Gengenbachs Weinhoheit Sophia Sester im Interview

»Weinprinzessin ist eine Aufgabe mit Verantwortung«

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18. September 2019

Weintrauben hat Sophia Sester ständig im Blick: Auch im Garten des elterlichen Sesterhofs. ©Dietmar Ruh

Gengenbachs neue Weinprinzessin heißt Sophia Sester. Die 21-Jährige aus dem Gengenbacher Ortsteil Reichenbach nahm das Krönchen am vergangenen Samstag beim Weinfest von ihrer Vorgängerin Sara Vollmer entgegen und wird die Winzer der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg für ein Jahr lang repräsentieren. Wir fragten die neue Weinhoheit vom Winzerhof Sester im Reichenbacher Sondersbach, wie es sich anfühlt, auf dem Rathausbalkon bejubelt zu werden und was das Amt für sie bedeutet.
 

Frau Sester, wann haben Sie erfahren, dass Sie Gengenbachs neue Weinprinzessin werden?

Sophia sester: Das war im Spätjahr 2018. Ich hatte mich zuvor um das Amt beworben und bei einer Treibjagd, bei der Geschäftsführer Christian Gehring auch dabei war, hat er mir gesagt, dass ich Weinprinzessin werde. Ich habe es nur im engsten Familienkreis erzählt, da es ja bis zum Weinfest geheim bleiben sollte.

Welche Gefühle hatten Sie, als Sie am Samstag auf dem Rathausbalkon standen und die Leute Ihnen zujubelten?

Sophia Sester: Die komplette Palette an Gefühlen. Ich habe vor Aufregung gezittert, es brach eine Welle von Glücksgefühlen über mich herein und das »Zum Wohl« am Ende meiner Rede war ein befreiender Moment. Es lief aber ganz gut, ich bin mit mir zufrieden. Die Rede hatte ich selbst geschrieben und vorher auch geprobt.

Wie fielen nach Ihrer Krönung die Reaktionen aus?

Sophia Sester: Es gab nach der Krönung beim Weinfest überaus viele Gratulationen und Glückwünsche, vor allem auch in den Sozialen Netzwerken. Auch mein Freund Michael bekam das zu spüren. Er ist Polizist und seine Kollegen hatten ihm ein Namensschild angefertigt, auf dem stand: »Prinz Michael von Strohbach«.

Ihre ältere Schwester Alexandra war 2010/2011 ebenfalls Gengenbacher Weinprinzessin. Ist das eher hilfreich oder setzt Sie das unter Druck?

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Sophia Sester: Ich fand, dass es meine Schwester in ihrer Amtszeit als Weinprinzessin toll gemacht. Da hat man natürlich im Vorfeld schon eine gewisse Angst, ob das bei einem selbst auch so klappt. Durch den Vergleich entsteht ein gewisser Druck. Jetzt, nach der Krönung, unterstützt sie mich aber sehr und gibt mir wertvolle Tipps.

Als Weinprinzessin gibt es sicher viele Termine. Sie arbeiten als Hauswirtschafterin im Waldschulheim Höllhof. Gibt es da auch mal Terminkollisionen?

Sophia Sester: Als Weinprinzessin habe ich gewisse Pflichttermine, die fest im Kalender stehen. Bei meiner Arbeit habe ich das Glück, dass ich die Wochenenden meistens frei habe, somit also auch die festen Termine für die Weinmanufaktur wahrnehmen kann. Bei sonstigen Repräsentations-Terminen werde ich gefragt, ob es geht. Grundsätzlich versuche ich, möglichst viel mitzunehmen – denn das Jahr als Weinprinzessin vergeht wie im Flug. Das hat mir auch meine Vorgängerin bestätigt.

Was bringt Ihnen das Jahr als Weinprinzessin persönlich?

Sophia Sester: Vor allem viele neue Erfahrungen, die einen auch weiterbringen. Man steht im Mittelpunkt und lernt viele Menschen kennen, auch solche in wichtigen Positionen. Das Weinfest war für mich sozusagen die Feuertaufe.

...und wie sehen Sie das Amt selbst?

Sophia Sester: Ich mache das nicht nur für mich, obwohl es natürlich auch Spaß macht. Als Weinprinzessin vertrete ich alle Winzer. Ich bin mir bewusst, dass ich daher eine verantwortungsvolle Repräsentationaufgabe habe. Weinprinzessin wird man ja nicht einfach so: Man entscheidet sich dafür, bewirbt sich – es ist eine Art Berufung.

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