269 Offenburger Wohnungen auf Fernwärme umgestellt

Wie die Wohnbau einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will

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red/flo
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18. September 2019
Wollen den Ausbau der Fernwärme in Offenburg vorantreiben (von links): Stefan Böhler (Projektleiter WVO), Rainer Lindenmeier (Geschäftsführer Wohnbau Offenburg) und Johannes May (Leiter Technik Wohnbau).

Wollen den Ausbau der Fernwärme in Offenburg vorantreiben (von links): Stefan Böhler (Projektleiter WVO), Rainer Lindenmeier (Geschäftsführer Wohnbau Offenburg) und Johannes May (Leiter Technik Wohnbau). ©Stadt Offenburg

Für die Wohnbau und die Stadtbau Offenburg ist es ein großer Schritt in Richtung klimafreundliche Zukunft: Erstmals werden Bestandswohnungen der Wohnbau auf Fernwärme umgestellt. Laut Stadtverwaltung handelt es sich um 269 Wohnungen. Und dabei soll es nicht bleiben.

Wie die Offenburger Stadtverwaltung mitteilt, werden im Jahr 2019 insgesamt 108 Wohnungen und 2020 nochmals 161 Wohnungen an das vom Paul-Gerhardt-Haus ausgehende Fernwärmenetz angeschlossen – im Keller des Paul-Gerhardt-Werks erzeugt ein Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom und Wärme. Wenn die Maßnahme abgeschlossen sei, würden laut Geschäftsführer Rainer Lindenmeier rund 25 Prozent des Mietwohnungsbestandes über das Fernwärmenetz versorgt. Spätere Umstellungen von weiteren Gebäuden würden in Betracht gezogen.

Die Anlage als Teil des Offenburger Fernwärmenetzes wird von der Wärmeversorgung Offenburg (WVO) betrieben. WVO-Geschäftsführer Martin Wenz freut sich: »Die Wohnbau Offenburg GmbH und die Stadtbau Offenburg GmbH leisten gemeinsam mit der WVO einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Die Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung ergänze »ideal die volatile Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser.«

Infos auf der Messe

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Auch die städtische Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte betont den Stellenwert der Maßnahme. Der Ausbau der Fernwärme sei »ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer Klimaschutzziele«. Deshalb informiere die Stadt im Rahmen der Energietage auf der Oberrheinmesse vom 28. September bis zum 6. Oktober unter anderem zum Thema Fernwärme.

Wohnbau und Stadtbau haben bereits Erfahrung mit Fernwärmeanschlüssen. Im Kreuzschlag und in der Angelgasse wurden bereits in der Bauphase 135 Wohnungen an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zur Finanzierung der Umstellungskosten, die sich im Wesentlichen auf Hausanschlussgebühren beziehen, wurden zinsgünstige Darlehen aus dem Programm »Energieeffizient Sanieren« der KfW beantragt. Nach den vorliegenden Berechnungen sei die Umstellung von einer herkömmlichen Beheizung auf Fernwärme für die Mieter »mindestens kostenneutral«, wie es in der Pressemitteilung der Stadt heißt.

Mehrere Vorteile

Zu den Vorteilen der Fernwärmeversorgung zähle, dass keine hauseigene Heizungsanlage notwendig sei und dadurch praktisch keine Wartungskosten mehr anfielen. Zudem sei es nicht mehr erforderlich, Brennstoffe zu beschaffen und zu lagern. Darüber hinaus sei diese Art der Wärmeversorgung flexibel beim Einsatz von Brennstoffen. So könnten Abwärme, erneuerbare Energien oder – wie im Paul-Gerhardt-Werk– effiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommen. Das wirke sich positiv auf die CO2-Bilanz aus, ohne Einschränkungen beim Komfort zu haben.
 

Info

Ausbau des Fernwärmenetzes

Kontinuierlich erweitert die Wärmeversorgung Offenburg (WVO) das Fernwärmenetz im Stadtgebiet. Die WVO ist ein kommunales Unternehmen der Stadt Offenburg (51 Prozent) und des E-Werk Mittelbaden (49 Prozent). Das Blockheizkraftwerk im Paul-Gerhardt-Werk ist eine von derzeit fünf Anlagen, welche die WVO betreibt. Unter anderem ist das Ortenau-Klinikum über das Fernwärmenetz dort angeschlossen.

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