Bürgermeisterwahl Durbach

Wie können einstige Rivalen Durbach und Ebersweier zusammenwachsen?

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30. Juni 2022
Durbach und Ebersweier verschmelzen auf diesem Bild förmlich. Beim Zusammenwachsen will Andreas König allerdings keinen Druck aufbauen.

Durbach und Ebersweier verschmelzen auf diesem Bild förmlich. Beim Zusammenwachsen will Andreas König allerdings keinen Druck aufbauen. ©Volker Gegg

Zur Bürgermeisterwahl in Durbach fühlen wir Amtsinhaber Andreas König mit drei Wahlprüfsteinen auf den Zahn. Heute (2): „Wie können Durbach und Ebersweier noch weiter zusammenwachsen?“

Viele Gemeinden mit mehreren Ortsteilen stehen vor der Herausforderung, wie das Zusammenwachsen gelingen kann und gesteuert werden soll. Fusionen sind sinnvoll und sparen Kosten, auf der anderen Seite gehen dadurch aber auch Einrichtungen und Angebote vor Ort verloren. Und bei aller Berechtigung des Zusammenwachsens soll dabei auch nicht die Identität der Ortsteile auf der Strecke bleiben und eventuell das ehrenamtliche Engagement leiden. Insgesamt ist dies ein vermintes Terrain, da die Ortsteile vor der Gemeindereform in den 1970er-Jahren häufig Rivalen waren.

Es gilt also, das Zusammenwachsen behutsam zu moderieren und beim vorgegebenen Tempo stets die Wünsche der Bürger im Blick zu behalten. In unserem zweiten Wahlprüfstein haben wir folgende Frage an Amtsinhaber Andreas König (35, CDU) gestellt, der zugleich der einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 10. Juli ist: „Wie können Durbach und Ebersweier noch weiter zusammenwachsen?“ Hier ist Königs Antwort:

„Durbach und Ebersweier sind in den letzten acht Jahren weiter zusammengewachsen. Stellvertretend für viele Aktionen möchte ich zwei besonders benennen. Bei der 800-Jahr-Feier in Ebersweier gab es enge Verbindungen zwischen beiden Orten. Die Durbacher halfen hinter der Theke, in der Unterhaltung oder waren einfach als Gäste da. Die Freude, die diese Feier bei der Bevölkerung beider Ortsteile hinterlassen hat, war sehr groß.

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Durch den gemeinsamen Bau der neuen Sportanlage in Ebersweier haben die Mitglieder vom SC Durbachtal enger zusammengefunden. Dort gibt es nicht mehr die Durbacher oder die Ebersweierer, sondern nur noch „wir vom SC Durbachtal“.

Anreize schaffen

Gemeinsame Feste, gemeinsames Schaffen, gemeinsame Erlebnisse. So kann die Gemeinde weiter zusammenwachsen. Nicht allerdings mit Druck von oben. Wir als Gemeinde setzen Anreize für gemeinsame Aktionen, wir zwingen allerdings nicht. So ist es gut, dass die beiden Abteilungen der Feuerwehr eng zusammenarbeiten und die Zusammenarbeit darf noch enger werden. Wenn ich diese allerdings zur Fusion zwinge, verliere ich Ehrenamtliche.

Meine Aufgabe sehe ich darin, ohne Druck, aber mit Anreizen, ein Klima zu schaffen, das man weiter zusammenwächst. Dabei dürfen die Ortsteile ihre eigene Identität bewahren. Das ist vollkommen in Ordnung und auch wünschenswert. Wenn es allerdings ums Geld geht, dann haben wir durch den Abbau von Doppelstrukturen bereits Mittel einsparen können. Diese Einsparung geht aber nur mit den Beteiligten und nicht ohne sie.“

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