Jugendausschuss

Wie im Schutterwälder Jugendtreff das Jahr 2020 erlebt wurde

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28. Januar 2021
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Arion Kusomi, Nika Krez und Luca Stasch (von links) sind Mitglieder des Schutterwälder Jugendrats. Sie betreuen auch den Jugendtreff „Bunker“. ©Sandra Biegert

Wie sich das Corona-Jahr für sie und die Jugendarbeit gestaltet hat, haben die Jugendräte Luca Stasch, Nika Krez und Arion Kosumi in der Sitzung des Jugendausschusses berichtet. 

In der Sitzung des Schutterwälder Jugendausschusses ist eigentlich der Tätigkeitsbericht des Kinder- und Jugendbeauftragten Reinhold Boos auf der Tagesordnung gestanden. Da dieser aber am Sitzungstermin verhindert war, hat Bürgermeister Martin Holschuh die drei anwesenden Jugendräte Luca Stasch (18), Nika Krez (17) und Arion Kosumi (17) kurzerhand interviewt, anstatt den schriftlich vorliegenden Bericht vorzulesen. 

Holschuh wollte wissen, wie sie das vergangene Corona-Jahr und die Jugendarbeit erlebt haben. Stasch erzählte, dass Anfang 2020 alles noch ganz normal war. Sie sind etwa mit ihrem „Network-Project“ gut vorangekommen. Ab Ende März war der Jugendtreff dann erstmal zu. Im August hat der „Bunker“ wieder geöffnet. „Mit den Abstandsregeln und Masken war das schon eine Umstellung“, so Stasch. 

„Es war nicht einfach zu öffnen“, ergänzt Krez. „Wir mussten auch schauen, dass sich jeder an die Maßnahmen hält.“ Der Zuspruch sei am Anfang wegen der Änderungen eher verhalten gewesen, wenig Jugendliche hätten sich angemeldet. Das sei mit der Zeit besser geworden. Mit Online-Angeboten hätten sie es auch probiert, das sei aber nicht so gut angenommen worden. „Persönliche Treffen sind einfach besser, als nur am Bildschirm zu sitzen“, so Krez.

Trotz Corona hat es eine Sommerferienfreizeit in Schutterwald gegeben. Wie sie diese erlebt haben, wollte Holschuh wissen. Stasch erzählte, dass er bei einem Ausflug in einen Kletterpark beteiligt war. „Auch mit den Einschränkungen und trotz Maske war das ein Tag, der ein Stück weit Normalität gebracht hat“, resümiert er. 

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Die offene Ganztagsschule konnte im vergangenen Jahr nur eingeschränkt die Räumlichkeiten des „Bunkers“ nutzen. Martin Wunderle, Rektor der Mörburgschule und im Ausschuss als Zuhörer anwesend, sagte dazu: „Wir konnten natürlich nur kleine Gruppen in den Keller lassen. Es war aber auch gut, einen zusätzlichen Raum zur Verfügung zu haben.“

Auf die Frage von Holschuh, was für 2021 geplant ist, konnten die Jugendräte keine Antwort geben. Wegen Corona sei vieles ungewiss, wie es Reinhold Boos auch in seinem Tätigkeitsbericht formuliert. Als mögliche Aktionen nennt er dort unter anderem eine Theateraufführung, das Sommerferienprogramm, den 20. Geburtstag des „Bunkers“ nachzuholen oder die Neugestaltung des Unterstands an der Skateanlage.

Auch die Skateanlage wurde in der Sitzung kurz angesprochen. Jugendliche des Treffs übernehmen die Wartung und Reinigung des Platzes, er werde aber weniger frequentiert. Stasch denkt, das liegt daran, dass der Platz recht abseits liegt und manchmal dreckig ist. Krez sagte, sie würden sich eher im „Bunker“ treffen. 

Dass der Platz trotz des Engagements des Jugendrats mal dreckig ist, sei nichts Neues: „Es gibt nunmal Plätze, die Jugendliche gern nutzen. Aber nicht jede Woche türmen sich Müllberge“, so Holschuh.

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