Besuch in der Kita "Haus der kleinen Freunde"

Wie die Offenburger Kinder aufs Osterfest hinfiebern

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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20. April 2019

Basteln macht Spaß (von links): Elisa, Ksenia, Jessica Berl, Sophie, Franziska, Paul, Traudl Keller und Nic. ©Barbara Puppe

»Stups, der kleine Osterhase«, Ostereier, Küken und die Auferstehung Jesu: Schon seit Wochen  dreht sich im »Haus der kleinen Freunde« alles um das Osterfest! 
 

Das höchste christliche Kirchenfest ist für viele Kinder mit Weihnachten und Geburtstag das schönste­ Fest im Jahr. Schließlich bringt der Osterhase die vielen bunten Eier und versteckt sie hinter dem Sofa und im Garten. Die Vorfreude ist riesig, und in der Kita gibt es schon seit vier Wochen das volle Osterprogramm. Im »Haus der kleinen Freunde« wurde  erzählt, gespielt, gemalt, gebastelt, gebacken, und jedes Kind kann inzwischen das Lied von »Stups, dem kleinen Osterhasen« singen, der andauernd auf die Nase fällt.

Nic (4) schneidet gerade einen Osterhasen aus Filz aus, dann wird er Augen aufkleben und eine kleine Schnuppernase. »Der Osterhase versteckt die Eier aus Schokolade«, da ist er sicher. Sophie (6) bastelt Hasenohren­ aus braunem Papier, die kann sie auf den Kopf setzen. Einen echten Hasen hat sie auch schon gesehen, erzählt sie. Das Ostereier-Anmalen haben sie in der Kita lieber ausgelassen, denn da kann zu viel schiefgehen, wie Leiterin Traudl Keller aus Erfahrung weiß. Die ausgeblasenen Eier gehen leicht zu Bruch, die Kinder wären enttäuscht. Und sie sollen ja die Osterfreude mit allen Sinnen erleben. Und auch die Freude an der neu erwachten Natur, wie Erzieherin Jessica Berl meint. Sie mag es, den Kindern den Frühling nahezubringen, die Blumen, das Grün und die Farben, die plötzlich wieder aus dem Boden sprießen. 

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Durchs Fenster blinzelt die Sonne und sogar an der Scheibe haben selbstgemalte Tulpen ihren Platz gefunden. Elisa (5) erzählt, dass sie auch Hasen ausgeschnitten und ans Fenster geklebt hat. Die dreijährige Franziska ist ebenfalls voll bei der Sache und müht sich, einen nach Schablone vorgezeichneten Hasen mit der abgerundeten  Kinderschere auszuschneiden, dabei plaudert  sie vom Ostereier-Anmalgerät, das sie zu Hause haben. Ksenia (4) ist gerade mit Wasserfarben beschäftigt, mit denen sie einen Osterhasen zu Papier bringt, zu Hause hat auch ihre Mama mit ihr Ostereier angemalt in Lila und Rosa – das sind ihre Lieblingsfarben.

Die Themen orientieren sich am Jahreskreislauf und als evangelischer  Kindergarten auch an den christlichen Festen, so Traudl Keller. Vor vier Wochen haben sie begonnen, die Ostergeschichte aus der Bibel zu erzählen. Man wolle die Kinder mitnehmen auf dem Weg, und mit allen Sinnen die biblische Erzählung aufarbeiten. Dazu gehören auch ein Kirchenbesuch, Gebete, Lieder, Reime. Dass es an Ostern nicht nur um Eiersuchen und Schokoladenhasen geht, das haben die Kleinen begriffen. »Wir feiern Ostern weil Jesus ans Kreuz genagelt wurde und gestorben ist, dann ist er nach drei Tagen wieder auferstanden«, weiß der fünfjährige Paul. Elisa durfte im Gottesdienst sogar eine echte Kerze aufstellen. 
Und dass Eier nicht nur lecker und mit Schokolade gefüllt sind, das hat sie mit eigenen Augen gesehen mit Papa in einer Küken-Ausstellung, »da ist ein echtes Küken aus dem Ei ausgeschlüpft«. 

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