Wissen aus der Praxis

Weingartenschüler beschäftigen sich mit Milch

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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03. Dezember 2019

Die Dritt- und Viertklässler der Weingartenschule Zell-Weierbach befassten sich mit dem »Weg der Milch«. Dabei war auch eigenes „Handanlegen“ gefragt. ©Thorsten Mühl

Die Dritt- und Viertklässler der Weingartenschule Zell-Weierbach befassten sich in den vergangenen 14 Tagen über zwei Schulstunden praxis­orientiert mit dem „Weg der Milch“. Dabei war im Wortsinn auch eigenes „Handanlegen“ gefragt.

Dass Heimat- und Sachunterricht nicht nur theoretischer Natur sein muss, sondern auch praxisorientiert vonstatten gehen kann, erleben die Dritt- und Viertklässler der Weingartenschule Zell-Weierbach immer wieder. Zuletzt setzten sich die beiden vierten und die dritte Klasse in den vergangenen 14 Tagen jeweils über zwei Schulstunden hinweg mit dem kleinen Projekt „Der Weg der Milch“ auseinander. Begleitend dabei war Hortense Döbel vom Verein „information.medien.agrar“ (ima), der zum Beispiel pädagogische Materialien zu Themen der Landwirtschaft und Ernährung für den Schulunterricht herausgibt.

Alles über Milch 

In einem Theorieteil wurde vergangene Woche in der dritten Klasse zunächst besprochen und erarbeitet, wie die Bedingungen für Kühe auf Bauernhöfen aussehen, wie Milch eigentlich entsteht, welche Bestandteile enthalten sind und welche Effekte sie für den menschlichen Organismus und die körperliche Entwicklung haben kann. Auch das Thema Unverträglichkeiten, zum Beispiel infolge Laktose-Intoleranz, wurde anhand von Beispielen beleuchtet und aufgezeigt. 
Ebenfalls ging es um die Verwendungsmöglichkeiten von Milch, die Vielfalt von Milchprodukten sowie die Frage, auf was beim Kauf von Milch­erzeugnissen zu achten sei. Die Tagesaktualität blieb im weiteren Verlauf nicht unerwähnt, denn Aspekte wie Insektensterben und die Diskussionen, der sich die Landwirte derzeit ausgesetzt sehen, beschäftigen auch im jüngeren Alter bereits. Ergänzende Fragen konnten Döbel und Lehrerin Sonja Kalt beantworten.

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Nahtlos schloss sich der praxisorientierte Teil an. Hortense Döbel demonstrierte anhand eines kleinen Modells, wie eine Kuh gemolken wird. Für die Schüler hieß es nun, selbst Hand anzulegen und ein Gefühl für die Technik zu bekommen. Die Aufgabe stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Zwar handelte es sich lediglich um Wasser, das bei der Demonstration daneben gehen konnte. Doch immerhin, man musste schon konzentriert zu Werke gehen, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Den meisten Beteiligten gelang das aber mit Geduld und Vorsicht. 

Selbst gemachte Butter

Nach diesem handfesten Auftakt wurde die Frage aufgeworfen, was sich aus Milch beziehungsweise Sahne mit entsprechendem Einsatz noch herstellen lassen könne. Die Antwort erfolgte schnell und präzise, „Butter“. Zu diesem Zweck wurden kleine Behältnisse mit Sahne verteilt, die es nun kräftig zu schütteln galt. Heraus kam das gewünschte Ergebnis, mit dem sich die Klasse – als kleine abschließende Überraschung – Brote samt entsprechend gesundem weiterem Belag zubereiten konnte. 

„Für die Klasse war das eine spannende Doppelstunde. Der Weg der Milch, von der Kuh zum fertigen Produkt, die Melk-Demonstration sowie die abschließende Stärkung haben sich als gelungene Mischung erwiesen“, stellte Sonja Kalt heraus. Die im Zuge der Projekteinheit entstehenden Kosten konnten wiederum über Unterstützer getragen werden, die Kontakte zum Verein hatte Kalt bereits zu Anfang des Schuljahrs hergestellt. 

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