Höchste Ehrung der Gemeinde Ortenberg

„Wegle-Putzer“ mit der Bürgermedaille ausgezeichnet

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
11. Dezember 2019
Höchste Ehrung für bürgerschaftliches Engagement: Der Ortenberger Bürgermeister Markus Vollmer (rechts) überreichte Klaus Bürkle (Zweiter von rechts) und den Mitgliedern der Ortenberger „Wegle-Putzer“ die Bürgermedaille 2019.

Höchste Ehrung für bürgerschaftliches Engagement: Der Ortenberger Bürgermeister Markus Vollmer (rechts) überreichte Klaus Bürkle (Zweiter von rechts) und den Mitgliedern der Ortenberger „Wegle-Putzer“ die Bürgermedaille 2019. ©Volker Gegg

Seit 13 Jahren sind sie unermüdlich ehrenamtlich im Einsatz. Ob es um die Freihaltung des Wanderwegenetzes, die Wegebeschilderung oder den Bau von Aussichtsplätzen geht: Die zwölf Mitglieder der Ortenberger „Wegle-Putzer“ sind das ganze Jahr über aktiv. Dafür erhielt das Team unter der Regie von Klaus Bürkle die Bürgermedaille 2019. 

Seit 2004 wird im Rahmen der Einwohnerversammlung die Bürgermedaille der Gemeinde Ortenberg verliehen. Im Wechsel werden in einem Jahr Gruppierungen oder Einzelpersonen mit der höchsten Ehrung der Gemeinde für ehrenamtliches Schaffen ausgezeichnet. Nachdem der pensionierte evangelische Pfarrer Wilhelm von Ascheraden 2019 die Bürgermedaille in Empfang nehmen konnte, wurde am Montagabend in der Schlossberghalle den Ortenberger „Wegle-Putzern“ die Ehrung zuteil. 

Die Laudatio nimmt traditionell der Träger des Vorjahrespreises vor. Allerdings musste von Ascheraden aus persönlichen Gründen absagen, stattdessen richtete der langjährige Fraktionssprecher der Bürger für Ortenberg (BfO/SPD) und Motor des „Forums Asyl“, Victor Witschel, persönliche Worte an die Geehrten. Die Ortenberger „Wegle-Putzer“, das sind Lothar Bahr, Siegfried Gutz, Bertold Hagen, Bernhard Harter, Wilfried Harter, Emil Herp, Winfried Köninger, Klaus Kühne, Willi Lang, Gerhard Riedinger und Heiko Schlichte, die unter der Regie von Klaus Bürkle seit 2004 in Ortenberg die Wanderwege freihalten und noch vieles mehr anpacken und realisieren, wie Witschel bilanzierte. 

Alles startete im Jahr 2006.  Willi Lang und Klaus Bürkle beschlossen mit Unterstützung des Försters, am Freudentaler Eck einen Rastplatz zu errichten. Die beiden Handwerksmeister im Rentenalter fanden schnell Helfer. Mit viel Engagement und Muskelkraft wurde der Wanderhock samt Pavillon „Waldwichtelhütte“ errichtet. Die Arbeit wurde der Gemeinde nie in Rechnung gestellt, stattdessen griffen die Initiatoren und Helfer selbst ins Portemonnaie und sammelten Gelder bei Sponsoren. 

Danach begannen die „Wegle-Putzer“ mit dem Freihalten von Wanderwegen. „Der erste war der 1880 gebaute Wanderpfad vom Freudental zum Freudentaler Eck“, wie Witschel erläuterte. Der zugewachsene Weg wurde vom Grün befreit, es wurden ein neuer Belag installiert und Hinweisschilder angebracht. Mit den Jahren gehört ein sich über fünf Kilometer erstreckendes Wegenetz zum Arbeitsgebiet der „Wegle-Putzer“. In den vergangenen 13 Jahren haben die Helfer sieben Projekte umgesetzt. 

- Anzeige -

Auch Brunnen saniert

So wurde mit Unterstützung des Senioren-Stammtisches des Handwerker- und Gewerbevereins der historische Hochbehälter der Wasserversorgung von Schloss Ortenberg instandgesetzt und der Karl-Otto-Brunnen wieder zum Leben erweckt. Auch die Wasserleitung vom Karl-Otto-Brunnen zum Hochbehälter wurde von den Wegle-Putzern saniert und direkt neben der Plattform oberhalb von Schloss Ortenberg mit dem „Kinzigblick“ ein schmucker Wanderhock geschaffen. Auch im Ortenberger Rebberg war die Truppe aktiv, hat historische Steine saniert und an Trockenmauern angebracht. Darüber hat sie 60 neue Wanderschilder installiert. 

„Es hat uns Spaß gemacht und macht auch heute noch Freude, uns so für die Gemeinschaft einzusetzen“, betonte Klaus Bürkle nach Erhalt der Bürgermedaille. „Dabei wäre es ohne die Hilfe zahlreicher Unterstützer wie den jüngst verstorbenen Ernst Möschle nicht möglich gewesen, so viele Projekte auf den Weg zu bringen“, sagte er.

Bürgermeister Markus Vollmer bedankte sich bei den neuen Trägern der Bürgermedaille. Sämtliche Mitglieder erhielten eine Ehrenurkunde, während Bürkle für sein Projekt die Bürgermedaille in Empfang nehmen konnte.    

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 6 Stunden
Gemeinderat Schutterwald
Es ist endlich entschieden, wie es mit dem „Alten Jakob“ in Schutterwald weitergehen soll. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch für eine der beiden möglichen Varianten ausgesprochen. Wie die Details aussehen sollen, wird noch erarbeitet.
vor 6 Stunden
Hohberg
Was hinter den Kulissen schon seit Monaten läuft, wird jetzt langsam aber sicher auch im Dorf sichtbar. Die am Samstag aufgehängten Fasnachts-Bändele, mancher Narr im Garten und die zunfteigenen Fahnen kündigen das 44-jährige Jubiläum der Schräckslizunft an.
vor 7 Stunden
Fertighausanbieter kommen
Offenburg ist nach wie vor Fertighaus-Hochburg: Mehrere Hersteller haben sich nach dem Ende der Ausstellung am Messeplatz in der Innenstadt einquartiert. Und es wird viel umgebaut – ein Offenburger Traditionsgeschäft will dem Rée-Carré (Eröffnung Ende 2020) die Zähne zeigen.  
vor 7 Stunden
Neuried
In seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch lehnte der Gemeinderat den Antrag des Tagesmüttervereins Offenburg auf die Zahlung einer Platzpauschale für Tagesmütter ab. Die Meinungen waren geteilt.  
vor 8 Stunden
Projekt der Grossmann Group
Der Zeitdruck ist raus. Auch nach dem „Nein“ aus dem Durbacher Gemeinderat in Bezug auf ein beschleunigtes Bebauungsplan-Verfahren zugunsten einer Seniorenresidenz direkt gegenüber dem Hotel „Vier Jahreszeiten“ äußern Anwohner noch Bedenken. 
vor 8 Stunden
Diesmal mit Spotify-Playliste!
Er kennt die Ortenau und das Elsass, liebt Musik, Kunst, Kultur und Kulinarik: Über das Beste, was es davon dies- und jenseits des Rheins gibt, berichtet DJ Martin Elble in seiner ­Kolumne „OG Distrikt“. Diesmal geht es um einen legendären Musik-Club – und es gibt sogar eine Spotify-Playlist dazu.
vor 9 Stunden
Sogar Bigband-Techno gibt es
Mehr als 60 Veranstaltungen enthält das Programm des Offenburger Kulturbüros für Frühjahr und Sommer 2020. Einige Termine sind schon Klassiker, vieles ist aber neu. Kulturbüroleiter Edgar Common und sein Mitarbeiter Maximilian Schleyer nennen einige Höhepunkte. Hier sind sie!  
vor 10 Stunden
Offenburg
Eigentlich wäre im Februar vom Glockenspiel auf dem Dach des Offenburger Rathauses wieder das Lied „Lustig ist das Zigeunerleben“ zu hören gewesen. Die Stadt hat sich aber nun entschieden, den Titel aus dem Repertoire zu streichen. Der Liedtext sei diskriminierend.
Weitere neun Einbahnstraßen in der Stadt sollen – wie hier in der Zeller Straße – für den Radverkehr auch in Gegenrichtung geöffnet werden.
vor 10 Stunden
Gegenrichtung ist erlaubt
Eine Einbahnstraße darf eigentlich nur in eine Richtung befahren werden. Doch wenn keine Sicherheitsgründe dagegen sprechen, lässt sich für Radfahrer eine Ausnahme machen. Die Stadt Offenburg hat das nun bei weiteren neun Einbahnstraßen gemacht.
Vor dem Amtsgericht Offenburg wird gegen drei ehemalige Erzieherinnen der "Mühlbachhopser" verhandelt.
vor 11 Stunden
"Mühlbachhopser"-Vorfälle
Die Offenburger Kita „Mühlbachhopser“ hatte im Juni 2019 für Gesprächsstoff gesorgt. Drei Mitarbeiterinnen waren entlassen worden, weil sie Kinder zum Essen und zum Schlafen gezwungen haben sollen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Offenburg Anklage erhoben.
vor 11 Stunden
Gengenbach
Markus Dorer schließt nach 23 Jahren das Stadtcafé in Gengenbachs Altstadt am Obertorturm. Er möchte beruflich ganz was anderes machen – und sich einen Traum erfüllen. Für das Café gibt es aber auch eine Zukunft.
vor 14 Stunden
Offenburg
Ausführlich wurden die investiven Vorschläge aus Zell-Weierbach zum kommunalen Doppelhaushalt 2020/2021 im Ortschaftsrat besprochen. Die Bilanz zu den Vorschlägen fiel – mit Einschränkungen – überwiegend positiv aus.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -