Ausschuss votiert gegen mehr Stimmberechtigte aus Ortschaftsrat

Wettbewerb für »Sonne«-Areal: Diskussion um Jurybesetzung

Autor: 
Tanja Proisl
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juli 2018

Von September bis Oktober können die ausgewählten Büros im Rahmen des Wettbewerbs ihre Entwürfe für das »Sonne«-Areal erstellen. Im Dezember soll dann das Preisgericht tagen. ©Archivfoto

Der Beschluss des Auslobungstextes für den Wettbewerb für das »Sonne«-Areal in Zell-Weierbach sorgte im Planungsausschuss für Gesprächsbedarf. Konkret ging es um die Mitglieder der Jury. Der Ortschaftsrat Zell-Weierbach möchte drei Ortschaftsräte als Preisrichter in dem Gremium sitzen haben.

Auf dem »Sonne«-Areal in Zell-Weierbach sollen eine Tagespflege für Ältere sowie seniorengerechte Wohnungen entstehen, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Paul-Gerhardt-Werk. Für dieses Vorhaben soll es einen städtebaulichen Wettbewerb geben. Dessen Auslobungstext stand am Mittwochabend auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. 

Es seien acht Teilnehmerbüros ausgewählt worden, informierte Maximilian Krebs,  Stadtplanung und Stadtgestaltung. Der Wettbewerb umfasst einen Realisierungsteil (Grundstück »Sonne«, Wohnungen und Tagespflege sowie Umnutzung der »Sonne«) und einen Ideenteil (öffentlicher Raum, Grünflächen, Verkehrsführung). Bei der Anzahl an Wohneinheiten habe man keine Vorgaben gemacht, so Krebs. Aber: »Pro Wohneinheit muss es einen Stellplatz geben.«

Mit diesen Fakten zeigten sich alle Mitglieder einverstanden. Für Gesprächsbedarf sorgte hingegen die Forderung des Zell-Weierbacher Ortschaftsrats. Er möchte drei Ortschaftsräte als Preisrichter in der Jury sitzen haben. »Wir wollen stimmberechtigt sein«, sagte Heribert Schramm, Fraktionsvorsitzender der BLZW, in der Sitzung. In der derzeitigen Fassung des Auslobungstextes ist nur ein Ortschaftsrat als stellvertretender Preisrichter vorgesehen. Ortsvorsteher Willi Wunsch wird als Preisrichter genannt. »Ihn sehen wir als Vertreter der Verwaltung, nicht als Vertreter des Ortschaftsrats«, so Schramm. 

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Baubürgermeister Oliver Martini sagte: »Bei drei weiteren Preisrichtern würden wir auch drei weitere Fach-Preisrichter brauchen, das wären sechs Leute mehr. Irgendwann wird das Gremium zu groß, wir sollten es arbeitsfähig halten.«

Alle dürfen mitreden

Martini betonte, dass die Jury bei solchen Wettbewerben gemeinsam beraten und im Konsens entscheiden würde – unabhängig davon, wer formal ein Stimmrecht habe und wer nicht. Dies bestätigten einige Mitglieder des Planungsausschusses. Für drei Zell-Weierbacher Räte als Preisrichter sprachen sich drei Mitglieder des Planungsausschusses aus (alle CDU), vier stimmten dagegen, einer enthielt sich. Martini schlug daraufhin vor, dass zwei Zell-Weierbacher Räte zwar nicht als Preisrichter, aber in anderer Funktion in die Jury aufgenommen werden sollen (siehe Hintergrund).

Hintergrund

Die Jury des Wettbewerbs für das Areal »Sonne«

Preisrichter mit beruflicher Qualifikation: Daniel Ebneth, Fachbereichsleiter Stadtplanung und Baurecht, Fred Gresens, Vorstandsvorsitzender Gemibau, Bärbel Hoffmann, Architektin aus Fellbach und Mitglied des Gestaltungsbeirats der Stadt, Jochen Koeber, Landschaftsarchitekt aus Stuttgart und Mitglied des Gestaltungsbeirats der Stadt Offenburg, Baubürgermeister Oliver Martini, Eckart Rosenberger, Architekt aus Fellbach, und Jochen Weinzierl, Diplom-Ingenieur, Trend Concept GmbH.
◼ Stellvertretende Preisrichter mit beruflicher Qualifikation: Jutta Herrmann-Burkart, Fachbereich Hochbau, Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Offenburg, und Leon Feuerlein, Fachbereich Stadtplanung und Baurecht.
◼ Preisrichter: Christoph Jopen, Jopen Consulting GmbH, Bertram Jörger, Trend Concept GmbH, Willi Wunsch, Ortsvorsteher Zell-Weierbach, noch nicht benannt: jeweils ein Mitglied der Offenburger CDU-, SPD- und Grünen-Gemeinderatsfraktion.
◼ Stellvertretende Preisrichter: noch nicht benannt – jeweils ein Mitglied der Offenburger FWO- und FDP-Gemeinderatsfraktion sowie ein Mitglied des Ortschaftsrats Zell-Weierbach. 
◼ Nach Abstimmung des Planungsausschusses sollen zwei weitere Ortschaftsräte aus Zell-Weierbach in der Jury sitzen. Laut Baubürgermeister Oliver Martini sollen sie – sofern es die Regeln erlauben – stellvertretende Preisrichter werden. Falls dies nicht geht, werden sie als Sachverständige benannt.

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