Sparkurs: Keine Großprojekte

Welche Wünsche Rammersweier für den kommenden Doppelhaushalt hat

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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04. August 2021
Immer wieder wird der Belag der "Affentaler Gasse" ausgewaschen. Der Ortschaftsrat wünscht sich eine Asphaltierung. 

Immer wieder wird der Belag der "Affentaler Gasse" ausgewaschen. Der Ortschaftsrat wünscht sich eine Asphaltierung.  ©Thorsten Mühl

Der Rammersweierer Rat hat die Bauinvestitionen für den kommenden Offenburger Doppelhaushalt diskutiert. Schule, Rathaus, Feuerwehrhaus und Straßensanierungen stehen auf der Liste.

Im Rammersweierer Ortschaftsrat sind die Meldungen der Bauinvestitionen an die Hauptverwaltung zum nächsten Offenburger Doppelhaushalt diskutiert worden. Ortsvorsteher Trudpert Hurst (CDU) teilte mit, dass die Ortsteile seitens der Stadt darum ersucht wurden, keine größeren neuen Projekte anzumelden. Aufgrund des angekündigten Sparkurses sei Neues erst einmal nicht machbar.

Zunächst sollten solche Projekte abgearbeitet werden, die bereits im Planungsbestand seien. Nach einigem Hin und Her im Rat, auch angestoßen durch eine Information Andreas Eiseneckers (CDU) zur prognostizierten mittelfristigen Entwicklung der Schülerzahlen (wir berichteten), wurde die Anmeldung eines Anbaus für die Grundschule (400 000 Euro) beleuchtet.

Trudpert Hurst stellte fest, dass „derzeit kein Raum fehlt“. Eisenecker verwies im Gegensatz darauf, dass die Konstellation mittelfristig ganz anders aussehe, sollten die sich abzeichnenden Bezugszahlen im Ort neu entstehender Wohngebäude ansatzweise zutreffen. Hinzu komme die mittelfristig zugesagte Erweiterung des Baugebiets „Im Schleichgässchen“ um Bauabschnitt zwei.

Neu auf der Liste offener Vorhaben taucht die „Affentaler Gasse“ auf. Der in Verlängerung der Waldstraße befindliche Weg sollte ursprünglich seit vielen Jahren asphaltiert werden. Jüngste Starkregen-Ereignisse sorgten für erhebliche Auswaschungen, das Wasser transportierte eine ganze Menge Schlick und Material bergabwärts. Der Schlick lief in Hofeinfahrten hinein und sorgte für Probleme. „Hier war buchstäblich Land unter“, schildert ein Anwohner.

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„Für einen Tag“

In der Folge rückten die TBO mit Walze, Bagger und LKW an und besserten die Wegfläche einigermaßen aus. Ein nur kurzzeitig greifendes Vorgehen, der folgende Regen wusch die Flickenlösung erneut aus. „Der Weg war in annehmbarem Zustand – für einen Tag“, sagte der Anwohner achselzuckend. Benötigt würden laut Ortschaftsrat nicht nur eine Asphaltierung. Man müsse sich zusätzlich eine Lösung mit Querriegeln überlegen, um das Wasser am intensiven Abwärtsfluss zu hindern. Eine konkrete Kostenschätzung der städtischen Fachabteilung lag zum Sitzungszeitpunkt nicht vor.

Ein „Klassiker“ der Liste ist die Generalsanierung des Rathauses, für das mit der Planung eines Nutzungskonzepts begonnen werden soll. Wie Ortsvorsteher Hurst anklingen ließ, sollen diese Planungen bis Anfang 2022 abgeschlossen sein, die bauliche Umsetzung in den kommenden Jahren folgen. Die Kosten von 1,5 Millionen Euro (verteilt auf 2021 und 2022) dürften allerdings nicht mehr haltbar sein, wie im Rat bereits stark vermutet wurde. Auf der Liste finden sich außerdem als bestehende Punkte ein Lagerschuppen für die Turn- und Festhalle (50 000 Euro) und die schrittweisen Sanierungen in Grundmattstraße und Schellenberggasse.

In den kommenden Jahren soll ebenfalls das alte Feuerwehrhaus, das seitens der Vereine rege genutzt wird, saniert werden. „Vor allem eine neue Heizung tut not“, betonte der Ortsvorsteher. 145 000 Euro wurden angesetzt.

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