Gelungener Feuerwehrball in Durbach

Wehr kann nicht nur löschen

Autor: 
Peggy Gießler
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

Ein buntes Programm haben die Zuschauer des Feuerwehrballs Durbach in der Steinberghalle geboten bekommen. ©Peggy Gießler

Dass die Feuerwehr Brände löschen und in schwierigsten Situationen helfen kann, ist allseits bekannt. Aber die Durbacher wissen schon seit Jahrzehnten, dass ihre Feuerwehr auch für gute Unterhaltung sorgen kann, was sie am Samstagabend in der neuen Steinberghalle auf dem traditionellen Dreikönigsball wieder unter Beweis stellte.

Schon vor 20 Uhr war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt, und die ersten Paare drehten sich zur Musik des Trios „Nightlife“, das mit gut tanzbaren Liedern, die bei aktiven und passiven Tänzern zum Mitsingen einluden, die Tanzrunden gestaltete. Das über den gesamten Abend locker verteilte Programm begann kurz nach 20 Uhr mit einer Neuerung: Statt der bekannten „Hannes und der Bürgermeister“-Darbietung durften in diesem Jahr erstmals die beiden Putzfrauen Gerda (Johannes Albers) und Marie (Markus Müller, der auch als Conférencier durch den Abend führte) über das Leben an sich (Suche nach einem Zweitjob) und das fortgeschrittene Eheleben im Besonderen (statt liebevoller Annäherung im Ehebett nur Suche nach der Fernbedienung) lästern. 

Das kam beim Publikum, trotz anfänglicher Tontechnik-Probleme, sehr gut an. Nach 20 Minuten Training der Lachmuskeln durfte dann der gesamte Körper auf der Tanzfläche trainiert werden. Anschließend ging es auf einer romantischen Fahrt mit altersschwachem Traktor durchs Durchbachtal. Hier ließen sich die Protagonisten (Uwe Laible, Ingo Müller, Katja und Sarah Glanzmann) gar trefflich über die Missgeschicke der Bewohner in Durbach, im Obertal, in Ebersweier und in Unterweiler aus. So erinnerten sie an Anhänger, die auf dem Weg zur Müllkippe „verlorengingen“, über falsch verlegte Rohre, neue Straßen und den Sinn von Überquerungshilfen oder auch über auf dem Dach festsitzende Honoratioren oder überraschenderweise in die falsche Richtung abfließendes Wasser in den Duschen der neuen Halle.

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Nach einer kurzen Tanzpause ging es dann auch schon zum ersten Teil der erwarteten Tombolarunde. Mithilfe der Weinhoheiten Hannah Männle beziehungsweise im zweiten Durchgang Hannah Kern an der Lostrommel verkündete Alfred Männle die Nummern und Preise. Das Angebot war wie gewohnt breitgefächert und reichte von der Gardena-Schlauchtrommel über zahlreiche Restaurantgutscheine in verschiedener Höhe, Weinpräsente, Apfelkisten, Wasserkocher, Haushaltsleiter bis hin zu Blumen, Rauchmeldern und vielem mehr. Natürlich nicht zu vergessen die beiden Hauptpreise in jeder Runde: ein Essen für zehn Personen am Fischweiher von Markus Müller sowie eine achter-Weinprobe mit Vesper für 25 Personen im Weingut Schwörer. Die Tanzeinlage der „Firefighters“ beendete eine halbe Stunde vor Mitternacht den offiziellen Teil, bevor die Bühne für die Wein- und Sektbar vorbereitet wurde.

Wurst-, Käse- und Schinkenwecken sowie Brezeln und Käsewürfel und stets präsente Bedienungen, die sich um den Getränkenachschub kümmerten, sorgten an diesem Abend für Wohlfühlatmosphäre bei den Gästen. Und das vor allem war Feuerwehrkommandant Markus Müller wichtig: „Uns geht es bei diesem Dreikönigsball nicht ums Geld, aber er ist nun schon seit vielen Jahrzehnten in Durbach etabliert, und insbesondere die Tombola, in die wir rund 3000 Euro stecken und die immer gut bestückt ist, ist für uns so etwas wie ein Markenzeichen. Ich bin stolz, dass die Halle voll ist, und ich freue mich auch, dass Feuerwehrkameraden aus Ebersweier den Weg heute zu uns gefunden haben.“ Das lässt die dreimonatige Probezeit für die Darbietungen, die Haus- und Straßensammlung sowie den ganzen organisatorischen Aufwand (fast) vergessen.

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