„Es geht um die Jüngsten“

Wie es beim Ortsrundgang mit OB Marco Steffens in Griesheim war

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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18. September 2020

©Herbert Gabriel

Oberbürgermeister Marco Steffens hat den Offenburger Ortsteil Griesheim besucht und sich erklären lassen, welche Themen die Griesheimer derzeit beschäftigen. Die Aktion war gut besucht. 

Der Besuch des Oberbürgermeisters im Ortsteil stößt immer auf reges Interesse der Bewohner. Das war auch am Dienstag der Fall, als Marco Steffens Griesheim seine Aufwartung machte. Ortsvorsteher Werner Maier hat bei der Begrüßung des Stadtoberhaupts am Rathaus aufgezählt, welche Themen die Griesheimer derzeit umtreiben. 

Straßenbauprojekte, der Neubau der Mühlbachbrücke, der Durchgangsverkehr im Hinblick auf das geplante Klinikum und die mehr als dringende Sanierung des Kindergartens benannte Maier als die größten Herausforderungen. „Es geht um unsere Jüngsten“, sagte der Ortsvorsteher, und nannte gleich eine Lösung zur Unterbringung der Kinder während der Bauphase: „Wir sollten Container auf den Parkplatz bei der Gottswaldhalle stellen und dort die Kinder sicher und auch allen Vorschriften gerecht betreuen.“

Attraktiver ÖPNV 

Die Anliegen der Griesheimer Bürger kenne man im Rathaus wohl, sagte Steffens. Man werde sie – besonders beim Durchgangsverkehr zum Klinikum – aufmerksam begleiten. Aber es müsse klar sein, dass ein Klinikum außerhalb Offenburgs kaum vertretbar sei und zur stationären Behandlung auch die Nachsorge gehöre. Ein attraktiver ÖPNV kann hier hilfreich zur Minderung beitragen, so der Oberbürgermeister. „Alles kann zur Zufriedenheit abgewickelt werden, wenn alle zusammenarbeiten.“

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Begleitet wurde der Gast von Verena Schickle von der Stabsstelle Stadtentwicklung. Gemeinsam mit den interessierten Bürgern ging es zum Kindergarten, dessen Sanierung eines der vorrangigsten Projekte im Ortsteil ist. Dort soll im Mai nächsten Jahres mit den Arbeiten begonnen werden, wobei noch nicht geklärt ist, wie die Sanierung über die Bühne gehen soll. Denn auch das Gebäude, in dem aktuell der Hort untergebracht ist, muss in die Planung einbezogen werden. Dort ist zwar die Fassade erhaltenswert, aber das Dach marode, wird befürchtet.

Dass die in beiden Gebäuden betreuten Kinder während der auf 15 Monate veranschlagten Bauphase nicht dort bleiben können, ist allen Beteiligten klar. Deshalb böten sich laut Maier als Unterbringung eben Container an, die eine in allen Bereichen sichere Versorgung gewährleisten würden und durch die unmittelbare Nähe zur Halle und dem sich dort anschließenden Schulgebäude und Freigelände als ideal deklariert werden könnten.

Wie die genannten Örtlichkeiten sich darstellen, sah Steffens beim Gang über den genannten Parkplatz zur Wiese hinter der Halle. Dort hatten auch die Bürger Gelegenheit, sich zum Erlebten zu äußern und vom Oberbürgermeister zu hören, dass in Zeiten geringerer Einnahmen die Verwaltung und der Gemeinderat verpflichtet seien, „klug zu sparen“. Aber auch, dass, bedingt durch die aktuell günstigen Finanzierungsmaßnahmen, Kreditaufnahmen kein Tabuthema seien.

Ortsvorsteher Werner Maier sagte, dass die Gottswaldgemeinden mit dem „Gottswälder“, einem gemeinsamen Verkündblatt für Bühl, Griesheim, Waltersweier und Weier, Ressourcen ausschöpfen und ein ebenfalls von diesen Ortsteilen gemeinsamer Bauhof Einsparungen beinhaltet. 

„Wir wollen diesen Bauhof auch an die TBO (Technische Betriebe Offenburg) andocken, denn dort steht uns dann neben den eigenen personellen Möglichkeiten ein Maschinenpark zur Verfügung, der wiederum zur Effizienz beiträgt“, so Maier.

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