Fortsetzungen folgen

Wie der weihnachtliche Wochenmarkt in Schutterwald war

Autor: 
Otmar Hansert
Lesezeit 3 Minuten
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22. November 2020
Am Samstag boten sieben Standbetreiber während des Schutterwälder Wochenmarktes ihre weihnachtliche Ware zum Kauf an. Bürgermeister Martin Holschuh (links) war vor Ort und zeigte sich über die Durchführung des weihnachtlichen Wochenmarktes sehr erfreut.

Am Samstag boten sieben Standbetreiber während des Schutterwälder Wochenmarktes ihre weihnachtliche Ware zum Kauf an. Bürgermeister Martin Holschuh (links) war vor Ort und zeigte sich über die Durchführung des weihnachtlichen Wochenmarktes sehr erfreut. ©Otmar Hansert

Der weihachtliche Wochenmarkt in Schutterwald am Samstag ist von den Beteiligten als Erfolg verbucht worden. Händler und Besucher dürften sich auf weitere Termine freuen.

Seit vielen Jahren ist der Weihnachtsmarkt vor dem ersten Advent fest im Schutterwälder Veranstaltungskalender verankert. Mit seinem Flair und seiner Atmosphäre gehört er zu den schönsten Märkten der Region. In diesem Jahr wurden die Schutterwälder Organisatoren jedoch vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie ermöglichte es nicht, den Weihnachtsmarkt in gewohnter Art und Weise durchzuführen. Dies war aufgrund der Corona-Situation schon Wochen zuvor bereits klar, wobei sich die Bestimmungen Anfang November nochmals verschärften.

Bürgermeister Martin Holschuh hatte im September die örtlichen Vereine und Organisationen aus Schutterwald zu einer gemeinsamen Besprechung eingeladen. Ziel war es, herauszufinden, ob und gegebenenfalls unter welchen Bedingungen der Weihnachtsmarkt 2020 stattfinden kann. 

Verlegung zu aufwendig

In der Sitzung wurde über alternative Standorte des Weihnachtsmarktes diskutiert, zum Beispiel über die Verlegung auf den Mörburghallenparkplatz oder in die Haupt- und Kirchstraße. Die Besprechungsteilnehmer kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass der Aufwand bei einer Verlegung in keinem Verhältnis stehen würde, zumal der Erfolg des Schutterwälder Weihnachtmarktes auch mit dem Standort Schulhof betrachtet werden muss.
Holschuh sagte: „Schweren Herzens haben wir uns daher dazu entschieden, den traditionellen Weihnachtsmarkt in diesem Jahr abzusagen.“

Die Schutterwälder wollten allerdings nicht gänzlich auf die geschätzten weihnachtlichen Angebote verzichten. So entstand die Idee des weihnachtlichen Wochenmarktes. Den Teilnehmern des letztjährigen Weihnachtsmarktes wurde angeboten, ihre Stände während des regulären Wochenmarktes aufzubauen. 

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Das Angebot wurde angenommen und am Samstag mit einem „kleinen Weihnachtsmarkt“ umgesetzt. Sieben Anbieter hatten ihre Stände im Schulhof mit sichtlich großen Abstand zueinander aufgebaut. 
Auch die Besucher des weihnachtlichen Wochenmarktes verhielten sich sehr diszipliniert, achteten auf den erforderlichen Mindestabstand und trugen ohne Ausnahme Gesichtsmasken.

Erfreuter Bürgermeister

Bürgermeister Holschuh war am vergangenen Samstag zur Eröffnung des weihnachtlichen Wochenmarktes ebenfalls vor Ort. Er zeigte sich erfreut, dass unter den momentanen Corona-Vorschriften überhaupt ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfinden konnte. 

Die Standbetreiber gaben einstimmig zu verstehen, dass es für sie wichtig ist, überhaupt ihre Ware anbieten zu können. Auch Elke Echle war mit Dutzenden Adventskränzen und selbst gemachten Weihnachtsschmuck vertreten. „Ich werde auch am nächsten Samstag hier auf dem Markt meine Kränze anbieten, zumal ich seit Jahren eine große Stammkundschaft zu bedienen habe“, sagte Echle. 

An den kommenden beiden Samstagen werden weitere Standbetreiber ihre Bastelarbeiten, Kränze, Leckereien und kreative Kunstwerke während des Wochenmarktes zum Kauf anbieten. Am 28. November wird der weihnachtliche Wochenmarkt allerdings um einige Standbetreiber größer sein, denn da haben sich 16 Anbieter angekündigt. Abschluss wird am 5. Dezember sein, mit nochmals sieben Ständen.

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