Open-Air-Veranstaltung wurde in die Reithalle verlegt

"Weinclubber" zogen um: Auch drinnen herrschte gute Laune

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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19. August 2019
Noch im Freien schenkten sich diese Besucher des »Weinclubber«-Treffens den ersten Wein ein. Wegen des unsicheren Wetters zogen die Veranstalter in die Reithalle um.

Noch im Freien schenkten sich diese Besucher des »Weinclubber«-Treffens den ersten Wein ein. Wegen des unsicheren Wetters zogen die Veranstalter in die Reithalle um. ©Peter Heck

Ganz geklappt hat es am Samstagabend nicht mit der Open-Air-Weinprobe auf dem Reithallen-Gelände. Die »Weinclubber« waren trotzdem zufrieden: Publikum wie die Vertreter der Weingüter kamen in der Reithalle ins Gespräch.

»Um 16 Uhr haben wir entschieden, dass wir in die Reithalle gehen: Ein Umzug wegen Platzregen wäre zu hektisch«, sagte Adrienne Streif von der »Generation Pinot«. Diese war mit 14 Weingütern im Rahmen der Veranstaltung »Weinclubber« präsent. 

»Wir waren tatsächlich um 18.30 Uhr da und haben uns jetzt zum Rosé durchprobiert«, sagten die Zwillinge Stephanie und Dorothee aus Offenburg. Das Konzept von Weinprobe und anschließender Party fanden sie überzeugend. »Nur schade, dass im Vorfeld niemand kommuniziert hatte, dass man das Probierglas kaufen muss«, lautete ihre einzige Kritik. Nach einer Stärkung draußen am Flammkuchenstand sollte es für die beiden 33-Jährigen weitergehen – Richtung Rotwein. »Das hat uns unsere Mutter empfohlen, die im vergangenen Jahr den Weinguide gemacht hat«, berichtete Stephanie.

Da hatten sie die Wahl: einen trockenen Roten vom Weingut Schloss Ortenberg oder der Hex vom Dasenstein, einen lieblichen Spätburgunder der Durbacher WG oder dem 2014er Spätburgunder von Maximilian Bohnert in Oberachern. Der ist für den Jungwinzer eine Herzensangelegenheit, »ich habe ihn deshalb immer dabei«. Er freute sich über das gemischte Publikum in der Reithalle: Bei ihm kostete die 31-jährige Julia einen Rose, den sie als »super« bezeichnete, nebenan stand eine Clique von Damen zusammen, die sich einen Durbacher Riesling vorgenommen hatte.

»Schön fruchtig, aber nicht zu süß, und weich im Abgang«, zeigte sich Kerstin (42) überzeugt. Das Trio aus der Oststadt erklärte, dass »der kurze  Heimweg« den Ausschlag für den Besuch bei den »Weinclubbern« gegeben hatte. »Da stört auch nicht, dass die Veranstaltung nach drinnen verlegt werden musste: Man kann das Beste draus machen«, so Petra (51).

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Die richtigen Beats vom Plattenteller zauberten einen ähnlichen Charme in die Reithalle wie es »Weinclubber« auch vom »Freiraum« gewohnt sind. »Ich war bei der ersten Auflage dabei und wollte mir heute das Open-Air ansehen«, sagte Martina. Sie pausierte von der Weinprobe bei Essen und Rieslingschorle. Sie hält es für eine gute Idee, junge Leute auf diese Weise für den Wein zu begeistern. Rosé und Weißburgunder hat sie bisher probiert, generell mag sie lieber trockene Weine. Auch aus Bio-Anbau war einer dabei, »eine spannende Erfahrung«, sagte sie.

»Den Rosé vorgenommen«

Mit dem Blick auf die Liste probierte eine Familie aus Offenburg, die beiden 48-Jährigen sind nebst Tochter auch bei den Treffen im »Freiraum« zu finden. »Heute haben wir uns den Rosé vorgenommen«, berichtete er. Besonders interessant an den Abenden sei, dass man eben Gegenvergleich machen könne. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte die Familie schon den Rosé der Hex vom Dasenstein in allen drei Gläsern. »Er ist fruchtig, spritzig – einfach angenehm«, war man sich einig.

Adrienne Streif war sehr zufrieden mit dem Abend: »Bereits im Vorverkauf waren 500 Tickets weg«, freute sie sich über den Erfolg der Veranstaltung mit dem »Freiraum« und in Kooperation mit dem Kulturbüro. Das war wohl das schönste Geburtstagsgeschenk für die Außendienstlerin des Winzerkellers Auggener Schäf, die aus Durbach stammt.

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