Peterle-Owe

Wenn über Gengenbach der Aasgeier kräht...

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17. Februar 2019

(Bild 1/9) Der gefürchtete Ganove Averell Dalton eröffnete das das Programm. ©Thomas Reizel

Die »Ewerderfler« haben mit ihrem Peterle-Owe für Stimmung in der Stadthalle gesorgt.  Der Wilde Westen zog am Samstagabend alle in ihren Bann. Auch die Narrenzunft bekam ihr Fett weg – terminierte sich doch auf Plakaten ihren Heiteren Abend eine Woche zu früh.
 

Es dauerte nicht lange, da schlug der gefürchtete Ganove Averell Dalton (Dieter Kretschmann) zum ersten Mal zu. »Die Narrenzunft ist ganz aktuell – der Heitere Abend kommt ganz schnell«. Auf Plakaten hatte ihn die Narrenzunft auf den »Peterle-Owe« vorverlegt.

Franz Huber sinnierte als Häuptling Winnetouch (sprich Winne-Datsch) im Dialog mit seinem Pferd Jacqueline über die Klippen in Gesprächen zwischen Mann und Frau: »Zwei Millionen Worte kann er doch gar nicht handeln, er braucht nur 50 im Überlebenskampf.«

Zwei Trapper diskutierten am Lagerfeuer in der Prärie über das Leben. Pech nur, dass einer ein Sprachblockade hatte, weshalb es zu ständigen »Missverständnissen« kam. Aber beim »Hoorig isch de Bär« war diese weg.

Selina Kretschmann begeisterte als Ersatz-Rotzschnaig für Jürgen Discher. Spitz glossierte sie das nie endende Verkehrschaos an Bergers Eck und sieht die Gengenbacher vom Aussterben bedroht: »Wir haben kein Krankenhaus mehr, es gibt keine waschechten Gengenbacher mehr.«

Doch Axel Lademann, der einsame Cowboy vor dem Saloon, konnte einigem etwas Gutes abgewinnen, dem Whiskey zum Beispiel, denn der sorgt für Hygiene in der Vene. Und das OT brennt so gut im Lagerfeuer. Vor den Steckbriefen Merkels, Makrons und Trumps stieß er mit sich an: »Ich trinke auf den die Welt und Frieden, immer noch, immer noch...«

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Ja, die Fasend: »Wo sind all die Traditionen hin?«, sang Oberrotzlöffel Anna Jeske und erinnerte an die wenigen, die diese noch pflegen. Auf der Bühne dankte sie »ihrem großen Vorbild« Ines Thelen für deren Unterstützung und hoffte auf viele weitere Jahre.

Unterdessen gingen die Tratschweiber auf Männerfang und wurden dem gerecht, was Averell Dalton angekündigt hatte: »Jetzt kommen die Schlimmsten. Die wissen alles und vergessen nichts!« Etwa Tabea Thelen: »Da kam einer in die Bäckerei und fragte nach dem Namen. Tabea freute sich schon auf den Flirt, als der junge Mann sagte: Ich meinte doch nur das Gebäck.«

Litterst der »Dolle«

Von der Last des Postaustragens war Heiner Müller (Joel Thelen) arg geplagt. Die Werbeflyer der Parteien schafften ihn. Doch Gott sei Dank bot ihm Bardame Jenny einen Schnaps und »wenn Du willst, noch viel mehr« an. Das wiederum rief Pfarrer Erwin Schmidt (Michael Besel) und Stadtsheriff Willi Litterst (Matze Göppert) auf den Plan, doch der war am Schluss der »Dolle« – mit der Schaufel für die Pferdebolle.

Die Schamanin (Melanie Guenegou) bot indes ihre Dienste für das geschlossene Krankenhaus an: »Zur Desinfektion sage ich nein, gibt es kein Krankenhaus, gibt es auch keinen Keim.« Als Patentrezept gegen alles empfahl sie »Schnaps und Gras«. Doch das Unheil dräute in Form von Giuglia Brachvogel: »Wenn der Aasgeier dreimal kräht, dann ist alles zu spät...«

Doch es ging am Ende alles gut. Die Fasend rettet die Stadt, das Männerballett sorgte für einen letzten Kracher und dann ging sie richtig los, die Fasend der Ewerderfler.

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