Ziegen. Jedoch müssen hier erst Erfahrungen gesammelt werden. Auch sei die Frage zu klären, ob man Halter von Wasserbüffeln oder Ziegen rekrutieren kann. Ortsvorsteher Helmut Roth machte gleich klar, dass man nicht gerade begeistert ist von dem Gedanken, Wasserbüffel anzusiedeln, da hier noch zu wenig Erfahrung vorliegt. Vorteile hätte es, die Fläche mit Tieren beweiden zu lassen, damit nicht schwere Maschinen zum Einsatz kommen müssen. Aber dies dauere dann halt ziemlich lange, bis diese Maßnahmen Wirkung zeigen würden. 

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Die Natur würde sich hier selbst wieder neu zeigen und manche Pflanzen würden plötzlich wieder auf den Flächen zum Vorschein kommen. Es wurde heftig diskutiert, was man hier möchte. Dem Vorschlag von Ortschaftsrat Jochen Wurth wurde dann einstimmig gefolgt, dass Bresch dem Regierungspräsidium vorschlagen soll, zunächst einmal Teilflächen maschinell bearbeiten zu lassen. 

Man möchte aber auch noch einen Ortstermin wahrnehmen, damit alles besser und direkter erklärt werden kann. Durch die Maßnahmen sollen auch Vogelarten wie der Kiebitz und der große Brachvogel, die alle auf der roten Liste stehen, wieder stärker angesiedelt werden können. In diesen Gebieten ist auch die Wildkatze vorhanden. Bresch erklärte ganz klar, dass man Ichenheim nicht etwas überstülpen möchte, sondern gemeinsam etwas erarbeitet werden soll. Auch die Abholzung der bisherigen Heckenstreifen und die Anpflanzung von Heckenstreifen etwa 150 Meter südlich davon um den Blattsee wurde diskutiert. 

Das Thema war schon im März 2020 auf der Tagesordnung einer Sitzung, die aber damals wegen Corona abgesagt werden musste. Bresch wird nach dem Gespräch im Regierungspräsidium (RP) erneut berichten. Man war auch der Ansicht, dass sich die einzelnen Referate beim RP besser bei Maßnahmen abstimmen sollten, damit die Naturschutzmaßnahmen und die Baumaßnahmen mehr kompatibel erscheinen.

Ortsvorsteher Helmut Roth gab dann noch bekannt, dass im Dorfgebiet Ichenheim 25 Bäume neu gepflanzt werden sollen. Außerdem ziehen die Austräger nicht mehr die Kosten für das Amtsblatt ein, wegen der Corona Pandemie gibt es Rechnungen. Beim Kindergarten soll eine vorhandene Vertiefung am dortigen Parkplatz angehoben werden, da sich hier immer viel Wasser ansammelt. 

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